Tanz mit der Schlange
Eine Earthdawn Kampagne: Chona, TâSkrang Schwertmeister, der Troll-Luftpirat Targ, der Windling-Heiler Quendan und die Windling-Tiermeisterin Sambucus Bingel haben sich auf einem Flussboot getroffen. Unser Weg beginnt mit der Suche nach Pilzen in einem Tempel im Dschungel.
Die Titel lege ich zu Beginn des Spielabends fest, ohne zu wissen, was passieren wird.
Treffen
Wir treffen uns auf dem Flussboot.
- Quendan, weil das Boot seines Niallâs fehlte.
- Targs Luftschiff ist abgestĂŒrzt.
- Sambucus Bingel ist auch da.
- Chona war dabei, gleicher Niall wie Quendan. Sein Spieler konnte aber in der ersten Runde nicht dabei sein, deswegen ist dieser Abschnitt kurz.
Auf dem Weg zum Berg, der plappernde Windling Skreet suchte tolle Abenteurer und hatte GratisgetrĂ€nke bei seinem Chef. Ălterer, hustender Zwerg Wyven, sehr nett und gebrechlich. Macht botanische Forschungen und sucht den Pilz Graukappenmatala. Seit der Plage nicht mehr gesehen.
Wollte eine Expedition zu einem Jaspree Tempel schicken, die nach dem Pilz sucht. FĂŒr 100 SilberstĂŒcke und ein Flussboot.
Mit Zwerg und Windling und zwei Mulis in den Dschungel. Ein sehr schönes Lager. Dann wurde ein Muli von Raubkatzen geschlagen.
Ich war auf dem Flussboot zu sehr von Rauschmitteln zu betÀubt und kam nach.
JĂ€ger
Quendan und Targ gehen irgendwas suchen. Sambucus hat auch nicht verstanden, was gerade passiert. Sie kommen kurz darauf zurĂŒck. Haben eine Fratze gesehen.
Targ meint, vielleicht ist es ein TâSkrang mit Maske. Verâjigor meint, solche Masken hĂ€tten Flussschiffer schon gehabt. Sie wollen mit der Maske wilder und gefĂ€hrlicher sein.
Quendan ruft von einem Ast auf TâSkrang: âHey du, stören wir dich bei der Jagd, oder jagst du uns?â
Die Maske kommt auf ihn zu und schaut ihn an.
Wyven hustet immer schlimmer, also schlagen wir das Lager schon frĂŒher auf. Es hat nur kurz geregnet.
Am Abend schauen sich Sambucus, Verâjigor und Quendan im Wald, wĂ€hrend Targ und ich erst mitten innerhalb einer Gruppe Wahnsinniger DĂ€monenbesessener merken, dass sie um uns stehen. Wahnsinnige â wir greifen an! Nur sind sie schneller. Targ wird von einem Speer durchbohrt.
Dann wird der Boden plötzlich rutschig, alle auĂer Targ stĂŒrzen, Targ schlĂ€gt noch einmal zu, trifft und stĂŒrzt dann auch. Die Angreifer robben zum Rand und verschwinden in den Wald.
Papageien sehen UV-Licht, hören Ultraschall wie Hunde und können Gift schmecken.
Quendan behandelt unsere Wunden.
In der Nacht schlÀft die zweite Wache ein. Skreet und ich wachen erst kurz vor Morgengrauen auf. Ich mache den Fehler zu fragen, was sie machen. Dann erzÀhlt er von seinen unterschiedlichen Indexen und so.
Dann hören wir eine Gruppe Fremder und Sambucus sieht einen Mann in Chitinverkleidung. Als wir ihn alle anschauen, kommt er auf uns zu und sagt, dass er JÀger ist. Rankar. Tiere zum Spaà töten will. Wie Quendan danach sagt, ist er ein Arsch.
Verâjigor sagt spĂ€ter, dass es Theraner waren. SklavenjĂ€ger. Wir ĂŒberlegen, ihnen Ărger zu machen, aber Skreet will gleich weiter.
Sambucus und Verâjigor finden einen Lagerplatz direkt am Tempel und wir richten uns im Wald vor dem Tempel fĂŒr die Nacht ein.
Pilze
Jasprees Ruinen. Die AuĂenwĂ€nde sind zum Teil zerbrochen. Figuren im Hof sind kaum zu erkennen, doch die Toröffnung in der Mauer ist von Abbildern eines GroĂvaterbaums abgeschlossen.
Aus dem alten Pflaster des Tempels sprieĂen bereits BĂ€ume und heben mit ihren Wurzeln das Pflaster. Wir wollen die Pilze finden.
Quendan und Sambucus fliegen vor, Targ und ich packen unsere AusrĂŒstung. Kurz vor dem Tempel bewegt sich eine der der Figuren â eine Gottesanbeterin â und schlĂ€gt Quendan aus der Luft zu Boden.
Und schlÀgt erneut zu. Mit zwei tiefen Krallenwunden wirft er einen Elementarpfeil gegen die Gottesanbeterin. Ihr Panzer raucht etwas, aber sonst passiert nicht viel. Keine Waffengleichheit.
Dann sagt Sambucus ihr, sie soll gehen, und die Gottesanbeterin geht in den Wald davon. Vielleicht doch Waffengleichheit.
WĂ€hrend wir den Hof durchsuchen und sichern, steht Quendan in den Flammen eines Feuers.
Wyven und Skreet haben auf uns gewartet, um gemeinsam in den Tempel zu gehen.
Im Tempel finden wir unter anderen einen zerbrochenen Altar mit einer Statue eines TâSkrang â wohl Jaspree â und zwei breite Treppen, die sich hinter dem Altar treffen und in die Tiefe fĂŒhren.
Die LichtschĂ€chte sind von BlĂ€ttern ĂŒberwuchert, so dass auĂer unserem Lichtkristall und unseren Fackeln nur schummriges grĂŒnes Licht in den Raum fĂ€llt.
Wyven hat ein TintenfÀsschen mit einem Ring am Finger und kratzt bereits mit einem Federkiel Notizen auf ein Pergament.
Die Treppen fĂŒhren in eine Höhle, breit genug fĂŒr drei nebeneinander Gehende â oder sechs Windlinge â mit reich verzierten Balken abgestĂŒtzt.
Es wird dunkler. Die Verzierungen im Boden wirken wie Schalter. Die mit Fallen verbunden warne. Oder sind. Targ meint, auf einem Weg wurden bereits alle ausgelöst. Und fĂŒhrt uns durch den sicheren Teil.
Vor einer noch scharfen Fallgrube bleibt er stehen. Eine Furche zwischen den Bodensteinen, ĂŒber vier Schritte hinweg.
Die Windlinge fliegen rĂŒber, dann entschĂ€rft Sambucus den Auslöser. Ich bitte Targ trotzdem, das Seil zu halten, aber die Falle hĂ€lt.
Wir kommen in eine Kammer, deren Boden von den Knochen einer riesigen Kreatur bedeckt ist. So breit wie die Tunnel und mindestens zehn Schritte lang.
Zwischen ihren Knochen liegen Knochen von Namensgebern. Die WĂ€nden sind ĂŒbersÀÀt mit Hieroglyphen und Piktogrammen von Jaspree. Dunkles Metall blĂ€ttert spröde von den Zeichen ab, als sei es zersetzt worden.
Keine Pilze sind zu sehen.
Der SchĂ€del ist so groĂ wie Targ. Ich will auf dem RĂŒckweg den SchĂ€del mitnehmen, aber Sambucus meint, ich sollte ihm seinen Frieden lassen.
Da kommt Verâjigor nach, der noch geschlafen hatte (noch nicht da war).
Zur linken fĂŒhrt ein Gang in eine Höhle, die WĂ€nde von leuchtendem Moos bedeckt und auf dem Boden wachsende Pilze. Aschgraue gefleckte Kappen. Ein Rinnsaal Wasser tritt aus einer Wand hervor und flieĂt durch Rillen im Boden davon.
Wyven eilt zu den Pilzen und beginnt sie zu untersuchen.
- Wyven: Es stimmt alles. Der Geruch! Die Schnittstelle! Der Geschmack! Das muss er sein! Skreet! Der Probenbeutel!
Skreet sammelt Pilze in einem geflochtenen Sack.
Skreet erzÀhlt Quendan, wie die Pilze gesammelt werden können.
Das ist zu einfach. Ein zweiter Ausgang ist verschĂŒttet â dort wurden Namensgeber von Steinen erschlagen.
Eine dritte Höhle sieht aus wie die erste, nur mit noch mehr Knochen auf dem Boden. Ich bewache ihren Eingang.
Als Wyven zufrieden ist, kommen wir unbeschadet wieder nach oben. Der Beutel scheint kaum etwas zu wiegen. Wyven will gleich im Tempelhof eine Probe nehmen. Er ist erschöpft. Wir gehen aber erst zurĂŒck zum Lager; Targ trĂ€gt ihn.
Sobald das Feuer brennt, macht Wyven eine Pilzsuppe.
- Quendan: Seid ihr sicher, dass das so sicher ist?
- Wyven: Ich habe mit Skreet ein altes Rezept gefunden.
Er probiert konzentriert von der Pilzsuppe wie ein Gourmet. Nach einer Minute schluckt er.
Der Pilz ist schleimig und die anderen meinen, er schmeckt erdig, aber nicht bitter. Ich esse als einziger nicht davon. Irgendwer muss ja ĂŒbrig bleiben.
Doch am nÀchsten morgen stinkt nur der Urin ganz furchtbar. Und Wyven geht es am nÀchsten morgen deutlich besser.
Auf dem RĂŒckweg leidet unsere AusrĂŒstung unter der Feuchtigkeit. Das Leder setzt sogar Schimmel an. Die Pausen sind von Putzen von AusrĂŒstung gefĂŒllt, wĂ€hrend wir einem Wasserlauf folgen.
Bei einer Bucht bewundert Sambucus das schöne Wasser. Weiter hinten sind verfallene HĂŒtten â auf das Wasser gebaut. Die meisten sind verlassen, aber aus einer blickt ein Namensgeber in unsere Richtung. Ein abgemagerter Elf.
Quendan fliegt in dessen Richtung, um ihm Hilfe anzubieten. Der Elf versucht sich zu verstecken.
- Quendan (auf Throal): Hey du, brauchst du Hilfe? Möchtest du eine Ration haben? Mein Essen ist leider ganz klein, weil ich ja ein Windling bin. Aber hier ist ein Keks.
