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Nebelfest - Götter in den Rissen

(dark mode)🌓︎

Ich bin Brigitte, verzweifelte Mutter, nette alte Dame und Biolehrerin in Rente. Mit dem reizbaren Burgerbrater Fred, dem Fahrradkurier Solo und dem nach Rache dürstenden Schriftsteller Linus und seinen zwei großen Hunden in einer City of Mist Kampagne.

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Erwachen

Fred

Du hörst Geräusche der Schmiede, ein Druck in deinem Kopf. Siehst Feuer. Der Druck nimmt ab. Schreie von Menschen.

Du öffnest die Augen. Warum sitzt du in Onkel Toms Hütte? Hier wo du oft sitzt und nach Stacy schaust, eurer Bedienung.

Dort sitzt der Koreaner aus der anderen Schicht. Ha-Joon. Kocht immer nach, was du machst. Viel zu ehrlich für diese Welt.

Und Martha, die dir den Job gegeben hast. Stellt einen Kaffee vor dich.

  • Martha: Wie schön, dass du wieder bei uns bist.
  • Fred: War ich weg?

Da ist eine Zeitung. „Helfer Rettet Familie aus brennendem Wohnhaus“. Deine Kleidung ist angekohlt, deine Haut nicht.

Trinkt den Kaffe.

Linus

Da ist diese Wut. Verlangen nach Ordnung. Bruchstücke von Gassen, durch die du ziellos gelaufen bist. Du rufst verzweifelt nach deinen Hunden.

Das große weiße Haus, blinkende Lichter, dein Kopf dröhnt, diese Gasse, diese Typen. Schuld an allem! Dann siehst du rot.

Du wehrst dich gegen fünf Mann, kratzt und beißt. Da sind deine Hunde. Doch auch sie habe Verstärkung.

Dann ist da der Koreaner. Der Druck lässt nach. Du siehst rote Sessel und diese Bedienung, die eigentlich viel zu schön ist für den Laden und immer ein Extrawürstchen für deine Hunde hat.

Der Druck im Kopf ist endlich weg.

  • Stacy: Ah, Herr Sund, geht es Ihnen jetzt besser? Möchten Sie noch einen Kaffee?
  • Linus: Wieso besser? Ich muss ja im Rausch gewesen sein.

Der letzte Eintrag it deinem Notizblock ist 10 Tage her, danach nur noch ein Name, den du noch kennst, eine Straßenecke. Dein Mantel und deine Klamotten sind schmutzig. Wie nach einer Schlägerei. Aber zum Glück sind deine Hunde da.

An der Theke sitzt der Koch. Dann ist da Martha und der Koreaner mit einem Verband am Arm. Und eine ältere Dame, die auch häufiger hier ist. Und ein Pärchen.

Es riecht nach Rauch und Müllcontainer.

  • Linus: meine Haare sind zerzaust.

Auch die Hunde sind es.

Brigitte

Ein seltsamer Traum. Du sitzt im Park, gegenüber von dem Haus in dem deine Tochter arbeitet. Heute klappt es. Heute schaffe ich es, sie anzusprechen.

In den guten Träumen ist das so.

Da ist diese Hecke. Ich habe Hunger. Aber kann nicht von hier weg. Die Hecke ist größer geworden. Leute gehen vorbei. Es wird dunkel. Du stzt da immernoch. Die Hecke ist noch größer.

Blätter verdecken deinen Sicht. Panik. Die Hecke scheint dich aufzufressen. Es ist Nacht. Was soll ich tun! Die Hecke hat mich gefressen! Gibt es Menschenfressende Hecken? Doch nicht hier! Du versuchst deine Arme zu heben und es geht nicht. Und dann ist da plötzlich Dunkelheit.

Krieg ich nohc Luft? Dann wird es leichter. Da ist ein Kochmesser. Dann ist da dieser Koreaner. Warum zieht der an mir? Eigentlich will ich doch hier bleiben. Oder nicht.

Das Kochmesser schneidet sich durch die Blätter. Eher ein Beil.

Dann ändert sich dein Blick. Alles steht Kopf. Der Park ist verkehrt herum. Der Druck im Kopf wird leichter.

Wie bin ich in diesen Diner gekommen? Da gibt es doch Leberkäs mit Kartoffelsalat.

  • Stacy: Hallo Brigitte. Wie immer?
  • Brigitte: Ja, ja, ich würde gerne einen Pie nehmen.

Fred sieht total abgerissen aus. So war er hoffentlich nicht in der Küche. Es riecht verbrannt.

Und dieser Mann mit zwei Hunden. Die sind netter als er.

Warum ist Laub in meinen Haaren? Und Lehm in meinen Schuhen? Ich gehe vor die Tür und klopfe Lehm und Laub ab.

Als ich wieder herein komme, will ein Pärchen schnell zahlen.

Ich frage den Koch. Fred.

  • Linus: und du kleiner kannst dich auch nicht erinnern?
  • Fred: sie sind aber sehr freundlich.
  • Martha: Kann es sein, dass sie sich irgendwie anders fühlen?
  • Brigitte: schmutziger?
  • M: Haben sie schmutzige Gedanken?

Linus spricht mit Ha-Joon. Was er in der Gasse gemacht hätte.

  • Linus: Ich habe nicht drum gebeten, dass man meine Kämpfe für mich führt. Aber danke.
  • Brigitte: ich fühle mich verwirrt.
  • Fred: was haben Sie erlebt?
  • B: das ist viel zu verrückt.
  • F: keine Erinnerung. Irgendwas mit Feuer oder Öl.
  • B (reicht ihnen die Hand): ich heiße Brigitte. Wie heißen Sie?

Linus ignoriert mich.

  • Fred: Fred, der nette Koch.
  • Brigitte: Wie heißt er? Der Mann mit den netten Hunden?
  • Stacy: Der Herr Sund. Der schreibt Bücher.

Kenne ich etwas von ihm? Einen Gedichtband. Mit seinem Gesicht.

Würfle. Mit Schulwissen. 2W+1 = 9. Teilweiser Erfolg. Gegenfrage.

Sie haben sich als Lehrerin dafür interessiert, was ihre Schüler lesen.

  • Linus: was glauben Sie denn, welcher Tag heute ist?
  • Brigitte: Der 27. April 2001.

Auf der Zeitung steht der 8. Mai 2001.

  • Linus: waren die Hunde hier?
  • Stacy: sie sind mit Ihnen gekommen.
  • Linus (zu Martha): wissen Sie, was hier passiert ist?
  • Martha: Ich hatte so ein Gefühl und habe Ha-Joon losgeschickt.

Stacy verdrückt sich.