Aus einem Loch in der Wand blickt der Elf ihn an. Das Licht beginnt bereits der DĂ€mmerung zu weichen. Es dauert eine Weile, dann tritt der Elf langsam in die Sicht. Seine Haut ist ĂŒbersÀÀt mit Kratzern und blauen Flecken.
Quendan wirft ihm einen in Tuch eingeschlagenen Keks zu, das der Elf sich vorsichtig nimmt und dann zurĂŒckspringt, um es zu essen.
- Der Elf (zeigt auf sich selbst): Vesrel.
Verâjigor kommt dazu und ĂŒbersetzt auf Elfisch. Das der Elf mehr oder weniger zu verstehen scheint. Er spricht wie die JĂ€ger.
Vesrel sagt, er ist seinem Herren Rankar entkommen. Er hat von einem Ort gehört, wo Sklaven frei leben können.
Wir bieten ihm an, ihn zumindest bis zum nÀchsten Dorf mitzunehmen und schlagen erst einmal ein Lager auf. Von Quendans magischem Essen isst er allerdings nicht und isst stattdessen Sambucus Trockenproviant.
Er fĂŒhlt sich nicht wohl damit, von einem Zauberer beschworenes Essen zu essen. Da weiĂ er nicht, was passiert.
Wyven fÀngt am nÀchsten Tag an, mit Vesrel zu sprechen. Und erzÀhlt ihm von den Segnungen der Zwerge, dem Ratsvertrag und dem freien Leben.
Er entspannt sich langsam und schlÀft sogar nachts.
Die Nacht vergeht mit Regen. Am nĂ€chsten Tag hören wir mittags Trommeln. Mit Sambucus Anleitung kommen wir auf einfacheren Pfaden voran, um den Trommeln zu entkommen. Wir hören sie hinter und neben uns, aber zum GlĂŒck nicht von vorn.
Dann hören wir KampfeslĂ€rm. Und dann Stille. Verâjigor schleicht sich in Richtung des vorherigen KampflĂ€rms und findet die Leichen eines Menschen, eines Orks und eines Elfen. Gut genĂ€hrt. Rankars Gruppe. ĂbersÀÀt von Speerwunden und gespickt mit Blasrohrpfeilen. Einer mit Schaum vorm Mund. Ihre Waffen und AusrĂŒstung fehlen.
Eine einzelne Spur eines Nicht-TâSkrang fĂŒhrt von dem Platz weg.
Eine Person kommt durch den Wald gerannt. Ich springe hinter einen Baum und die Person rennt an mir vorbei. Gehetzt. Rankar, mit dem RĂŒcken zu mir. Beschwert sich, dass die Wilden keinen fairen Zweikampf annehmen, und fragt, ob wir ihn eskortieren. Sambucus sagt klar nein und er geht in den Wald zurĂŒck.
Ich senke die Waffe wieder.
Wir versuchen selbst, den Jagdgruppen der TâSkrang zu zu entkommen, aber die Trommeln kommen nĂ€her und âŠ
⊠der Spielleiter fÀhrt nach Abschluss der Terminplanung herunter.
Echsen
Wir sind auf einem engen Pfad zwischen Unterholz. Ein Tâskrang Krieger mit Maske ruft uns zu, âbleibt stehen, wenn ihr leben wollt. Wer ist euer AnfĂŒhrer?â.
Quendan meint, es ist der Zwerg Wyven. Der so sehr hustet, dass am Ende Quendan spricht.
- âWir waren nur im Tempel.â
- âWarum wurde mir zugetragen, dass eine Gruppe von uns von Leuten wie euch angegriffen wurde?â
- âDas war ein MissverstĂ€ndnis.â
Er glaubt es nicht und springt in den Wald zurĂŒck. StöĂt einen kehligen Ruf aus.
Wir fliehen auf dem Pfad weiter. Kurz vor einer Lichtung warnen uns Sambucus und Verâjigor: es sitzen zwei Maskierte in den BĂ€umen.
Sambucus fliegt auf einen Baum, Verâjigor zieht den Bogen und trifft. Ich locke den Esel mit Wyven in Deckung.
Targ greift mit seiner riesigen Axt einen von zwei aus dem Wald Tretenden an.
Ein prĂ€chtigerer Tâskrang tritt hinter die beiden und schieĂt einen Blasrohrpfeil auf Targ.
Targ holt weit aus. Ich komme aber nicht vorbei; ziehe meine Bola. Treffe einen im Baum, aber er bleibt oben.
Quendan vereist wieder den Boden.
Sambucus flattert leise durch die Wipfel und schneidet einem in den BĂ€umen mit einem Schlag den Schwanz ab.
Ich laufe auf den Troll Targ los, ducke mich âBeine auseinander!â, tauche zwischen seinen Beinen durch, rutsche ĂŒber das Eis und stoĂe einem Tâskrang mein Breitschwert in die Brust.
âIhr könnt jetzt wieder gehen.â
Nach zwei GeschicklichkeitswĂŒrfeln, um zwischen den Beinen des Trolls durchzukommen ein Angriff mit 17 und 43 Schaden.
Ich versuche, nicht auszurutschen, um den Eindruck nicht zu zerstören.
Sambucus fliegt brĂŒllend zum gegenĂŒberliegenden Baum und schlĂ€gt erneut mit der Krallenhand zu. Der Tâskrang stĂŒrzt aus dem GeĂ€st.
Targ springt auf einen der maskierten auf der EisflĂ€che und stampft ihn in den Boden. Verâjigor erschlĂ€gt einen weiteren.
Der AnfĂŒhrer flieht ins Dickicht und wirft einen Beutel in unsere Richtung, aus dem eine Pilzwolke aufstĂ€ubt â aber nur Quendan, Wyven und Skreet zum Husten bringt.
Ich rufe hinterher: âkommt nicht wieder, sonst wird es schlimmer!â
Dann wagen wir den RĂŒckweg aus dem Dschungel in sich schnell senkender DĂŒsternis. Noch vor Mitternacht kommen wir auf die Felder und schlagen ein Lager auf.
Targ erholt sich wieder und gegen Mittag des nĂ€chsten Tages sind wir wieder in Goldufer, wo die Dorfbewohner Skreet und Wyven freudig grĂŒĂen â und uns mit ihnen.
Wyven geht in das Gasthaus - und schlĂ€ft sofort ein. Wir bekommen essen. Und nachdem der frĂŒhere Sklave in dem Gasthaus aufgenommen wird, gibt uns Wyven 100 SilberstĂŒcke und organisiert uns die Fahrt auf dem Flussboot Flinkwasser von KapitĂ€n Fjellraven, einer forschen Tâskrang.
Quendan kann auf dem Boot wieder kochen, wir haben also nichts zu befĂŒrchten.
Und wir reisen weiter den Schlangenfluss hinab.
Fluss
Wir reisen mit dem Flussboot Flinkwasser in Richtung KâTenshin. Quendan will dort fragen, ob sie unser verschollenes Flussboot Wellenschwinge gesehen haben.
Die KâTenshin kontrollieren den Zugang zu Travar. Sie akzeptieren Sklaverei und Namensgeberhandel und sind mit den Theranern alliiert.
Aus dem Fluss erheben sich 9 TĂŒrme wie ein Diamant, umgeben von gefĂŒllten Anlegestegen. Vielleicht brauchten sie die Theraner fĂŒr diese TĂŒrme.
Fjellraven zahlt die LiegegebĂŒhr und lĂ€sst das Schiff vertĂ€uen. Die Mannschaft ist beschĂ€ftigt. Fjellraven spricht mit Quendan. Dann gehen auch wir von Bord.
Die TĂŒr des östlichsten Turms steht offen, die Hafenmeisterei, daneben sitzt ein TâSkrang in aufwendiger Uniform und eine Schlange Namensgeber sprechen eins nach dem anderen am Tresen vor.
Quendan steht unruhig in der Schlange. Fliegt auf und ab, aber bleibt.
- TâSkrang: Moment, wir prĂŒfen die Akten. Wenn es hier vorbeigekommen ist, muss es einen Eintrag dazu geben. ⊠Das Schiff ist aufgrund einer ZollklĂ€rungsangelegenheit festgesetzt.
- Quendan: Und wo? Kann man da mit dem KapitÀn reden?
- T: Ob die Mannschaft da ist, kann ich nicht sagen. Am SĂŒdturm steht es. PrĂ€fektin TâSosann ist zustĂ€ndig.
- Q: Wer ist das?
- T: TâSosann arbeitet hier bei der Zollabfertigung fĂŒr DisputklĂ€rungen zwischen Handelsparteien.
- Q: Vielen Dank fĂŒr die Auskunft. Dann geh ich jetzt zum SĂŒdturm.
- T: Tun Sie das! Der nÀchste!
Sambucus macht sich auf den Weg, eine Unterkunft zu suchen.
Quendan wartet immer wieder ungeduldig, wĂ€hrend ich ein Seil suche, um mich ĂŒber den Fluss schwingen zu können.
Vor der vertĂ€uten Wellenschwinge halten zwei Angehörige des Hauses KâTenshin Wache.
- Quendan: Das ist das Boot von unserem Niall. Darf ich an Bord?
Sie lassen uns durch. ErzĂ€hlen, dass die KapitĂ€nin alles mit dem HĂ€ndler Jorkan geklĂ€rt war, dann kamen Wachen und der HĂ€ndler behauptete, wir hĂ€tten die Waren einfach genommen. Sie hatten es mit Leuten geklĂ€rt, die sagten, sie seien die Leute von Jorkan. KapitĂ€n und Maat dĂŒrfen nichtmal aufs Schiff. Die mĂŒssen im Gasthaus zum GrĂŒnen Wasser im Turm wohnen.
Es war ein guter Handel. Keine Ahnung, wo der Fisch unseres Niall jetzt ist.
Das Gasthaus zum GrĂŒnen Wasser ist eine Zwergenkneipe. Die unterschiedlichsten Sprachen und Dialekte mischen sich. Lange BĂ€nke, so dass alle nah beieinander sind.
KapitÀn ist nirgends, aber Maat Tarek sitzt dort. Altgedienter Bootsmann. Hellblaue Schuppen wie Wasser. Narben aus SchlÀgereien bedecken sein Gesicht.
- Tarek: Hat dich die Lahala geschickt?
- Quendan: ich sollte das Boot suchen.
- T: Das ist jetzt nicht so das Problem, was?
- Q: Warst du beim Kauf dabei?
- T: Es war schon ein bisschen komisch. Er war erst total interessiert. Hat ihnen Tia vorgestellt, die das klĂ€ren sollte. Wollt erstmal nicht, kam dann aber nach einem halben Tag wieder. Ihr Chef wĂŒrde die Ware doch kaufen wollen. Sie hieĂ Tia. Musste zĂŒgig gehen. Dann kam Jorkan und meinte, unser Niall hĂ€tte ihnen wĂ€r das Lager leergerĂ€umt. Der Vertrag war in der KajĂŒte â als der Zoll kam, war er aber nicht mehr da. Und der Zoll hat so viel zu tun.
Das Verladen hat abends echt lang gedauert und sie konnten erst morgens los. Vielleicht hat sich da einer reingeschlichen.
KapitÀnin Amak lÀsst sich erschöpft mit einem Krug Bier auf die Bank sinken. Betrachtet Tarek, bemerkt uns erst nicht.
- Amak: Ich hatte heute ein GesprĂ€ch mit PrĂ€fektin Zosan. Ich durchblicke nicht, was hier gespielt wird. Mehr Politik als gesund fĂŒr eine aufrechte TâSkrang ist. Ich wĂŒrde mich gern mit euch beraten. Zosan hat ein Angebot gemacht. Einen Vergleich. Die Angelegenheit kann gegen eine Zahlung an das Haus KâTenshin zu den Akten gelegt werden.
- Quendan: Und wahrscheinlich mĂŒssen wir gleich zahlen. Das ist offensichtlich Erpressung! Sie wollen Geld von uns.
- A: Ja. Das ist nicht meine Art. Sie haben zu viel Zeit mit Theranern verbracht. Wollen nur ihre Akte abgeschlossen haben. Wir können es uns nicht leisten, es uns mit der Administration hier zu verscherzen.
- Chona: Wenn wir das jetzt bezahlen und das nÀchste Mal wieder kommen, passiert das doch wieder.
- A: Ich glaube, dass nicht. Wir werden nicht wieder mit diesem Jorkan handeln.
- A: Beide Parteien mĂŒssen die GebĂŒhr zahlen, aber wer weiĂ, ob er die gleiche zahlt oder Rabatt hat. Wir haben drei Tage, um das Angebot zu ĂŒberdenken und das Silber aufzutreiben.
Wir wollen uns mit unseren VerbĂŒndeten beraten und jeden Abend einmal in der Zwergentaverne treffen. Die Handelskasse reicht nicht, um die GebĂŒhr zu bezahlen. Es wĂ€re also sogar Kredit.
Der Vertrag lag in der verschlossenen Dokumentenschatulle. Tia kam mit dem Vertrag und Amak hat die VertrÀge nicht lange gehalten. Vielleicht war er eine Illusion. Oder jemand hat die Schatulle geknackt. Sie beschreibt noch Jorkans Lagerhaus.
Verâjigor geht zur Handelsvertretung, um die Botschafterin zu treffen. Sie lĂ€dt ihn in einen ansprechenden Raum ein und schenkt zwei Becher zu trinken ein.
- Mabula: Darf ich euch willkommen heiĂen?
- Verâjigor: Vielen Dank, Exzellenz.
- M: Ihr hab neine Nachricht von Shivalle Halla fĂŒr mich?
- V: Hier treiben sich Theraner herum.
- M: Die nĂ€chste Zeit werden sie vorsichtiger zu Werke gehen. AuĂer eurer Unternehmung hört man wenig. Es wĂ€re vielleicht angemessen, wenn ich die Nachricht noch in eurem Beisein lese.
WĂ€hrend sie das Siegel bricht, bediehnt sich Verâjigor am Algenkonfekt.
- M: In der Tat, diese kurze Nachricht ist an euch adressiert.
Eine Aufforderung der Prophetin: âFolge Tia nach NadâKaranjiâ.
Sambucus und Targ suchen eine Herberge, finden einen 6-Personen Schlafsaal fĂŒr zwei Silber in Gronaks Palast. Zum Essen schöpft der Troll am Tresen direkt mit den GlĂ€sern aus dem Eimer â und mit den Schalen aus dem Eintopf. Sie essen am Ende das gerollte Brot.
Am Boot Flinkwasser treffen wir uns wieder und bitten sie, Verâjigor Bescheid zu sagen, dass wir in Gronaks Palast sind.
Als wir von den Problemen unseres Niall erzĂ€hlen, zeigt Verâjigor uns die Nachricht der Prophetin Shivalle Halla.
Wir beschlieĂen, gemeinsam nach NadâKaranji zu gehen, falls wir Tia hier nicht finden. Das ist tief im Dschungel â Sambucus und Targ stimmen zu, mitzukommen, wenn wir dorthin mĂŒssen.
Quendan stellt Verâjigor KapitĂ€nin Amak vor. Dann sucht Verâjigor nach Spuren an der Truhe â und findet ein Haar. Niemand aus unserem Niall hat Haare, also muss das die Diebin gewesen sein.
Er spĂŒrt mit seiner Magie, dass sie hier im SĂŒdturm gewesen sein muss. Quendan schickt Nibbs, die jĂŒngste in der Crew, uns andere zu holen.
Schildkröten
Ich war nicht da, daher ist das kurz.
In einem Gastraum haben wir den Dieb gefunden: Graf Grando. Er hat uns den Vertrag fĂŒr 250 Silber wieder verkauft, weil sein Auftraggeber (Tia) ihn hat sitzen lassen. Und er hat Sambucus bestohlen. Am nĂ€chsten Tag haben wir mit Verâjigor ein Boot gesucht, um Tia zu folgen.
Auf der Schelonida â von Schildkröten gezogen â reisen wir den Fluss hoch und arbeiten fĂŒr die Reise. Am Ruder steht ein Ork.
Den Garangar hinauf
Die Schelonida transportiert viele Namensgeber, vor allem TâSkrang. Wahrscheinlich heimische.
Alle Passagiere sind an Deck, nur der KapitĂ€n Averes hat eine KajĂŒte.
Eine immer wieder wechselnde Gruppe trifft sich um einen WĂŒrfelspieler. Ein Adept mit zwei Schwerten wild ThâArt genannt. Der Steuerork ist freundlich und offen.
Auf die zwei DoppelrĂŒmpfe der Schelonida ist ein Holzgitter gespannt. Als der Tag sich dem Ende zu neigt, ankert die Schelonida 20 Schritt vom Ufer und die Schildkröten ĂŒbernachten unter dem Gitter.
Quendan erschafft sein Festessen. Ein FischhĂ€ndler (Dalei) ĂŒberwindet als erstes seine Scheu, dann kommen einige der anderen Reisenden zum gemeinsamen Essen dazu.
- Dalei: Von der Flussfestung NadâKaranji ist der Hauptsitz der einflussreichsten Niall am Fluss, von Niall Daikara. Sie sorgen fĂŒr die Sicherheit hier. Und haben ein Handelsmonopol. Aber sie sind nicht das einzige Niall. Ich bin ein Freund der Nensora. Sie haben kein Dorf, sondern leben auf ihren Booten â aber seid vorsichtig mit ihrem Zuckerschnaps.
- Quendan: Wer bestimmt denn dann, wenn sie immer auf ihren Booten sind? Die Lahala oder die KapitÀninnen?
- Dalei: Sie leben auf dem Grasmeer. Wie ein See, aber mit vielen, vielen Inseln. Die Nentilor leben dagegen von Ackerbau in Dörfern und versorgen die meisten hier Lebenden mit Nahrung. Und weit am Oberlauf leben die Mahakroda, aber sie habe ich kaum getroffen. Sie hĂ€ngen an den Riten ihrer Vorfahren und bleiben unter sich. Seid ihr denn schon fĂŒr Expeditionen in den Dschungel ausgerĂŒstet?
Dalei kommt binnen kurzem mit einer geflochtenen Kiste zurĂŒck und packt in Tuch eingeschlagene GegenstĂ€nde aus. Ein Amulett aus grĂŒner Jade. Miteinander verschlungene Schlangen. Ein zweites ist aus Knochen geschnitzt. Eine Kröte, die den TrĂ€ger fĂŒr einige Zeit vor Insekten schĂŒtzen soll.
- Dalei: Auch die schmale Börse kann hiervon profitieren.
Sein drittes Amulett ist ein grĂ€ulicher Stein mit roten EinschlĂŒssen. Graviert mit einem Knotenmuster. Angeblich ein Schutz gegen von dunkler Magie berĂŒhrte Kreaturen. Zuletzt ein Amulett an einem Lederband, ein gravierter ockerfarbener Tropfen wie die Wasser des Flusses und ein gravierter schwarzer Tropfen drehen sich umeinander.
Quendan blickt die Amulette kritisch an. Blutamulette. Das Jadeamulett entlockt ihm einen interessierten Blick.
- Dalei: Es soll von einem Nensora gefertigt worden sein. Schevan. Man sagt, das Amulett trÀgt den Segen der Schlange in sich.
- Sambucus: Das ist doch Reisendenschund.
Dalei will 120 SilberstĂŒcke.
- Verâjigor: Ganz einfach, wenn du es haben willst, geben wir dir die Kohle und du verzichtest das nĂ€chste Mal auf deinen Anteil.
Ich drĂŒcke Quendan 40 SilberstĂŒcke in die Hand. Sambucus gibt ihm 20. Targ nochmal 40. Dann kommt Dalei schnell wieder. Nach einem Versuch zu handeln, zahlt Quendan 110 SilberstĂŒcke.
- Dalei: es wird dir sicher viel GlĂŒck bringen und ich hoffe, du wirst immer wieder daran denken, dass das hier eine gute Investition war.
Quendan versinkt sofort in dem Amulett.
Er wĂŒrfelt auf Halbmagie: was er ĂŒber Elementarmagie in diesem Amulett erfahren kann. 20.
Er spĂŒrt Eine starke Verbindung aus diesem Amulett zu einem mĂ€chtigen Wasserelementar. Ein kleiner Teil der Kraft des Elementars geht auf den TrĂ€ger und Nutzer des Amuletts ĂŒber.
Wir besprechen, was wir machen mĂŒssen, wenn etwas schief geht. Dann setzt Quendan sich das grĂŒne Schlangenamulett auf die Brust.
Das Amulett beginnt grĂŒnlich zu leuchten â wie Sonnenlicht, das durch das BlĂ€tterdach des Dschungels fĂ€llt.
Hinter uns stampft Dalai frustriert auf das Gitterdeck und geht dann weg.
Das Leuchten verblasst.