  • Martha (zu Ha-Joon): wo hast du sie denn aufgegabelt?
  • Ha-Joon: Sie, Frau Brigitte, manchmal sagt man ja, dass Leute Wurzeln schlagen. Sie waren ganz schön schwer.
  • Brigitte: Und woher wussten Sie, wo ich bin?
  • Martha: Das sind manchmal so Gefühle, die man hat, die ihn zu Dingen leiten, die es nötig haben.
  • Ha-Joon (zu Linus): da war diese Gasse und da war diese Gang. Ich weiß nicht, warum Sie in diese Gasse reineggangen sind, aber es war keine gute Idee. Sie waren wie ein Berserker, aber es waren viele.
  • Linus: ich kann mich nicht erinnert.
  • Martha: das kann passieren. Und du mein lieber Fred, manchmal überrascht du mich doch sehr. Das hätte ich nicht von dir gedacht, aber ich bin stolz auf dich.
  • M (zeigt auf die Zeitung)
  • Fred: ich kann mich nicht erinnern, in irgendwelche Wohnhäuser gestürzt zu sein.
  • M: Es gibt Dinge hier in Grey Haven, die sind nicht so leicht zu verstehen. Aber manche Leute hier haben spezielle Fähigkeiten. Manche können … oder einen Diner besitzen, der anders ist, als es auf den ersten Blick scheint.

Dann geht sie zu der alten Kaffeemaschine und geht zu dem Rad, auf dem steht, „do not touch“. Und die Luft flimmert kurz und an der Wand steht plötzlich nicht mehr „Tom’s Hütte“, sondern Red Amber Diner.

Auch auf der Tasse steht plötzlich Red Amber Diner.

  • Brigitte: was haben Sie gerade gemacht? Das geht nicht.
  • Martha: ja, Schätzchen, das geht nicht.
  • Linus: sind wir jetzt in einer Supernatural Welt, in der die meisten Leute nicht sehen, was passiert?
  • Fred: in einem schlechten Buch?
  • Martha: das fasst die Sache gut zusammen. Und es gibt Menschen, die können das sehen, und andere, die können es nicht sehen.

Sie dreht das Rad auf der Kaffeemaschine wieder und überall steht wieder Onkel Toms Hütte.

  • Martha: ich kann euch helfen, euch zu erinnern. Da sind noch mehr, die ich nicht so leicht erreichen konnte wie euch. Eure Schicksale sind irgendwie verbunden.
  • Linus: ich will wissen, wer diese Leute in der Gasse waren.
  • M: da sind noch vier andere Seelen, die Kontakt mit euch haben. Wenn ihr etwas von diesen Personen habt, kann ich etwas darüber herausfinden.
  • Brigitte: Und wie können wir sie finden?
  • Martha: das ist ganz einfach.

Sie legt vier Polaroid-Fotos auf den Tisch. Mit Namen:

St. Lucius Church, Gabby McGill (Priesterin)
115 William Street, Madison Jacobs (Leiche)
La Crevette (Bild eines redenden Mannes)
44 Hillview Lane, William Dickson (Detective)

  • Linus (zu Stacy): Hey Kleines, habt ihr einen Stadtplan da?
  • Stacy: Natürlich!

Ich wohne in einem Stockwerk eines Hauses einer noch älteren Dame, der „Älteren Dame“.

Linus schaut auf seine Uhr. Teuer.

  • Linus: Gehen wir nach Hause, machen uns frisch, und treffen uns hier wieder?

Wir duschen zu Hause, ziehen uns um, packen zu Hause noch, werfen kaputte Lebensmittel weg, gießen die Pflanzen, … und kommen zurück zum Diner.

  • Martha: mir ist da noch was aufgefallen.

In der Zeitung ist ein Bericht über das La Crevette. Eine Veranstaltung von einem Life Coach. „Werde reich mit Gold. Nur heute zum Spezialpreis“.

Wir bestellen Abendessen und unterhalten uns dann.

Ha-Joon schaut Fred beim Essen des Burgers zu.

Linus fährt uns mit dem Pick-Up zu La Crevette. Mein Fahrrad ist auf der Ablage befestigt.

Ein Bild von Michael Flint, der Gesuchte. Geschlossene Gesellschaft.

Wir gehen zur Hintertür. Fred geht einfach an der Wache vorbei. Linus sagt „wir inspizieren die Küche“. Ich schaue streng. Und am Ende besticht Linus ihn mit 100 Dollar.

Wir gehen erstmal in die hinteren Bereiche bei der Veranstaltung.

Eine Tür führt in die Halle. Auf der Bühne ein einzelner Mann in Anzug mit goldener Krawatte, hinter ihm Power Point auf einer Leinwand. Boni durch weitere bekommen. 2-300 Leute im Raum, hängen an seinen Lippen.

Securities und Ordner im Raum. Ziehen uns erstmal zurück. Suchen einen Angestellten-Aufenthaltsraum. Kellner-Kleidung.

In der Küche werden wir vom Maitre rumgeschickt.

  • Linus: Dieser Michael wollte, dass sofort Champagner Backstage gebracht werden muss.
  • (Maitre): Gehen Sie zu den Tischen … ob die was wollen.

Als er nicht mehr schaut, gehen Linus und ich zusammen in den Raum. An Tischen vorbei.

Fred stellt sich zu anderen Köchen und arbeitet mit, um einen Weg raus zu finden. Findet einen Aufweg in ein Treppenhaus nach oben. An einer Raucherecke vorbei in einen Gang mit Lagern und Fenstern nach unten in den Saal. Außerdem einen Technikraum und eine Treppe nach unten in den Saal.

Linus und ich kommen an den Tischen vorbei, Richtung Büchne, wo Michael Flint flammende Reden hält, dann eine Halbtreppe hinunter hinter den Vorhang. Ein Ordner steht vor einer Tür, hinter der Fred durch ein Bullauge schaut.

Wir gehen weiter, der Odner geht uns ein paar Schritte hinterher.

  • Ordner: Was machen Sie hier?
  • Linus: Champagner hinter die Bühne.
  • O: Davon weiß ich nichts!
  • L: Vom Sohn des Bürgermeisters!

Fred bricht das Schloss auf; das Küchenmesser bricht ab. Dann schleicht er an dem Ordner vorbei.

Der Ordner kommt uns nach. Linus sagt ihm, er solle endlich die Tür öffnen. Er wirkt nicht glücklich. Und will uns herumschicken.

  • Brigitte: jetzt mach schon Jungchen, wir haben nicht ewig Zeit. Wenn du uns nicht gleich durchlässt, sehen wir uns morgen!

Eine Bedienung sieht Fred, aber er zwinkert ihr zu.

  • Ordner: aber nächstes Mal holen Sie sich einen Passagierschein!
  • Linus: Klären Sie das mit dem Bürgermeister!

Fred geht hinter uns durch die Tür.

Der Ordner hält uns für plausibel.