Nach einer Nacht in HĂ€ngematten geht es weiter. Dalei kommt noch einmal vorbei.
- Dalei: vielleicht habe ich etwas ĂŒbertrieben, was die WirkmĂ€chtigkeit dieses Amuletts angeht. Ich fĂŒhle mich verpflichtet, euch die RĂŒckgĂ€ngigmachung dieses Kaufs anzubieten.
- Quendan: wie ihr wisst, bin ich Windling und wir Windlinge können den Astralraum sehen und als Elementarist kann ich das auch untersuchen und ihr mĂŒsst euch wirklich keine Sorgen machen.
Quendan scheint gar nicht gemerkt zu haben, wie schön er Dalei Salz in die Wunde gerieben hat. Verâjigor konnte wie ich kaum das Kichern unterdrĂŒcken.
Die anderen schauen plötzlich zum Bug. Wo der Steuerork das Wasser beobachtet. Er erzĂ€hlt dann Quendan von irgendetwas. Die Farben sind falsch. Die MĂŒcken sind plötzlich so laut. Ich putze meine Waffen.
Der Ork heiĂt Kraut.
Als Sambucus mit dem KapitÀn redet, geht der KapitÀn irgendwann zum Steuerork.
- Averes: Geht es dir gut?
- Kraut: Der Fluss ist falsch.
- A: Ist das ein Problem fĂŒr uns?
- K: Ich weiĂ es nicht. Ich weiĂ es nicht.
KapitĂ€n Averes geht zurĂŒck zur KajĂŒte ohne noch was zu sagen.
Wir nĂ€hern uns drei aus dem Fluss ragenden SĂ€ulen mit Balkonen und Fenstern im Fels: die TĂŒrme von NadâKaranji, die aus der Stadt in der Tiefe nach oben ragt.
Einer der HĂ€ndler tritt zu Targ: âheute Nacht habe ich davon getrĂ€umt, dass wir die Stadt nicht lebend erreichen. Ich habe gedacht, dass uns die Henjoke erwischen.â
Die Schelonida legt an einem Ausleger am Turm zur Rechten an. Die meisten gehen von Bord, doch einige lassen ihre Habseligkeiten an Bord. Werden am nÀchsten Tag weider den Garangar aufwÀrts reisen.
- Averes: ihr habt GefĂ€hrten, die keine TâSkrang sind. Andere als TâSkrang mĂŒssen am Ufer im Besucherviertel ĂŒbernachten. Geht doch am Besten zur Taverne zum durstigen Fisch. Das ist unser Heimathafen. Morgen brechen wir eine Stunde nach Sonnenaufgang auf.
Es ist ein geschÀftige Abend. Einige arbeiten an ihren Booten, andere arbeiten am Ufer auf Feldern. Aus der Spitze des linken Turms ragt eine Feuerkanone.
- Sambucus: ist das normal, dass die so heftige Waffen haben?
Das ist wohl wirklich eine Festung. Wir wollen erzÀhlen, dass wir die GreifenfÀlle suchen. Und dass Sambucus uns angeheuert hat, um einen Dschungelgreifen zÀhmen zu können.
In der ersten Taverne erzĂ€hlt der Wirt Verâjigor, dass Tia hier Probleme gemacht hat. Sie hat behauptet, eine Nensora zu sein. Die Wachen haben sie festgesetzt, aber sie ist enkommen. Vielleicht könnte uns aber der Schamane Udan Apar weiterhelfen. Er ist der spirituelle Leiter der Stadt und kommuniziert mit den Geistern des Waldes und des Flusses.
Udan Apar hat eine HĂŒtte am Ufer. Der Wirt weiĂ allerdings nicht, wo er gerade ist.
JagdglĂŒck
Die Nachbarn von Udan Apar sagen, er sei vor ein paar Tagen in den Dschungel gegangen und noch nicht wieder zurĂŒck. Seine HĂŒtte ist kaum mehr als ein Unterstand mit einer HĂ€ngematte, einer Sitzbank und ein paar Tonschalen.
Verâjigor versucht, ihn ĂŒber die Schalen zu suchen, die Spuren sind allerdings kalt.
Als die Sonne sinkt, tritt aber ein spĂ€rlich bekleideter TâSkrang ĂŒber das Ufer auf die HĂŒtte zu. Seine Schuppen sind unter getrocknetem Uferschlamm verborgen.
Er ist nicht ĂŒberrascht: die Geister haben ihm gesagt, dass er gebraucht wird. Nachdem er seinen Stab in seine HĂŒtte gestellt hat, sprechen wir.
Verâjigor meint, es sei jetzt auch unsere Prophezeihung, also sind wir jetzt wohl alle im Namen der Prophetin unterwegs.
- Udan: Die Geister haben sich nicht so deutlich geĂ€uĂert, aber irgendwas geht hier vor, und ich bin sicher, dass sich auch die Shivalle Halla dessen bewusst war. Die Geister sind beunruhigt. Das kann nichts Gutes bedeuten fĂŒr die Nialls, die hier leben.
Er rÀt uns, weiter den Fluss hochzureisen.
- Quendan: Ich kann was zu essen machen, und wenn ich darf, hÀtte ich gerne noch ein paar andere Sachen gewusst, die nichts mit Prophezeihungen zu tun haben.
Er zeigt nach dem Kochen das Amulett in seiner Brust. Udan streicht ĂŒber das Amulett.
- Udan: Ich spĂŒre, dass wer immer es erschaffen hat, ihm eine Verbindung mit Shivoam mitgegeben hat.
- Quendan: Ich rede viel mit Elementaren und wĂŒsste gern, wie es mit den Geistern ist.
- Udan: Meine Disziplin ist der Elementarist. Ich handle hier nur als Schamane.
Quendan meint, dass sie hier eine in anderen TâSkrang-Gruppen verlorene Art des Schamanismus praktizieren. Spirituell mit den fĂŒnf Elementen. Shivoam ist die mĂ€chtigste EntitĂ€t. Nicht nur Wasser, sondern alle Elemente. Und flieĂt ĂŒberall in Barsaive, nicht nur hier im Garangar.
Am nÀchsten morgen brechen wir mit KapitÀn Averes weiter Richtung Nentilor. Zu den Bauern.
Ein TâSkrang mit dunkelgrĂŒnen Schuppen spricht uns schon beim Aufbruch an. TelâDain. Fragt uns, woher wir kommen.
Der HÀndler Dalai fÀhrt auch weiter mit. An Deck ist nur noch wenig Ware. Die Schildkröten ziehen uns in die Mitte des Flusses, und es geht weiter nach Nordosten, schrÀg zur aufgehenden Sonne.
Der Regen nimmt zu. Quendan sitzt unter einer Plane. Dann ruft jemand âSchiffâ â aber wir sehen kein Schiff.
Der HĂ€ndler Dalai versteckt sich hinter Targ. Spricht von den stummen Flusspiraten Henjoke.
- Dalai: Sie sprechen niemals und selten lassen sie ĂŒberlebende zurĂŒck. Und ihr hĂ€ttet vielleicht eine Chance, mit dem Leben davonzukommen. Aber ich ⊠man kann mit ihnen nichtmal verhandeln.
Aber nichts geschieht. Die Anspannung löst sich langsam wieder. Die Mannschaft steckt die Waffen wieder weg. Nicht zu weit, aber doch aus den HÀnden.
Der Steuerork sagt dem KapitĂ€n, dass er sich Sorgen um Kala macht. Eine der Schildkröten. Sambucus hilft ihnen. Sie hat sich an einem StĂŒck Treibgut verletzt. Wir bleiben bis zum nĂ€chsten Morgen hier.
Dalai fragt Quendan nach Essen.
Wir laufen durch den Dschungel, finden allerdings nichts.
ZurĂŒck auf dem Schiff geht die Sonne bereits unter. Dann schwimmt eine Leiche auf das Boot zu. Und kurz darauf eine Nebelwand.
Quendan fliegt der Nebelwand entgegen und wird von einem Schwarm Pfeile getroffen. Verâjigor springt Quendan hinterher ins Wasser und schieĂt pfeilschnell durch die Fluten. Sein Schwanz peitscht die Strömung und bringt beide fast zum Ufer.
Die Schelonida liegt weiter still. Pfeile treffen einige auf Deck.
Ich ziehe ein Plane zwischen zwei Kisten, als Sichtschutz. Targ wehrt Pfeile mit dem Schild ab.
Dann tritt KapitĂ€n Averes aufs Deck und ruft, dass er verhandeln will. Ich springe sofort los, versuche ihn zu Boden zu reiĂen, aber er steht standhaft. Bis ihn ein Schwarm Pfeile trifft. Averes bricht zu Boden.
- Chona: Da kommt Eis! Sie wollen entern! Targ, ich brauch dich hier!
Vier TâSkrang treten aus dem Nebel auf das Eis. Targ springt unter sie und schlĂ€gt einem die Ast in die Brust. Einer der sechs dreht sich zu mir um, als ich ihn beleidige. Ich laufe ihm entgegen, erwische ihn mit dem Breitschwert. Targ löst sich von den anderen fĂŒnf und schlĂ€gt meinen Gegner nieder.
Eine TâSkrang, eine groĂe Narbe im Gesicht, zwei verziehrte Schwerter, die klingen als sie ĂŒber das Eis schleifen.
Ein Netz trifft uns und fesselt uns zusammen. Dann springt Targ ans Ufer und reiĂt mich mit.
Als wir uns zwischen den Ăsten aus dem Netz befreit haben, werfen gerade die letzten beiden Crewmitglieder die Waffen von sich und folgen den Angreifern in den Nebel.
Quendan wacht wieder auf. Und aus dem Fluss steigen der Steuerork Kraut und der TâSkrang TelâDain aus der Besatzung.
- TelâDain: Wir mĂŒssen so schnell wie möglich nach Nentilor.
Gehen weiter weg vom Ufer und Quendan beobachtet aus einem Baumwipfel wie sich in der Nebelwand elementare Magie entlÀdt und eine Kugel elementarer Macht die Schelonida einfriert und zersplittern lÀsst.
Die Nebelwand verschwindet FlussaufwĂ€rts. Sambucus sucht nach den Schildkröten. Sie sind zum GlĂŒck gesund.
- TelâDain: Sie werden vermutlich den Weg nach NadâKaranji suchen.
Ăber das Loot sprechen wir das nĂ€chste Mal.
Schleichpfad
Quendan ist nicht da.
Die Schildkröten sind sicher, also sucht Sambucus nach den Resten unserer Habseligkeiten auf dem Wrack.
Ihre Astralsicht zeigt den Korb von Dalai, den er jetzt nicht mehr braucht. Wir nehmen die Blutamulette mit. Und alles andere magische von ihm.
TelâDain kennt den Weg nach Nentilor. Wir brauchen wohl drei Tage.
Sambucus schickt ihren Ara (Vogel) vor und wir suchen einen Lagerplatz.
WĂ€hrend wir Rasten, findet Verâjigor Spuren von TâSkrang, die vom Fluss in den Wald ziehen, aber Sambucus und TelâDain meinen beide, dass wir wichtigeres machen mĂŒssen.
Es wird wieder spĂ€ter Nachmittag, als der Ara Sambucus ruft. Er heiĂt Drana. Eine blutĂŒberzogene Statue steht dort. Mit frischem Blut. Wir weichen ihr aus. Sambucus und Verâjigor finden, es ist nicht an der Zeit, Helden zu sein. Am Abend schlafen Sambucus und ich ein, bevor wir noch richtig angekommen sind. Tief in der Nacht weckt mich Verâjigor fĂŒr die Wache. Kaum schlĂ€ft er, wird es schon wieder hell. Ich bin auf der Wache eingeschlafen.
An einem Pfad finden wir wieder eine Statue, bestrichen mit Àlterem Blut. Sambucus versucht, in den Astralraum zu blicken, aber erfolglos. Sie sagt, dass es Namensgeberblut ist.
Der Pfad fĂŒhrt auf einen HĂŒgel empor. Ein Wildwechsel fĂŒhrt an dem HĂŒgel vorbei. Diesmal gewinnt unsere Neugier und wir folgen dem Pfad. Sambucus und Verâjigor zumindest. Wir lauteren bleiben etwas zurĂŒck.
Die Kuppe des HĂŒgels wird von einem Kultplatz eingenommen. FĂŒnf hölzerene PfĂ€hle, mit Symbolen verziert. Auf dreien sind TâSkrang aufgespieĂt.
Diesmal sieht Sambucus den Astralraum und nÀhert sich den PfÀhlen. An dem Ort gibt es sehr alte Magie. Blutmagie. Von den PfÀhlen. Aus jedem Busch, aus jedem Baum scheint ein Geist zu schauen, verschwinden aber, wenn sie sie anblickt.
- TelâDain: Einige DschungeltâskrangstĂ€mme bringen Geistern des Dschungels Blutopfer. Meist sehr primitive: mit denen handelt kaum jemand.
Wir kehren um und folgen dem Trampelpfad.
Am nĂ€chsten Abend entdecken wir eine Lichtung neben einem Lagerplatz. Als hĂ€tte der Bewuchs einfach gestoppt. In der Mitte ist ein riesiges Loch, 30 Schritte im Durchmesser. Dahinter einige HĂŒtten.
Ich betrete die Lichtung. In der einsetzenden DĂ€mmerung sehe ich verrostete Werkzeuge auf dem Boden. Hacken. HĂ€mmer. MeiĂel. Ich hebe einen Hammer auf und gehe zu dem Loch. Blicke hinein. Ich kann den Boden erkennen. Vielleicht 20 Schritt unter mir. Eine Rampe fĂŒhrt in Spiralen nach unten. SchĂ€chte gehen an den Seiten ab.
Der Holzgriff des Hammers ist moosbedeckt, aber erhalten. Das Metall ist ziemlich verrostet.
Sambucus fliegt ĂŒber das Loch zu den HĂŒtten. Aufgegeben, dem Verfall preisgegeben, verrottet. Vielleicht als Lager genutzt. Verâjigor will nicht in den HĂŒtten ĂŒbernachten.
Wir schlagen ein Lager auf. Im ersten Licht des Morgens wirkt das Lager gar nicht mehr so gefÀhrlich.
Wir steigen hinab auf den Grund der Grube. Hier wurde grĂŒne Jade gefördert. Einige Splitter liegen noch im Lehm. Doch auf dem Grund wurde ein steinerner Sockel ausgegraben, graviert mit unbekannten Runen und umgeben von aufgerichteten Steinen. Und mit alten blutigen Runen ergĂ€nzt.
Quendan erkennt es als alten Ritualplatz. Von vor der Plage. Geschaffen, um Geister des Dschungels zu beschwören.
Wir verlassen die Grube und lesen dabei Jadesteinchen auf.
Wir finden einen felsigen Weg, der in den Dschungel fĂŒhrt. Wir kommen auf höheres GelĂ€nde und sehen manchmal sogar den Garangar. Binnen weniger Stunden erreichen wir bewirtschaftete Felder. Ein Dorf mit ein paar dutzend TâSkrang. Jetzt mĂŒssten wir bald das Niall Nentilor erreichen.
Eine knappe Stunde spĂ€ter erreichen wir das Niall selbst. Auf dem fruchtbaren Uferboden sind Ăcker angelegt, dazwischen stehen HĂŒtten fĂŒr etwa 200 TâSkrang. Felsnadeln einer unterirdischen Behausung stoĂen aus den Fluten des Flusses.
- TelâDain: Ich werde mit Kraut so schnell wie möglich zurĂŒck nach NadâKaranji reisen. Es wĂ€re sehr gut, wenn ihr der Lahala Nentilor berichtet könntet.
Er reist mit einem Kanu los. Wir werden in einer HĂŒtte untergebracht und nach etwa einer halben Stunde bringt uns jemand etwas eingelegten Fisch, einen Salat aus Algen und etwas Obst.
Es beginnt zu dĂ€mmern und eine TâSkrang betritt die HĂŒtte. Sekarin. Sie trĂ€gt einfache, aber elegante Kleidung, und sehr kĂŒnstlerische JadeschmuckstĂŒcke.
- Sekarin: Ich habe erfahren, dass ihr auf dem Weg hierher ĂŒberfallen worden seid. Es wurde mir berichtet, es war ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. Nicht der ĂŒbliche Ablauf von Piraten. Die Lahala ist heute Abend bereits verhindert. Ist es in Ordnung, wenn ich ein Treffen mit einigen einberufe?
- Sekarin: Ich wĂŒrde euch morgen frĂŒh abholen. Galens Segen möge ĂŒber diesem Haus ruhen. Hier kann euch nichts geschehen.
Keine Rast
Am morgen bringt ein freundlicher TâSkrang Essen.
- Sambucus: Ist das schön, nach langem Weg in der Wildnis FrĂŒhstĂŒck ans Bett zu bekommen!
Wir sehen Behausungen am Flussufer fĂŒr etwa 80 Leute, nur TâSkrang, und zusĂ€tzlich drei Felsnadeln aus dem Wasser ragen, es gibt also Kuppeln unter Wasser.
Als Quendan fragt, sagt ihm jemand, dass die Kuppeln kaputt sind. Sie hatten eine Weile keine Elementaristin im Dorf. Vor zwei Generation hatten sie ĂŒber einige Zeit niemanden, der den Ruf der Disziplin gehört hat. Sie haben jetzt fĂŒnf Adepten im Dorf â ganz schön viele.
Die Lahala des Dorfes ist Elementaristin und baut die Bauwerke der Vorfahren wieder auf, die sie auch wĂ€hrend der Plage beschĂŒtzt haben.
- Quendan: Wir lieben Geschichten
- Takeno: Unsere Nialls gibt es ja schon ewig. Die Nensora wurden vor der Plage heftig von DĂ€monenkreaturen angegriffen und mussten aus ihrem Land fliehen. Sie hatten ja eh kein festes Niall â eher ein reisendes Volk. Die Niall hatte den Nensora angeboten, den langen Schlaf in ihren Kuppeln zu verbringen, deswegen sind sie sich eng verbunden. Danach wollten sie aber wieder ihre eigene Kultur leben und die Nensora sind wieder in ihre angestammten Gebiete zurĂŒckgezogen. Und um so wichtiger sind die Kuppeln fĂŒr sie.
- Quendan: hatten die Nensora keine Elementaristen?
- Takeno: Es ist ja auch viel Arbeit. Sie hĂ€tten sicher geholfen â wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann auf die Freundschaft der Nensora.
- Sambucus: Wie heiĂt denn eure Lahala?
- Takeno: Sie heiĂt Lahala. Mit der Ăbernahme des Amtes legt die Lahala ihren frĂŒheren Namen ab. Ab dem Zeitpunkt da sie die Erinnerungen ihrer VorgĂ€ngerinnen ĂŒbernimmt, ist sie nur noch die Lahala Nentilor. Sie tragen alle diesen Namen, der sie ĂŒber die Zeiten hinweg verbindet.
Einige wohnen schon wieder in den Kuppeln. Die Mittlere Kuppel ist wieder weitgehend repariert.
Ich erzĂ€hle von dem Piratenangriff, beiĂe mir aber noch auf die Zunge und erzĂ€hle nur von einer Ăbermacht.
- Takeno: von allen Nialls am Fluss haben wir gerade GĂ€ste da, dann wissen gleich alle Bescheid.
Kaum ist er gegangen, taucht Sekarin auf und holt uns ab zur Lahala. Sie springt ins Wasser und wir stehen kurz am Rand. Ich tauche kurz hinterher um zu sehen, wie tief es runtergeht.
Nachdem Verâjigor auch wach ist, packe ich Quendan und er packt Sambucus. Targ taucht selbst hinunter und wir tauchen aus dem Teich unter der Kuppel wieder auf. Sekarin empfĂ€ngt uns und reicht TĂŒcher zum Trocknen.
Die Kuppeln sehen noch in Arbeit aus. Werkzeuge liegen hier, HÀmmer und SÀgen sind zu hören und der Geruch von Harz mischt sich mit Resten von Moder.
An den SchlafrĂ€umen vorbei kommen wir zu einem Tisch vor einer Wand mit Skizzen und PlĂ€nen. Dahinter webt eine TâSkrang einen Zauber auf die AuĂenwand vor ihr. Sie webt wahre Elemente in sie hinein.
Ich erzĂ€hle kurz, wie der Ăberfall ablief. Die Lahala antwortet, dass sie schon Ă€hnliche Angriffe auf ihre Dörfer hatten.
Sie nimmt einen Tunnel, der in einer kleinen HĂŒtte endet. Von dort gehen wir zu einem verzierten Rathaus, rund mit Schilfdach. Ein Muschelperlenvorhang hĂ€ngt in der Ăffnung.