In der Garderobe gibt es Schminkzeug, ein Buffet, einen Garderobenschrank.

Ich reiche Fred und Linus Schnittchen, dann schauen wir weiter.

Linus geht zum Garderobenschrank. Eine Schatulle, eine goldene Krawatte, und eine Uhr mit den Initialen SF. Im Mantel ist eine Brieftasche mit Karten und Fotos.

Jemand ist vor der Tür. Ich packe die Uhr in die mein Dekolleté.

Als wir grade gehen, kommt die Bedienung rein.

Linus und Fred drängen an ihr vorbei, ich drücke ihr mein Tablett in die Hand.

"Vier Leute in Pagenuniform bei einer Tür. Eine sagt einer anderen: Tische 35-37"
  • Brigitte: An Tisch 35 bis 37 gibt es Schwierigkeiten. Gehen Sie rüber und räumen Sie ab, damit das nicht bis zum Maitre geht. So kann das noch gut gehen.

Der Ordner spricht uns noch an, Linus sagt ihm, dass da Unordnung ist und der Schrank offen. Er spricht in sein Mikro. Wir kommen in die Mitarbeiterräume, ziehen uns um und kommen mit 50 Dollar Spende an den Wachmann raus.

So spät wie es ist, machen wir uns auf den Weg zurück zum Diner.

Martha steht hinter der Theke.

  • Martha: Guten Abend. Na?

Ich zupfe die Uhr aus dem Dekolleté.

  • Linus: ist das ein persönlicher Gegenstand?
  • Martha: das ist sicher einer.

Sie hakt sich bei mir ein, geht mit mir in die Küche, bindet einen Wollfaden an die Uhr und schmeißt sie in die Fritteuse.

Meine Sicht verschwimmt, dann erlebe ich wie ich meine Wohnung verlasse, die Straße entlanggehe, alles ist schön, mit einer Tasche in der Hand, laufe über die Straße, dann sehe ich den schwarzen Van, der mich erwischt. Kein Nummernschild. Ein Mann am Steuer.

Große Schmerzen, Schrammen, blaue Flecken.

  • Martha: Oh, das muss weh getan haben.
  • Brigitte: Was war das, warum haben wir das gemacht?
  • M: Ich glaube das war deine Vergangenheit.
  • B: Hatte ich das vorher auch?
  • M: Der Nebel tut manchmal solche Sachen.
  • B: Bin ich gestorben?
  • M: Das wird wohl so sein.
  • B: Warum bin ich noch hier?

Wir gehen wieder zu den anderen.

Sie sehen erst nichts von den Schrammen, bis ich davon erzähle. Dann sehen auch sie behandelte Platzwunden und Prellungen.

  • Linus: Ich hab ja schon viele Dinge recherchiert. Ärzte nähen Wunden anders als im Leichenschauhaus.

Die Wunden sehen aus wie die Behandlungen der Notaufnahme.

War es wirklich eine gute Idee, mehr herauszufinden? Sollte ich zum Arzt?

  • Linus: Der wird ihnen nur andere Tabletten verschreiben.

Ich frage Stacy, ob sie das Gefühl hat, dass es mir nicht gut geht. Sie sieht nichts. Der Arzt würde auch nichts sehen.

Fred hilft mir, einen der Fäden in den Wunden zu ziehen. Martha wischt darüber und wirft ihn weg.

Linus will seinen Polizeikontakt bei der Mordkommission anrufen und nach Madison Jacobs, William Dickson und einem Unfall vor 10 Tagen fragen.

Ich frage befreundete Sekretärinnen nach Gabby McGill und der St. Lucius Church.

Wahrheit

Solo

Lichter, Taubheit, Finsternis, zu langsam. Muss den Weg finden,

Immer mehr Leute, immer mehr Pakete, eine Menschenmenge, aber ich muss da hoch, dann sind da andere, ein Haufen Arme und Beine, Menschen in grauen Anzügen, „hey, warum schlägst du mich?“, dann wird alles dunkel.

Eine Erleichterung. Dann wird es wieder dunkel.

Das Sekretärinnennetzwerk weiß nichts über Gabby McGill oder die Kirche. Nur dass dort eigentlich ein Pater Jeffrey Tucker zuständig war.

Am nächsten Morgen geht es wieder zum Diner.

Linus erzählt, dass Madison Jacobs eine Überdosis hatte. Heute sollen Bundesbeamte kommen.

William Dickson wurde vor kurzem pensioniert.

Martha hat noch einen Zeitungsartikel mitgebracht „die gehören auch noch zu euch. Da scheint eine Verbindung zwischen euch drei und denen drei zu sein. Mehr als zu den anderen“. Drei Leute sind beim Bus- und Bahnhof plötzlich auf Passanten losgegangen und wurden festgenommen. Keine Papiere.

Linus findet heraus, dass die Feds sie mitgenommen haben.

Solo öffnet die Augen. Sehr seltsam für ein Krankenhaus. Weiße oder grüne Wände, aber ein Tropf und Geräte und zwei weitere, die da liegen. Alles ist dumpf. Du kannst die Arme nicht bewegen.

Versucht mit aller Kraft, sich zu bewegen, aber nur ein Zeh wackelt.

Linus, Fred und Brigitte fahren mit Linus’ Pickup zum Bus- und Bahnhof. Mein Fahrrad ist wieder auf dem Lagefeld. Ha-Joon übernimmt nochmal die Schichten für Fred.

Beschädigte Geschäfte, Scherben und umgeworfene Mülleimer und Flatterband zeugen noch von der Festnahme. Keine Schussspuren.

Linus setzt sich zu einem Obdachlosen und bietet ihm einen Schluck an.

  • Linus: Was war denn heute Nacht los?
  • ?: das weiß ich auch nicht. Die waren sicher unter Drogen. Die haben sich gegenseitig und denen war’s auch egal, wer dazwischengekommen ist.
  • L: Nur die drei oder noch andere?
  • ?: Da sind dann noch andere dazugekommen. Glaube, die haben sich verabredet, um Stress zu machen. Einer hatte sogar ein Fahrrad dabei.
  • L: Hast du gesehen, wie es losgegangen ist?
  • ?: irgendeiner hat angefangen, dann kam der Typ mit dem Fahrrad, ist mitten in die Menge gefahren und hat sich gewundert, dass er auf die Schnauze gekriegt hat. Dann haben die gekämpft wie Berserker. Habe gemacht, dass ich wegkam.
  • L: hat dann die Polizei mitgenommen?
  • ?: so Typen in grauen Anzügen haben sie mitgenommen. Mit komischen Mänteln. Spritze verpasst und dann einkassiert. Vielleicht erinnere ich mich noch mehr, wenn ich noch’n Zug von dem Flachmann bekomm. Hast du vielleicht noch ein paar Dollar, das verträgt sich gut zusammen.
  • ?: die haben sie rausgebracht zu so nem Wagen. War so ein weißer Transporter.
  • L: versauf’ nicht alles auf einmal.

Solo kann inzwischen den Fuß bewegen. Da war ein Typ in einem grauen Mantel mit Gesichtsschild und Maske. Hat nach dem piepsenden Monitor geschaut. Ist wieder weg.

Solo bekommt wieder Gefühl in den Händen.

Das Zimmer sieht wie hinter einem Bauzaun aus. Und an der Decke laufen Rohre entlang.

Er dreht den Arm so, dass der Schlauch abgeklemmt wird.

Fred bestellt im Asia-Imbis Ente Chop-Suey.

  • Fred: hatten sie auch die Nachtschicht? Sie bekommen ja keinen Urlaub und arbeiten durch.
  • ?: ja, ich habe gestern gearbeitet.
  • F: Fußballfans sollen da auch dabei gewesen sein.
  • ?: ich unterscheide nur in Kunden und nicht-Kunden. Wir haben nur die besten Kunden.
  • F: ich hab’ das grade in der Zeitung gelesen. Polizei hat die abgeholt.
  • ?: Polizei habe ich keine gesehen. Nur so’n weißen Van. Die haben sie eingeschnürt. Handschellen und so.
  • F: wohin sind die denn gefahren?
  • ?: da richtung Downtown.
  • F: gut, dass die das nicht bei Ihnen im Laden gemacht haben.
  • ?: keine Sorge, mein Chef kann Karate.

Ich frage einen Taxifahrer. Nachdem ich ihn mit genügend Donuts bestochen habe, fragt er die anderen Fahrer. Ein Unfall etwas weiter weg. Straße ist gesperrt.

Ich bitte ihn, mich dahinzufahren. Fred kommt mit. Ein ausgebrannter Van, war vielleicht mal weiß.

Solo merkt, dass seine Hände gefesselt sind. Nur Kabelbinder, keine Gurte. Versucht sie vorsichtig zu lösen.

Im Lieferwagen hinten hat es gebrannt. Fred legt die Hand auf die verbrannte Fläche. Meint, dass das Feuer durch Kräfte erzeugt wurde. Aber nicht absichtlich.

Linus findet eine angeschmorte Plakette in dem Van. Darauf ist P 17 zu lesen (der Rest ist weggeschmort).

Linus versucht, sich an die Erinnerungen Anderer zu erinnern. Wer sind diese Leute? Typen in grauen Plastikkitteln haben komische Gesichtsschilde und Masken. Zwei Männer und eine Frau, zwei vorne, einer hinten. Und ein Industriekomplex.

Es gab mal ein Parkhaus P 17.

  • Linus: wenn das Leute sind, die der Polizei glauben machen konnten, dass sie Feds sind, könnte es Stress geben.

Ich schaue in meiner Handtasche nach dem Pfefferspray. Linus gibt Fred aus einer Werkzeugtasche auf dem Pick-Up ein Messer und nimmt sich einen großen Schraubenschlüssel.

Das Parkhaus wurde lange nicht verwendet. Da wächst Gras. Regen hat die Spuren verwischen lassen.

Das Parkhaus hat 7 Parkebenen, groß, auf einer Seite eine Spirale hoch, auf der anderen eine runter.

Linus findet Spuren.

Ich gehe ihnen nach, vor den anderen beiden, verwirrt schauend. Linus macht meinen Dutt auf. Grässlich!

Im 6. und 7. Stock sind Eingänge mit Plane abgehängt.

Solo bekommt die Arme lockerer. Wenn jetzt jemand den Monitor sieht wird klar, dass das Mittel nicht mehr wirkt.

Er reißt an den Kabelbindern, ein Arm löst sich. Dann kommt jemand rein: „hey, was ist denn da los?“

Solo packt den Ständer mit der Infusionslösung, schenkt ihm kräftig ein und knockt ihn aus. Macht richtig Lärm, als er an der Wand zu Boden sinkt.

Er selbst trägt ein OP Leibchen. Zieht dem anderen die Maske aus. Schnauzbart, dunkle Kleidung.

Zieht sich den Kittel des Besiegten an. Zieht den anderen dann die Nadeln aus den Armen.

Pressspahnwände begrenzen die Sicht. Tasche und Fahrrad sind nicht hier. Zu viele Lieferungen, die noch ankommen müssen.

Bricht mit dem Bett durch die Wand. Die Wand kippt um. Dahinter stehen Schränke und Spinde und Stühle und Tische. Alarmsirenen gehen los.

Wir hören Lärm und Alarm.

  • Brigitte: Martha sagte, die sind wichtig. Ich glaube, wir sollten reinge …

Linus läuft schon durch die Plane in einen von Sperrholzplatten begrenzten Gang. Hält sich am Rand, hoffentlich außerhalb des Blickfeldes der Kamera. Linus schlägt die Kamera mit dem Schraubenschlüssel von der Wand.

Linus reißt einen Vorhang zur Seite. Drei Typen in dunklen Klamotten.

  • Linus (zieht die Pistole aus der Tasche und sein Hemd vors Gesicht): alles fallen lassen. Hände hoch.

Einer lässt das Funkgerät fallen. Die anderen ziehen Waffen.

Linus feuert, erwischt beide. Die Hunde sichern sie.

Solo hört Schüsse. Sucht schnell in den Spinden im Aufenthaltsraum.

  • Linus: fesselt ihn.
  • Fred (fesselt ihn): Wie heißt du?
  • ?: Peter, warum?
  • Fred: ich möchte wissen, wen ich gleich aufschlitze.

Er hat ein Buch mit Anwesenheiten. 6 mit Doktortitel, 6 andere.

Hinter der Tür sind Schritte zu hören.

Ich ziehe den lebenden Wachmann in Deckung hinter dem Schreibtisch. Linus zieht ihn wieder hoch. Geisel.

Eine Blendgranate rollt in den Raum.

Linus feuert über den Schreibtisch. Ich sprühe mit Pfefferspray.

Solo geht in ein Labor, bedroht zwei Wissenschftler. „“ – „Wer seid ihr eigentlich?!“ – „wir arbeiten hier nur!“ – „Scheißjob!“

Mich erwischt eine Kugel in der Schulter.

Zustände: Fleischwunde und verwirrt.

Hier kommen wir nicht mehr raus! Mich erwischt wieder die Verzweiflung, gegen die ich mich so sehr wehre. Wenn ich hier sterbe, werde ich meine Tochter nicht mehr finden!

Spüre die Pflanzen hier. Vielleicht können die mir helfen. Das Moos wächst an den Stiefeln des einen hoch, aber er kickt es weg. Es ist doch nur Moos.