Im Rathaus brennt ein Feuer und der Wand steht ein Thron aus Schilf. Viele Skrang sitzen im Raum und trinken Tee aus einem Topf ĂŒber dem Feuer. Die Lahala lĂ€sst den Muschelvorhang hinter uns zufallen und lĂ€sst sich nieder, ihren Amtsstab in der Hand.
Wir suchen uns einen Platz im Rat. Als die Lahala Nentilor ihren Stab auf den Boden stöĂt, verstummt das Gemurbel und sie ergreift das Wort.
- Lahala: er reiht sich ein in eine Reihe besorgniserregender ĂberfĂ€lle, auch auf die ĂŒbrigen Nialls hier am Fluss.
Wir erzĂ€hlen unsere Erfahrungen mit dem Ăberfall und Sambucus spricht noch von den RitualplĂ€tzen.
Ein grĂŒnblĂ€ulicher Skrang antwortet energisch: Das sind die Primitven im Dschungel. Wir meiden sie. Sie haben das Sprechen verlernt, spitzen sich die ZĂ€hne an und reiĂen ihren Opfern das Fleisch von den Knochen. Sie verlassen ihr Revier aber nicht.
Die Lahala bittet die anderen, von den anderen VorfÀllen zu erzÀhlen.
Eine Gruppe trĂ€gt den Kleidungsstil der Daikara. Eine weitere Gruppe trĂ€gt nicht gemeinsames â die Nensora â und eine trĂ€gt sehr einfache Kleidung. Funktional. Eher primitiver. Dazu einige der Nentilor. Gerade die sprechen von vier ĂberfĂ€llen auf Dörfer der Nentilor in der Umgebung: Okra von den Mahakroda spricht von einem Ăberfall auf eines ihrer Jagdkanus. Die Nensora konnten fliehen. Bisher konnte noch kein Zauberkundiger den Nebel untersuchen.
- Quendan: Ich habe den Nebel zumindest von Nahem gesehen und weiĂ zumindest, dass es Elementarmagie ist. Dann haben mich die Pfeile getroffen und ich habe nichts mehr gesehen.
- Verâjigor: Und dann mussten wir dich aus dem Wasser ziehen.
- Lahala: Nalun, sei so nett und hol eine Tafel und lass uns sehen, wo die ĂberfĂ€lle stattgefunden haben.
Der TâSkrang rollt eine Karte aus und die Sichtungen werden gemeinsam eingetragen. Sie nĂ€hern sich immer weiter an das Niall an. Die erste Sichtung war FlussaufwĂ€rts.
Die Angreifer waren viele. Zwischen 10 und 20.
Aus den Dörfern haben sie auch viele verschleppt. Vielleicht SklavenjÀger.
- Lahala: Die Magie ist auffÀllig. Es könnten Theranische SklavenhÀndler sein.
- Ein Nensora: Vielleicht waren es auch die KâTenschin! Vielleicht wollen die neue Kampftaktiken testen und Sklavenhandel lehnen sie auch nicht ab.
Niemand hat diese Schiffe jemals gesehen.
- Einer der Daikara: Ich verbitte mir Anschuldigungen gegen das Haus KâTenschin.
- Quendan: Dass nie jemand das Schiff gesehen hat; hĂ€ttet ihr nicht eigentlich das Schiff sehen mĂŒssen?
Die Angriffe waren alle in den letzten sieben Tagen. Es gab keine gleichzeitigen Angriffe, aber fast jeden Tag einen.
Die Lahala schlĂ€gt vor, sich zurĂŒckzuziehen.
- Nalun: Wir können doch kÀmpfen! Ich habe unsere Leute trainiert! Wir haben 30 KÀmpfenden!
- Finscha: Du hast 30 Bauern, die sich nicht selbst aufspieĂen.
- ??: Ihr könnt auch nach NadâKaranji kommen. Niemand kann es einnehmen.
- ??: Geht in den Dschungel. Der Dschungel ist groĂ und weit. Da finden sie euch nie!
- Sambucus: Aber wer denn? WĂ€re das nicht auch wichtig zu wissen?
- Quendan: Ihr mĂŒsst doch wissen, wann ihr wieder herkommen dĂŒrft?
- Sambucus: Was macht euer Dorf so attraktiv?
- Lahala: Wir sind das nĂ€chstgröĂere. Sambucus, ihr habt eine andere Meinung?
- Sambucus: Es interessiert mich, was dahintersteckt. Ich versuche einfach ein bisschen Licht in den Nebel zu bringen.
- Lahala: Am Ende ist es meine Entscheidung, eure Meinungen sind aber sehr interessant. Die Frage ist spannend, aber ihr seht sicher ein, dass ich die Antwort nicht mit dem Blut meines Volkes bezahlen muss.
Die Nensora kennen viele der Nebenarme.
- Quendan: Da drĂŒben steht Targ und der wurde fast ĂŒberwĂ€ltigt von den Angreifern. Auch mit Chona hat er es nicht geschafft.
- Verâjigor: Bei einer Verteidigung wĂ€ren uns diese Amateure im Weg.
Wir diskutieren eine Weile, erzÀhlen noch von der Waffe, bis die Lahala eine Entscheidung trifft.
- Lahala: KapitĂ€n Hekae, KapitĂ€nin Indra, fahrt die Schiffe mit den Alten und Kranken nach NadâKaranji. Die Schiffe mĂŒssen wir in Sicherheit bringen. Sie könnten wir nicht leicht wieder auf bauen.
Sie bittet die Nensora, die Schiffe versteckt durch Nebenarme zu fĂŒhren. Die anderen ziehen sich vor dem Abend in den Dschungel zurĂŒck. Nalun trommelt die Miliz zusammen. Finscha sammelt mit Sekarin Handwerker ein, um die Bauern zu finden und in den Dschungel zu schicken.
Wir sind der Diebin Tia noch nicht nĂ€her gekommen. Eigentlich rief die Prophetin Verâjigor nur auf, Tia nach NadâKaranji folgen. Die Daikara hielten sie fĂŒr eine Nensora.
Die Gesuchte Tia wurde hier nicht gesehen.
Quendan erzÀhlt der Lahala, dass der Schamane Udan von beunruhigten Geistern des Flusses gesprochen hat. Und ob sie vielleicht eine Idee hat, wie das Schiff so viel Magie finden könnte. Ob sie einen Elementar beschwören könnte, der den Weg weisen könnte.
- Lahala: Was wĂŒrdet ihr hoffen zu erfahren?
- Quendan: Ich wĂŒrde gerne wissen, wo das Schiff herkommt, und den Ort kennenlernen, an dem es vor Anker liegt. Dem Schiff aufzulauern und zu folgen klingt schwierig.
- Lahala: Wer dahinter steckt muss ĂŒber beachtliche magische FĂ€higkeiten verfĂŒgen. Ein Elementar in der Macht, wie ich ihn beschwören könnte, wĂ€re nur fĂŒr begrenzte Zeite eine Hilfe.
Sie besprechen, dass Lahala ein Wasserelementar beschwören wird, das dem Schiff folgt, und uns den Weg sagen kann.
Und dass Sekarin und Versorgung geben wird. Und Quendan fragt nach Tia.
- Lahala: Ich erinnere mich vor einigen Jahren eine TâSkrang eines solchen Namens getroffen zu haben. Sie schien recht abenteuerlustig, auf einem Pfad, der sie vom Galaga wegfĂŒhren wĂŒrde.
Sie geben uns noch Verpflegung und als die DĂ€mmerung herinbricht werden Lampen entzĂŒndet. Einige tragen die Eier des Nialls und dann ziehen sie in den Dschungel.
Am Ufer des Galanga tritt die Lahala noch einmal zu uns und ruft aus den gelben Wassern des Flusses einen Elementar, der uns helfen kann. Dann planen wir.
Wir warten versteckt auf das Schiff. Sambucus schickt wie den Elementar seinen Vogel zur Beobachtung des Schiffes. Und wir verstecken ein groĂes Kanu im Unterholz.
Nebel
Die Nacht ist hereingebrochen. Die GerĂ€usche des Dschungels ĂŒbertönen fast das PlĂ€tschern des Wassers. Der Wasserelementar schwebt als gelblich-braune Kugel zwischen uns.
Im Dorf entzĂŒnden wir die drei groĂen Ăllaternen, damit es nicht verlassen wirkt. Wenn sich eine Gelegenheit bietet, wollen wir einen fangen.
In einer der HĂŒtten schieben wir eine Raumabtrennung etwas vor, um dahinter auĂer Sicht zu sein. Targ legt sich ins hohe Gras auf den HĂŒgeln.
Nach einigen Stunden verschwindet der Elementar. Es ist tiefe Nacht.
Als der Morgen graut, wabert eine Nebelwolke den Galanga aufwÀrts.
Die Wolke kommt bis an das Ende der Insel, dann vereist der Fluss. Ein Geschoss fliegt aus dem Nebel neben die Spitzen der Wohnhöhlen. Eine WasserfontĂ€ne spritzt auf. Gruppen von TâKrang kommen auf dem SĂŒdufer aus dem Nebel. Etwa 30 TâSkrang. Aus dem Dschungel kommen ihnen zwei entgegen.
Dann teilen sich die 30 in drei Gruppen auf und folgen dem Niall in den Dschungel. Sambucus hÀngt seinem Ara Drana eine Nachricht ans Bein und schickt sie, um die Dorfbewohner zu warnen.
Verâjigor erkennt die zwei aus dem Dschungel, die Targ gesehen hat. Es sind die beiden Mahakroda-TâSkrang, die gestern noch bei der Besprechung waren. Zum GlĂŒck waren beide weg, bevor wir entschieden, hier zu bleiben.
Sambucus fliegt still auf das Nordufer Norden um die Nebelwand und dann in den Nebel hinein. Sie kommt zum vereisten Wasser. Ein groĂer Rumpf schĂ€lt sich vor ihr aus dem Eis. Mehrere Schritt hoch. Auf dem Schiff ist der Nebel schwĂ€cher. Ein zweigeschössiges Deck mit einer Feuerkanone, aber anders als alle anderen Schiffe. Keine Lagermöglichkeiten auf Deck. Nur ein paar Stege und Schutzaufbauten. Wie eine schwimmende Festung.
8 TâSkrang-BogenschĂŒtzen haben Pfeile aufgelegt, schauen aber von Sambucus weg nach vorne. Dazwischen stehen ein TâSkrang in auffĂ€lliger RĂŒstung mit SĂ€bel und ein TâSkrang mit Robe, neben dem eine brĂ€unliche Wasselkugel schwebt. Und von innen kann Sambucus durch den Nebel sehen.