Solo hört mehr Leute kommen. Versteckt sich in Richtung eines Raumes mit Überwachungsmonitoren. Sieht sich selbst. Jemand schaut ihm entgegen.

Fred und Linus schieben den Schreibtisch gegen die Angreifer und keilen sie ein.

Der dritte schießt auf mich. Erwischt mich heftig. Dann verschwinde ich im Moos. Finde mich hinter der Tür zwischen Kisten wieder.

Solo hört von dem anderen, ein Gewehr auf sich gerichtet: „Hände hoch, stehenbleiben“. Sieht auf den Monitoren, dass der Vorraum und die Auf- und Abfahrten beobachtet werden. An den Säulen steht „P17 EBene 7“.

Und den Kampf zwischen zwei Männern und drei Sicherheitsleuten. Wartet, bis jemand den Gang entlangläuft. Dann ruft er „Jetzt!“.

Die beiden Sicherheitsleute greifen sich gegenseitig an.

Ein Mann mit Kittel rennt auf mich zu. Ich hebe die Hände. Er rennt vorbei, wirkt verwirrt. Späht um die Ecke. Dort klingt es nach üblem Knochenbruch und Linus und Fred schauen raus.

  • Brigitte: Du gehörst nicht zu denen?
  • Solo: Ich will hier raus.
  • B: wir wollen Leute hier rausholen.
  • S: da sind noch zwei andere.

Solo holt sich eine Waffe und eine Blendgranate. Wirft die Blendgranate in den Raum mit den beiden Wachen.

Linus stürzt hinterher, schlägt sie beide nieder und sie stehen nicht mehr auf.

Ein dritter am Monitor bricht zitternd zusammen.

  • Fred (zum dritten): Wo ist der Speicher?
  • ?: Ich glaube, das geht direkt in die Zentrale.

Linus zieht den Stecker.

  • Brigitte: ich bin Brigitte, wie heißt du eigentlich?
  • ?: Ich bin Nico. Wenn ihr meine Freunde sein wollt, könnt ihr mich Solo nennen.
  • Linus: OK, Nico, ich bin Linus.

Linus fragt die Wache nach dem Schlüssel zum Van schickt Fred und mich dahin, um mich zu verbinden. Mit Solo bringt er die zwei Schlafenden in den Van. Und den Computer.

  • Brigitte (zu Solo): wenn du Antworten willst, komm mit.

Dann fahren wir mit dem Van zum Diner, bringen die Leute rein.

  • Martha: Oh, Gott, Brigitte, wie siehst du denn aus? Und Linus!

Solo hat das Gefühl von einem, der ihm sagt, wie er Nachrichten besser ausliefern kann.

Solo ruft einen Vertrauten an. Bekommt die Antwort: „wo warst du die letzten 11 Tage?!“ – „die haben mich unter Drogen gesetzt!“ – „unter Drogen, mein Arsch, und wo sind die ganzen Lieferungen hin?!“ – „ich will das grade ziehen, aber ich muss wissen, wer das war. Brauche da etwas Unterstützung.“ – „bist du sicher, dass das kein Drogentraum von dir war?“ – „ich schick dir die Adresse von dem Parkhaus. Welche Lieferungen sind denn verschwunden? Dass die jemand abfangen wollte?“ – „alle sind wichtig. Ich meld’ mich wieder“.

Nachforschungen von Linus: Projekt Suppression und Mittel S24. Und das Wort „Agency“. Außerdem Chemikerkram. Ich schicke die Dateien an meine frühere Schülerin.

  • Solo: Ich hätte gerne gewusst, wer euch geschickt hat, mich zu holen.
  • Martha: Ach so, das war ich! Aber am Besten lässt du dir das von den anderen erklären.
  • Martha: Als ihr nicht wiedergekommen seid, wollte ich euch noch was mitgeben. Ich hatte da noch so eine Vision, vielleicht hilft das ja. Es gibt eine Verbindung zwischen euch sechs. Diese Verbindung ist so stark, dass sie mir ins Auge gesprungen ist. Das kann nicht nur daran liegen, dass sich alle hier schon kennen. Da muss mehr dahinter stecken. Du wirst bald feststellen, dass es dir hier viel besser geht. Nicht nur, weil das Essen hier besser ist.
  • Linus: jetzt macht sie gleich das mit dem anderen Diner.
  • Martha: Ach so, du willst das nochmal sehen? Kann ich gern machen.

Sie geht zur Kaffeemaschine und wir sind im Red Amber Diner.

  • Martha: Cool, oder?
  • Linus: das spannendste dabei ist, dass Stacy das nicht mitkriegt.

Martha und Stacy verbinden mich und es geht mir überraschend schnell besser.

Absturz

Wir suchen im gefundene Rechner nach Dokumenten und finden Versuchsprotokolle und diskutieren sie.

Ich probiere aus, ob das funktioniert, von Pflanze zu Pflanze zu kommen. Berühre einen Baum und trete aus dem anderen wieder heraus. Es funktioniert völlig natürlich. Linus und Fred meinen, das sei seltsam.

Linus hält Fred ein Feuerzeug hin. Die Flammen formen sich zu einem Ring um seine Hand und dann entflammt die Hand plötzlich. Er hält sie ins Waschbecken, es zischt, aber er ist nicht verletzt.

Dann erzählt Linus, dass meine Tochter nichts mehr mit mir wissen will. Muss ich ihm während einer Phase der Verzweiflung erzählt haben. Und er sagt Fred, dass er aus dem Studium geworfen wurde.

  • Linus: woher weiß ich das?

Solo leiht sich mein Fahrrad, weil er dringend wohin muss. Sagt nicht, wohin.

Solo

Kumpel ist schon da, schickt ihn zur Chefin Seidenspinne.

  • Chefin: Solo, setz dich. Erzähl doch mal, was da los war. Habe ja wilde Geschichten gehört. Du hattest den Auftrag, ein paar Dinge auszuliefern, und ein paar sind einfach nur auf der Veranda gelandet, einige in weniger gutem Zustand, und bei Mr. Nicholson direkt ins Schlafzimmer. Und ich möchte wissen: warum? Ich brauch da eine Erklärung. So gern, wie ich dich hab. Dass da nicht mehr alles in Ordnung ist zwischen Mr. und Mrs. Nicholson.
  • Solo: Ich erinner’ mich nicht mehr an den Tag, muss ich ehrlich sagen, aber ich bin froh, dass ich sie ausgeliefert habe.
  • C: Das ist keine Zeitung, die man einfach werfen kann.
  • S: du weißt, ich halte mich von Drogen fern. Weiß nicht, was da war an dem Tag.
  • C: es war nicht nur ein Tag, hab ich den Eindruck. Und was da mit den drei Leuten passiert ist.
  • S: … bin da zusammengeknüppelt worden und in so einer improvisierten Klinik wieder aufgewacht.
  • C: Wir wollen normalerweise unter dem Radar fliegen. Dazu gehört nicht, dass unsere Kuriere sich in eine Schlägereie verwickeln lassen. Und von grauen Männern abtransportiert werden.