Dazu steht ein halbes Dutzend Krieger bei drei Kriegskanus. Das sind zu viele.
Wir entscheiden, doch das Niall zu warnen. Alle, die nicht schwimmen und nicht fliegen können, nehmen ein Boot. Als Targ aus dem Boot aussteigt, folgen wir der Gruppe der Lahala.
Es beginnt zu regnen, wĂ€hrend Verâjigor den Spuren folgt. Und ich bin schon so mĂŒde. Dann stolpert uns jemand entgegen â das Schwert blutig, hinter ihm zwei TâSkrang, kommt uns Nalun entgegen. Er lacht.
- Quendan: Es waren die Mahakroda!
- Nalun: Dass sie ĂŒberhaupt so viele Krieger haben, hĂ€tte ich nicht fĂŒr möglich gehalten.
Quendan webt eine LuftrĂŒstung um Verâjigor und um Chona.
Das KampfglĂŒck ist bald auf unserer Seite. Ein Schwertmeister entkommt. Der Krieger stirbt beim Versuch, dreien die Flucht zu ermöglichen â wir nehmen sie gefangen. Zum GlĂŒck ohne gröĂere Verletze.
Nalun und seine beiden KampfgefĂ€hrtinnen haben auch ĂŒberlebt.
Weitere
Eine Runde fehlte Chona.
Ich war ausgefallen, wĂ€hrend die anderen die Gruppe TâSkrang jagten und besiegten. Die Ăberlebenden wollten Sklaven, weil sie stĂ€rker waren. Ihre KapitĂ€nin ist die Gezeichnete, mit einer Narbe einer Skerrox-Wildkatze im Gesicht. Ihr Elementarist heiĂt Oâpa.
Nalun wollte zurĂŒck, hat aber erst mit dem TrollhĂ€ndler Mahendo gesprochen, damit wir uns ihm anschlieĂen und die Nennsora im Lunga-Meer warnen. Als zu viele Angreifer kamen, flohen sie durch Stromschnellen, doch das Boot in die BrĂŒche und Mahendo blieb bei ihm, um es zu reparieren.
Im Lunga-Meer trafen sie eine sehr alte TâSkrang auf einem HĂŒgel â einer Schildkröte â mit Lagerfeuer und Zelt: die Lunga-Hexe. Die Windlinge sprachen mit ihr. Sie gibt Leuten, was sie anders nicht erhalten können, aber zu einem Preis. Mit etwas, das sie fordert.
FĂŒr den Weg zu den Nennsora wollte sie Quendanâs Orientierungssinn fĂŒr eine Woche, nachdem wir das Ziel erreicht haben. Er trank etwas ekliges in einem Ritual, dann kannte er den Weg.
- Quendan: Dann sind wir wieder Schlafen gegangen und dann ist jetzt.
Wir erwachen inmitten StechmĂŒcken. GlĂŒcklicherweise helfen Quendans magische Zelte. Nach einem guten Tee machen wir uns auf den Weg.
Der Weg fĂŒhrt durch das feuchte GrĂ€ser, durch flache FlusslĂ€ufe, und immer wieder auch durch ĂŒbertrolltiefe Ströme.
Drei Tage Strecke â vielleicht wie die Schildkröte lĂ€uft, eher nicht, wie wir laufen. Quendan und Sambucus machen sich nach einiger Zeit auf, durch die Luft voraus zu reisen.
- Chona: Gibt es hier Adler?
- Sambucus: Entweder ich mach sie mir zum Freund oder ich mach sie zu Hackfleisch.
Sie starten gemeinsam in die Luft und Targ, Verâjigor und ich folgen durch das feuchte Gras.
Ein StĂŒck entfernt zieht eine Herde groĂer, vierbeiniger Echsen durch das Lunga-Meer. Banlaâure. Eine von ihnen trĂ€gt Zaumzeug. Statt weiterzufliegen, schauen die Windlinge sich die Tiere an. Das Zaumzeug ist zerrissen und Sambucus meint, es sind keine gezĂ€hmten Tiere.
- Sambucus: Wenn man keine Erfahrung damit hat, sie zu reiten, könnte es schwierig werden. Die haben nÀmlich auch keine Erfahrung damit, geritten zu werden.
Die Banlaâuren ergreifen die Flucht, als Sambucus versucht, dem einen das Zaumzeug abzunehmen. Die Windlinge reisen weiter. Sie unterbrechen den Flug nur wĂ€hrend schwerem Regen und in der Nacht.
Targ, Verâjigor und ich suchen Pfade durch das Lunga-Meer. Nach einiger Zeit zieht Targ die Stiefel immer aus, bevor er ins Wasser tritt. Als es dunkel wird, suchen wir einen Platz fĂŒr die Rast.
Wir sind nass und erschöpft und stehen vor einem trĂ€gen, trĂŒben Strom. Als uns Verâjigor nach links schickt. Warum auch immer. Aber im Sumpf vertraut man dem Kundschafter. Vor allem, als er auf einen Alligator zeigt.
Als wir den Rastplatz erreichen ist Verâjigor noch fit. Ich fĂŒhle mich mĂŒde, aber Targ lĂ€sst sich neben das Feuer fallen und ist zum ersten Mal, seit ich ihn kenne, wirklich erschöpft. Er schlĂ€ft, wĂ€hrend Verâjigor und ich die Wachen halten.
Die Windlinge hĂ€ngen in Quendans magischer Zuflucht weit ĂŒber dem Boden, wĂ€hrend wir frieren und mit wechselnder Wache die StechmĂŒcken verfluchen.
Der zweite Tag wird erneut anstrengend, aber die Umgebung wird etwas leichter. Als die Windlinge nach einer weiteren Rast den dritten Tag begrĂŒĂen, bleibt ihnen nur noch ein kurzer Weg bis zu den Nennsora.
An unserem dritten Tag hören wir das Platschen von Paddeln im Wasser. Wir finden einen Einbaum mit Ausleger, darin ein TâSkrang. Targ sieht Netze und Körbe im Boot.
- ?: Warum habt ihr kein Boot?
- Chona: Unser Boot ist in einem Wasserfall zerschellt.
- ?: Wart ihr auf dem WeiĂwasser unterwegs? Ich kann euch mitnehmen.
- ?: Bevor wir reisen, möchte ich euch meine Unbeflecktheit beweisen und wĂŒrde euch bitten, dasselbe zu tun.
Er stellt sich als Eshora vor und schnitzt eine kleine Schildkröte aus einem StĂŒck Jade.
Ich tanze mit meiner Klinge â und versinke im Tanz, obwohl ich meine Bolas nicht mehr habe.
Targ versucht auf seine Haut zu zeichnen, doch seine VerbÀnde behindern ihn stark.
Er wĂŒrfelt eine 1.
- Eshora: ich bringe euch zu einem Treffpunkt.
Targ lÀsst das Boot viel tiefer sinken, aber es schwimmt weiter.
Als es frĂŒher Vormittag wird, erreichen wir einen alten, tief im Wasser liegenden Baum. Wir klettern auf den Baum, unterhalten uns zu Mittags noch, doch als der Regen nachlĂ€sst, reist Eshora mit dem Boot weiter.
- Eshora: Es wird sicher bald ein Wohnboot vorbeikommen, das euch fĂŒr ein paar Silberlinge mitnehmt.
Er selbst will kein Silber als Dank. Nach einer Stunde auf dem groĂen Baum kommt ein TâSkrang Wohnboot in Sicht und die TâSkrang laden uns ein. Sie wollen auf das Treffen ihres Nialls am GrĂŒnen See.
Das Deck ist stark bebaut. Mal stakend, mal rudernd bringen sie uns weiter. Eine Gruppe sitzt auf dem Dach und singt zu einer Trommel. Targ bekommt eine Kalebasse hausgebrannten Zuckerrohrschnapps in die Hand gedrĂŒckt.
Die Windlinge schrecken wĂ€hrend einer Regenpause von lautem Krachen auf. Eine riesige Schlange windet sich auf ihren Baum und versucht sich aus den Resten des Stammes zu lösen, der unter ihr umgeknickt ist, als sie versuchte ihre Opfer zu ĂŒberraschen.
Sambucus schickt sie weg.
- Sambucus: Das ist nicht der Baum, den du suchst.
Die Schlange hinterlÀsst einen breiten Pfad im Unterholz, als sie einen besseren Baum sucht. Einen, der sie aushÀlt.
Dann erreichen Quendan und Sambucus einen See im Lunga-Meer. Das Wasser leuchten in klarem blaugrĂŒn, und Wohnboote treiben auf dem Wasser. Alle einzigartig gestaltet. Und Quendan zeigt in die Richtung.
- Quendan: Sambucus, es kann dann sein, dass ich bald die Orientierung verliere. Wir mĂŒssen mit der Lahala reden â oder wer hier auch immer gerade das Sagen hat.
Die TâSkrang reagieren erst, als sie auf wenige Schritt an das erste Boot heran sind.
- ?: Seid gegrĂŒĂt!
- Quendan: Ihr seid die Nennsora, richtig? Wir mĂŒssen ganz dringend eure Lahala sprechen.
- Sambucus: Ja, super dringend!
- ?: Die Lahala habe ich heute nicht gesehen. Ich habe sie aber heute noch nicht gesehen.
- Quendan: Wie findet man die denn?
- ?: na, indem man rumfragt.
- ? (ruft): Tevan, hast du Isaâa heute schon gesehen?
- ?: ??
- ?: Sie ist auf dem Boot mit den den Orangenen WĂ€nden. Sie ist eine der Beraterinnen der Lahala.
- Sambucus: Habt einen angenehmen Abend, solange ihr noch könnt.
- ?: NatĂŒrlich können wir!
- Quendan: Sambucus, Sambucus, ich weiĂ den Weg nicht mehr zu dem Boot! Bist du sicher, dass wir darauf zufliegen?
- Sambucus: NatĂŒrlich bin ich sicher! Siehst du es nicht?
- Quendan: Doch, aber ich weiĂ nicht, ob wir dahin fliegen!
Am Bug des Bootes steht sein Name: Sundance. Auf dem Bug ist eine von Seilen umzÀunte Plattform. Wie eine Arena, drei bis vier Schritt breit und achteckig.
Ein TâSkrang mit einer auffĂ€lligen SchuppenfĂ€rbung ĂŒbt eine SĂ€bel-Kata. An seinem Kopf Kopf rote Schuppen werden zum Schwanz grĂŒn, und auch seine Kleidung passt dazu. Auf dem Dach kocht ein grĂŒner TâSkrang.