Eine Stimme: Erschreck jetzt nicht, ich werde dir etwas zeigen.

  • Solo: Könnt’ ich ein Glas Wasser haben?

Plötzlich sieht seine Chefin wie eine Spinne aus, die hinter dem Schreibtisch in einem Netz hockt.

  • Solo: Oh mein Gott!
  • C: Ich glaube, du schuldest mir ein paar Antworten. Habe so den Eindruck, dass du mir die nicht geben willst oder kannst.
  • S: Definitiv kannst!
  • C: Hätte ich auch so gesagt. Ich werd’ dich in nächster Zeit im Auge behalten. Und ich habe den Eindruck, dass du mir in nächster Zeit noch viel nützlicher sein kannst und sich das, was ich in dir gesehen habe, jetzt endlich auszahlt.
  • S: Ich hoffe, wir können weiter vertrauensvoll zusammenarbeiten.
  • C: Werden wir noch sehen. Ich hoffe …
  • S: Ich soll mich vor den Nicholsons fernhalten.
  • C: Vor allem von Mrs. Nicholson.

Sie schickt ihn mit einer Beinbewegung weg.

Als er sich an der Tür nochmal umdreht, ist alles wieder normal.

Solo fährt nach Hause, zieht wieder eigene Klamotten an und wartet dann das Fahrrad von Brigitte. Und versucht, mit der Stimme zu sprechen.

Dann öffnet er von zu Hause die Tür zum Diner.

Nico kommt zur Vordertür des Diner herein, schiebt mein Fahrrad. Meint, dass die Bremsen jetzt besser sind.

Im Auto ist er total hibbelig.

Dann hole ich Solos Fahrrad vom Lost&Found beim Bus- und Bahnhof ab. Ein Fixie, gelb, mit sunny side up auf dem Rahmen. Sage, ich hätte es meinem Neffen schenken wollen und es sei gestohlen worden.

Er fährt mit dem Fahrrad weiter, wir nehmen Linus’ Pickup.

Das Leichenschauhaus ist in einem Dreistöckigen Gebäude, zusammen mit einer Privatklinik.

Wir kommen gleichzeitig mit Solo an. Wissen nicht, wie wir reinkommen sollen.

Linus sagt, er spricht mit einem Leichenbeschauer.

  • Linus: wenn ich davon rede, dass es da noch einen anderen Plot in der Geschichte gibt, könnt ihr versuchen, hinten reinzukommen.

Ich habe den Eindruck, dass uns jemand beobachtet.

Linus sieht Jugendliche, die den Eingang des Leichenschauhauses beobachten. Sehen aus, wie von zu Hause abgehauen. Und als würden sie da schon eine ganze Weile stehen. Sind nur 15 und jünger.

Als Linus auf sie zukommt, drehen sie sich um und hauen ab.

Solo fährt mit dem Fahrrad hinterher und packt den ältesten. Schleift ihn zurück. Linus steht mit den Hunden daneben.

  • ?: hey, lass mich!
  • Solo: mein neuer Bekannter will mit dir reden.
  • Linus: Warum hängt ihr hier rum und beobachtet.
  • ?: geht dich nen Scheißdreck an.

Linus schaut ihm tief in die Augen. Blickt ihm in die Seele.

Die Madison (die Tote). Wie sie abtransportiert wurde.

  • Linus: ihr seid wegen Madison hier.
  • ?: woher weißt denn du das jetzt.
  • L: weil ich Dinge weis.
  • ?: sie ist nicht wieder rausgekommen. Der Krankenwagen hat sie reingebracht. Zu den Ärzten.
  • L: was ist denn passiert?
  • ?: haben ne neue Frau im Park getroffen und die gibt uns Essen. Und sie hat Medikamente von der gekauft. Und eins genommen und ist nicht mehr aufgestanden.
  • Brigitte: also gehört sie zu euch?
  • ?: ja, klar, sie ist die Chefin.
  • B: Wie heißt du?
  • ?: Ich heiß Nick, und wie heißt du?
  • B: Brigitte.
  • Fred: Miss Brigitte.
  • L (plötzlich leise): ich befürchte, Madison wird hier nicht mehr rauskommen. Die Medikamente waren vermutlich schlecht.
  • F: ihr könnt mir nicht die Frau zeigen, wo sie die Medikamente her hat?
  • Nick: ist immer mal wieder hier im Park.
  • F: wenn ihr uns anruft, wenn die Frau da ist, bringen wir euch was zu essen. Wie viele seid ihr?
  • L: wollt ihr Madison nochmal sehen? Wisst ihr, ob sie an Gott geglaubt hat?
  • N: was macht man denn mit Menschen, wenn sie tot sind?
  • B: auf den Friedhof.
  • L: sind da schon Leute reingekommen seitdem?
  • N: Aus der schwarzen Limousine sind eine Frau und ein Mann mit guten Anzügen reingegangen. Ansonsten ist keine rausgekommen. Vor allem die Madison nicht.
  • Solo: hatte Madison einen Glücksbringer oder so, das mit ihr begraben werden sollte.
  • N: eigentlich nur so was glitzerndes im Haar und so’n Anhänger.
  • L (drückt ihnen 50 Euro in die Hand): ihr holt euch jetzt was zu essen, setzt euch zusammen und redet über Madison.
  • B: und denkt an den Anruf.
  • L: wir sagen euch Bescheid, wenn es was neues gibt.
  • N: ich finde immernoch, wir sollten sie im Park begraben.

Linus schaut sich die Limousine an. Sauber. „Bundesbeamte“.

Dann redet er mit der Leichenbeschauerin, überzeugt sie, dass er für ein Buch recherchiert und eine Leiche sehen müsste. Sie lässt ihm einen Zettel mit dem Obduktionssaal da und holt sich einen Kaffee.

Fred will mit dazu, also folge ich ihm. Solo hält Wache.

Wir schauen durch die Bullaugen der Türen. In dem Raum mit der Frauenleiche ist ein Arzt. Wir diskutieren, wie wir reinkommen. Da drin reden auch Leute. Ich nehme ein Schnappsglas aus meiner Tasche und drücke es an die Tür. Oder versuche es: es rutscht mir aus den Händen und Linus fängt es im letzten Moment auf.

Wir verstecken uns im Raum nebenan.

  • ? (Männerstimme): was war das? Vielleicht doch von oben. Wir haben, was wir brauchen.
  • ? (Frauenstimme): vielen Dank für eure Kooperation. Ich hoffe, wir sehen uns nicht so bald wieder.

Linus beobachtet durch das Fenster zwei großgewachsene Menschen. Mann, breites Kreuz, volles Haar, durchtrainiert. Frau, dunkle Haare, Sportlerein. Graue Anzüge, die sehr gut sitzen. Sie hat eine Umhängetasche und kramt da grade noch was weg. Klein. Glänzend.

Schickt eine SMS an Solo.

  • SMS: die zwei Anzugträger gehen hoch.
  • SMS: wenn du das glänzende Ding in der Umhängetasche der Frau bekommst, würde uns das helfen.

Bleibt an ihnen dran. Sie steigen ins Auto und lassen den Motor aufheulen. Fahren aber dann im Verkehr.

Der Arzt schaut ihnen hinterher und geht dann zurück in seinen Obduktionsraum.

  • Arzt: endlich weg, dann kann ich endlich wieder arbeiten.

Linus geht an die Rezeption, um im anderen Obduktionssaal anzurufen. Da die Sekretärin mit dem Kaffee fertig ist, notiert er sich die Nummer und geht zur Telefonzelle beim Park.

Solo

Die Beamten schlängeln sich geschickt durch den Verkehr. Er bleibt dran.

Das Telefon im anderen Saal klingelt und der Arzt geht in den anderen Raum.

  • Linus: Bin da von der Kühlanlage, wir warten das.
  • ? (Arzt): sie sind hier in der Pathologie gelandet.
  • L: … da hat mir da der Mann im weißen Kittel …
  • ?: Ärzte
  • L: ah, das sind auch Ärzte, wenn die mit toten arbeiten?
  • ?: meistens die schlechten.
  • L: … ist da dann alles freigeräumt, wenn ich …
  • ?: ich kann dann …
  • L: haben sie nachts weniger Leichen da?
  • ?: die schlafen dann.
  • L: ha ha, verarschen kann ich mich selbst, habe eh Angst vor Zombies seit dem Film …
  • ?: keine Sorge, wenn wir mit ihnen fertig sind, haben die eh kein Hirn mehr
  • L: wie, meine Tante Martha hatte kein Gehirn mehr, als sie die begraben haben?!

Während sie reden, schleichen wir uns rein. Die Werkzeuge liegen neben der nackten Leiche der Frau. Daneben eine Kiste mit Klamotten.

Fred schaut sich ein Obduktionsprotokoll an. Aber nur Zeit und Ort und Bericht vom Krankenwagen. Ein Arzt hat den Tod festgestellt. Vermutung: Überdosis. Auf der zweiten Seite ist ein Übergabeformular, an die Polizeibehörde, unlesbar unterzeichnet. Halskette mit Brosche übergeben.

In ihrem Haar findet Fred einen Haarreif.

Wir wollen grade raus, aber irgendwas stimmt nicht.

Solo

Die Frau hat ihm gerade durch den Spiegel in die Augen geschaut.

Sie sieht nicht wie ein Junkie aus.

Ich schaue in ihren Mund. Da ist etwas weißes in ihrem Rachen. Eine dreiviertels aufgelöste Tablette. Groß.

Ich höre Atem. Die Leiche blickt mich an.

  • Brigitte: Fred, dreh dich um, ich hole die Kleidung.

Fred geht sofort raus.

Ich sorge dafür, dass Madison sich anzieht.

  • Madison: mir ist kalt.
  • Brigitte: dann ziehen Sie sich an.

Solo versucht, auf der übernächsten Kreuzung erst wieder dran zu hängen.

Fred verkeilt die Tür.

  • Brigitte: Madison, kommen Sie mit. Sie wollen hier keine Fragen beantworten.

Wir gehen die Treppen hoch, um nicht an die Empfangsdame zu geraten. Nehmen dann den Aufzug wieder runter und gehen raus. Madison zieht die Kapuze hoch.

Solo

Das Auto ist weggekommen. Solo ruft bei Fahrradkurieren an, um zu fragen, ob jemand das Auto gesehen hat.

Als wir zu Linus gehen, kommen Kinder über den Zaun geklettert. Rufen Madison.

  • Linus: Alle ruhig, mitkomen.

Madison fährt vorne mit, die Kinder hinten auf dem Wagen.

Wir halten in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet. Das Garagentor schließt sich. Ein großer Raum, Lichtkanal an der Decke, der Boden aus Beton, am Rand Holzbereiche abgetrennt, alles vollgestellt mit Kunstkram und eine Rampe nach oben in eine Küche mit Schreibtisch und Glastür zu einem Dachgarten und einem weiteren Raum. Viel selbstgebautes, grob verziert.

Die Hunde laufen in den Dachgarten.

Fred geht sofort an den Kühlschrank und beginnt zu kochen. Ich schicke die Kinder sofort an den Tisch.

Die Kinder tratschen.

  • Linus: Madison, was denkst du denn, was heute für ein Tag ist.
  • Fred: Wo hast du die Tablette her?
  • Madison: Von dieser alten Dame abgerippt.
  • F: du hast sie genommen, ohne dass sie es gemerkt hat? Du hast dann die Pille genommen und was war dann?
  • M: ich glaub’ ich hab mich dran verschluckt. Ich musste husten und husten, Nick hat mir noch aufden Rücken geschlagen und dann ist alles schwarz geworden.
  • L: Scheintod, eigentlich keine Sache, die seit dem 19. Jhdt. noch auftritt. Meine Notizen sagen mir, dass es ein paar Fälle gibt, wo Leute wieder aufgewacht sind.
  • Brigitte: wir können es dir nicht ersparen: warst stundenlang tot. Bist tot gemeldet.
  • M: ist ja gut, dann sucht micht keiner mehr.
  • L: was bringt dich dazu, mit den Kids auf der Straße zu leben?
  • M: irgendwer muss ja auf die Kids aufpassen.
  • L: war an dem Tag noch was komisches?
  • M: ich hab seit einiger Zeit Schwierigkeiten, mich an Dinge zu erinnern. Die letzte Woche oder so. Aber ich weiß, irgendwann kommt der richtige vorbei.
  • B: Sieben Kinder. Linus, das Buch hast du doch sicher im Schrank stehen. Vergifteten Apfel essen, sieben Zwerge, ähm. Kinder. Wir müssen zu Martha.

Martha lässt sieben Burger machen. Erzählt, dass es Madison und den Kindern bald wieder besser gehen wird.

  • Martha: wenn sie eine Weile hier im Diner bleibt, wird das schon alles wieder. Du nimmst doch keine Drogen mehr, oder?
  • Madison: Nein, nie wieder.

Wir zeigen Martha Haarreif und Tablette.

  • Martha: dann könnte ich gleich auch mit Madison, … aber das möchte ich nicht, das arme Kind.

Dann geht sie mit Fred nach hinten zu den Fritteusen.

  • Martha: bist du bereit?

Fred

Sie packt die Haarspange in die Fri

Du siehst dich selbst bei deiner Abendrunde, läufst um die Blocks, dann überholt dich eine ziemlich attraktive Läuferin, groß, athletisch, dunkler Haare, du versuchst dran zu bleiben, kann ja nicht sein, dass sie schneller ist, aber sie hat echt viel Ausdauer, verlierst sie aus den Augen.

Dann siehst du, dass da jemand am Rand liegt. Im Busch. Die Frau, verletzt an der Ecke. Musst niesen und spürst einen heftigen Stich. Ein Messer, das in deinem Bauch steckt.

Merkst wie die Kraft aus deinen Beinen fließt und du an der Stelle zusammenbrichst. Und die Frau aufspringt und davonläuft.

Die Zeit vergeht im Zeitraffer, bis dich Passanten finden, hilflos neben dir stehen, der Krankenwagen kommt, die Sanitäter dich auf eine Bahre heben. Aus dem Park wegfahren.

Die Tür geht auf und du siehst den Eingang eines Krankenhauses. Das St. Maries Cross. Dann trübt sich dein Blick.

„Bleiben Sie bei mir! Bleiben Sie bei mir! Nicht einschlafen!“

  • Martha: Oh, Schätzchen, das war ja wirklich … also … nicht schön.

In Fred’s Bauch ist eine nodürftig zusammengetackerte, halbwegs verheilte Wunde.

  • Linus: wenn du im Park Frauen verfolgst, bis sie zusammenbrechen, und dich dann über sie beugst, musst du damit rechnen, dass sie auf dich einstechen.

Martha wirft die Tablette in die Fritteuse und schaut dann seltsam. Blinzelt.

  • Martha: Die Tablette hatte jetzt keine große Auswirkung. Ich glaube, dass Miss White ganz gut klarkommen wird, wenn sie hierbleibt. Manche haben halt Glück mit ihren Mythen.
  • Fred: erwacht? Ich bin auch erwacht?
  • M: du hast ja gemerkt, dass da was ist.
  • Solo: ich glaube, die Stadt ist anders geworden.
  • Linus: Ja, die Stadt ist anders geworden. Wir haben dir ja das Diner gezeigt.

Linus telefoniert mit seiner Agentin, was es braucht, um einer Gruppe von Kindern und einer Betreuerin ein Heim zu geben.

Anhang

Brigitte (Birgit)

Mythos: Dryade — Logos: Verrentete Lehrerin

Immer fröhlich, in der Nachbarschaft verwurzelt, ihre Schüler fragen sie noch um Hilfe. Ihre Tochter ist erfolgreich in der Hochfinanz, will aber nichts mit ihr zu tun haben. Brigitte hatte sich immer um ihre Schüler gekümmert und die Tochter vernachlässigt. Die ist in Kokain abgerutscht, ohne dass sie Brigitte merkte, hat so reiche Leute kennengelernt, und ist dann in der Finanzwirtschaft gelandet.

Verzweifelte Mutter (Mission)

Bei meiner Tochter rehabilitieren.

A
Kontakte zu Finanzleuten
B
Zuckerbrot & Peitsche
C
Sekretärinnennetzwerk
I
Mehr Schein als Sein

A: ich bin eine schlechte Mutter.
C: Phasen der Verzweiflung

Nette alte Dame (Persönlichkeit)

Wir wollen doch alle nett sein.

A
Jeden Tag eine gute Tat
D
Autoritätsperson
C
Empathie

B: Grantig bei Autorität.

Biolehrerin (Training)

Ich mach das schon seit Jahren.

A
Schulwissen
E
Auge für Detail
F
Erfolgreiche Schülerin leitet Biotech-Labor

A: Altmodische Methoden.

Tanzende Dryade (Mobilität)

Wie kann ich Pflanzen schützen?

A
Pflanzen-Teleport
J
In Pflanze eintauchen
I
Pflanzen greifen zu

A: Werde pflanzenartiger.

Fred

Mythos: Hephaestos — Logos: Burgerbrater

Struppig blondes Haar.

Durch Tätigkeit zurück ins Leben (Routine)

Koch/Burgerbrater

C
Unauffälligkeit
F
Messerkunst
G
hohe Belastbarkeit
H
Gelassenheit/Stressresistenz

B: „Nur“ Burgerbrater.
D: mangelnder Ehrgeiz.

Zu viel Gewollt (Schlüsselerlebnis)

Das Experiment ist missglückt.

A
Wut
B
Lernfähig
H
Fatalismus

C: Schuldgefühl.

(Persönlichkeit)

Nur nicht auffallen

A
Bedrohlich, kalt
C
Empathie
J
Assimilation

D: maßlose Wut.

Herr der Flammen (Manifestation)

Wie kommt man zu einer gerechten Welt?

A
Feuer formen/kontrollieren
I
Gerechtigkeit ausüben
E
Selbst entflammen

A: Regen.

Linus Ole Sund

Mythos: Odin — Logos: Ausgebrannter Schriftsteller

Bei einem krassen Mord seine Partnerin verloren. Vorher sehr erfolgreich, bald verfilmte Fantasyreihe, nie fertiggeschrieben. Jetzt aber zurückgezogener Kauz mit seinen zwei Hunden im Atelier.

Alter Kauz mit zerzausten Haaren und zerzaustem Bart.

Will Rache für den Mord an seiner Frau. Cally, war übel zerfetzt.

Ich werde Kallis Mörder finden (Mission)

Ich werde sie finden und leiden lassen.

B
Menschen lesen
E
Dinge beobachten
C
Kontakte bei der Polizei

D: Fall ist abgeschlossen.

Genialer Künstler (Persönlichkeit)

Alles ist Kunst, immer ist Kunst.

A
Grenzenlos Kreativ
C
Inspirierender Redner
G
Buch der Eindrücke
B
natürliche Authorität

A: Ich muss das machen!
D: Wutausbrüche.

Kalli wurde ermordet (Schlüsselerlebnisse)

Seither ist die Welt grau.

A
Grenzenlose Wut
E
meine Hunde
F
Lerne zu kämpfen

A: Nichts ist fertig.

Versammler von Helden und Göttern (Erkenntnis)

Wo sind die Helden hin?

A
Fremde Erinnerungen (von Helden?)
C
Verborgene Geheimnisse
E
Vorausahnend kämpfen

A: Reizüberflutung.

Gruppe

  • Brigitte
  • Fred
  • Linus
  • Nico (Solo)

Personen

  • Stacy Spencer: Bedienung in Tom’s Hütte.
  • Martha: Geschäftsführung von Tom’s Hütte.
  • Ha-Joon: Koch der anderen Schicht von Tom’s Hütte.

Dr. Arne Babenhauserheide 2026-07-12 So 00:00 - Impressum - GPLv3 or later (code), cc by-sa (rest)    
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