- Quendan: Hallo du da, wir suchen die Ă€lteste Isaâa.
- ?: âĂltesteâ, sagt ihr das nicht. Aber wartet doch einfach, bis sie da unten fertig ist.
Quendan stoppt nach ein paar Ellen Flug in die falsche Richtung, dann packt ihn Sambucus.
- ?: Was ist denn mit deinem Freund los?
- Quendan: Ich habe meinen Orientierungssinn der Lunga-Hexe gegeben, um hierher zu kommen.
- ?: Du hast einen Vertrag mit der Lunga-Hexe geschlossen?
Sambucus verbindet ihr Handgelenk mit dem von Quendan und fliegt mit ihm herunter zu Isaâa. Als Isaâa ihre Kata beenden hat, steckt sie den SĂ€bel ein und wendet sich an sie.
- Isaâa: ihr sucht nach mir?
- Quendan: die Mahakroda sind auf dem Kriegsfuà ⊠die Lahala Nentilor schickt uns.
Sie beweist ihnen ihre DĂ€monenfreiheit mit einem Tanz mit dem SĂ€bel. Sambucus spielt ein etwas bemĂŒhtes Lied auf der Flöte und Quendan schnitzt eine Schildkröte aus Holz.
Isaâa springt auf einen Pfosten und schwingt sich behĂ€nde auf das Dach. Oben stehen bereits SchĂŒsseln mit Fischeintopf, dabei zwei fĂŒr Quendan und Sambucus.
Nachdem die Crew sich besprochen hat, wendet sich Isaâa den Windlingen zu.
- Isaâa: ihr meint, die Mahakroda sind auf diiem KriegsfuĂ und haben die Nentilor schon ĂŒberfallen?
Die beiden erzĂ€hlen. Von der Versammlung, von Angriffen, von der Flucht in den Dschungel, von dem Boot im Nebel und der Narbigen TâSkrang-KapitĂ€nin und der Feuerkanone mit Eis. Von dem Verrat der Mahakroda aus der Versammlung, und wie wir deren Zehnertrupp aufgehalten und verhört haben.
- Quendan: die haben gesagt, wir sind jetzt stark und wir wollen Sklaven und wir wollen jetzt alles ĂŒbernehmen.
- Sambucus: ich mache mir jetzt Sorgen, weil ihr hier euer Treffen macht und die wissen das vielleicht.
- Isaâa: Ich verstehe das alles. Wichtig ist jetzt aber, dass die Lahala euren Bericht hört. Ich hoffe, dass sie morgen zu uns stöĂt. Dann mĂŒsst ihr ihr unbedingt euren Bericht noch einmal wiedergeben. Ich entschuldige mich schon jetzt bei euch: ich lasse euch in der Obhut meiner Snaiâiin und werde einige GesprĂ€che fĂŒhren.
Als sie wegstakt, setzt sich die Crew wieder zu den Windlingen, fragt nach Geschichten in der langen Nacht und Sambucus bietet an, ihre Flöte zu spielen.
Die Crew des Bootes mit Targ, Verâjigor und Chona meint, sie wĂŒrde am Nachmittag des nĂ€chsten Tages ankommen. Sie feiern mit Kunst und Farben und Musik und wir haben die erste wirklich erholsame Nacht seit langem.
Tanzen
Wir erwachen im Zirpen von Insekten und Vogelgezwitscher. Unser Boot fÀhrt auf den See des Treffpunkts und Sambucus fliegt uns direkt entgegen. Sie haben eine Beraterin der Lahala getroffen.
Als sie zurĂŒckfliegt, landet sie bei einer TâSkrang mit bunten Schuppen. Die TâSkrang beugt sich zu Sambucus herab und reicht ihr die Hand.
- ?: Hallo.
- Sambucus: Sehr erfreut! Bist du die Lahala Nennsora?
- Lahala: Die bin ich. Isaâa hat mir schon berichtet, welche Kunde ihr uns gebracht habt. Wollt ihr uns Gesellschaft leisten?
Die Schiffe werden aneinander vertĂ€ut und wir laufen mit Targ ĂŒber die schwankenden Planken. Zwei groĂe grĂŒne HĂŒgel tauchen neben den Booten auf, je mit einer HĂŒtte darauf. Kurmapati. Schildkröten.
Eine Gruppe TâSkrang sitzt an Deck. Isaâa, mit einem roten Kopf, deren Schuppen zum Schwanz grĂŒn werden. In einem Korallenfarbenen Leinenhemd und einer grĂŒnen Hose. Daneben eine TâSkrang mit vierfarbigen Schuppen. Eshora, die uns zum Baum gebracht hatte. Die Lahala. Blaue Kleidung und eine Jadekette um den Hals. Und eine wirklich alte TâSkrang, Mesala mit grĂŒnen, mystisch bemalten Schuppen. AuĂerdem Schwaâan, praktisch gekleideter, blaugeschuppter TâSkrang mit viel Schmuck. Er richtet einen durchdringenden, entrĂŒckten Blick auf uns.
- Eshora: Ich habe ein paar Fragen an euch, um euch kennenzulernen. Es gibt keine falsche Antwort. Wer möchte anfangen?
- Sambucus: Dann bin ich das!
- Eshora: Ein TâSkrang findet auf der Reise mit einem Freund einen Beutel mit Silber. Teilt er den Fund oder behĂ€lt er ihn fĂŒr sich?
- Sambucus: Er teilt ihn, schlieĂlich waren sie zusammen.
- Eshora: Ein Stamm lebt bei einem schwĂ€cheren Stamm. Sie werden angegriffen. Soll der Stamm erst den anderen Stamm angreifen und ĂŒbernehmen, oder warten bis er angegriffen wird und dann den Angreifer bekĂ€mpfen?
- Targ: Angreifen, dann wird er stÀrker durch die anderen.
- Eshora: Auf einem Rennen stĂŒrzt der Drittplazierte ins Wasser. Ein anderer wĂŒrde das Rennen sonst gewinnen. Soll er ihn retten statt zu gewinnen.
- Chona: auf jeden Fall ihn retten. WĂŒrde der andere sterben, wĂ€re der Sieg schal.
Verâjigor kommt auch zum Rat.
- Eshora: Ein Fremder kommt zum Njall Nennsora und sieht einen wertvollen Gegenstand um den Hals eines TâSkrang. Er wĂŒrde ihn gerne kaufen. Zahlt er den Preis, den der Gegenstand im fernen Throal wert wĂ€re oder zahlt er den Preis, den er im Lunga-Meer wert wĂ€re.
- Verâjigor: Er zahlt, was er aushandelt. Wenn er doof genug ist, einen zu hohen Preis zu bezahlen, ist das sein Problem.
Viele, viele andere scharen sich um uns. Leute reden, versuchen, nÀher zu kommen. Wir erzÀhlen von unseren Erfahrungen. Der Rat hört aufmerksam zu. Aber aus dem Pulk um uns herum rufen immer wieder Leute rein. Dann kommen wir in eine Diskussion.
- Isaâa: Was euch, liebe Reisende, nicht bekannt ist: ich bin fĂŒr den Umgang mit Gefahr, in der Regel mit Piraten, zustĂ€ndig. Und, meine Lahala, ihr wisst, ich mag es nicht, einer Gefahr aus dem Weg zu gehen. Aber wenn schon die Nentilor es nicht geschafft haben, sie zu stoppen, haben wir wohl wenig Chancen. Und unsere ĂŒbliche Taktik, mit den Booten in Nebenarmen zu verschwinden, könnte sich auch als VerhĂ€ngnisvoll erweisen. Daher möchte ich euch fragen, ob ihr eine Gruppe KĂ€mpfende zusammenstellen wollt, damit die anderen Zeit zur Flucht haben. Es kann kein Zufall sein, dass sie den Angriff jetzt planen.
Die alte Mesala wendet sich der Lahala zu und flĂŒstert. Die Lahala ĂŒberlegt und blickt zu uns.
- Lahala: ⊠aber wir mĂŒssten fragen, ob sie uns unterstĂŒtzen wĂŒrden.
Sie bittet die anderen um Raum fĂŒr ein vertrauliches GesprĂ€ch und die Gruppe um uns löst sich langsam auf.
Gleichzeitige taucht Quendan auf.
- Eshora: Ein Fischer sitzt in seinem Boot und versucht stundenlang mit seiner Angel einen Fisch an den Haken zu bekommen. Als er dann endlich aufgibt, weil er keine Geduld mehr hat und nach Hause möchte und mit seinem Boot durch das Lunga-Meer zu seinem Bootschiff fÀhrt, springt ihm ein Fisch ins Boot. Nimmt er ihn als Geschenk des Flusses mit nach Hause und isst ihn auf oder befreit er das Tier?
- Quendan: Er nimmt ihn mit nach Hause, denn er wollte ja eh einen Fisch fangen, und ob er ihn mit der Angel fÀngt oder mit dem Boot ist ja egal.
Der Teebecher wandert wieder, dann ĂŒbernimmt Mesala.
- Mesala: Der Geist des Flusses hat mir ein Geschenk ĂŒberlassen. Ein Artefakt, das in meiner Obhut liegt und mit dem ich in der Lage bin, den Fluss zu verĂ€ndern. Normalerweise wĂŒrde es mich einige Wochen Zeit kosten, das Lunga-Meer mit der Kraft des Geistes vom Hauptfluss so abzuschotten, dass die Mahakroda nicht hereinkommmn können. Zu FuĂ wĂ€ren sie keine Gefahr. Aber wir haben nicht die Zeit, noch zwei Wochenz zu warten. Wenn ihr mir helfen könnt, können wir versuchen, es gemeinsam zu tun.
- Quendan: Wie leiht man dir Magie?
- Mesala: Ich beschwöre einen Geist und ihr webt temporÀre FÀden zu einer Struktur, die der Geist bereitstellt.
- Chona: damit helfen wir euch, aber wen werden sie als nÀchstes angreifen?
- Mesala: Als nÀchstes werden sie auf die Daikara treffen, und sie werden darauf brennen, angegriffen zu werden. Kommt mit auf meine Kurmapati.
Wir folgen Mesala auf die Kummerparty. Die Schildkröte trĂ€gt uns zu einer flachen Uferstelle in einer Bucht. Sie trĂ€gt einen Weidenkorb aus ihrer HĂŒtte zum Ufer und beginnt mit den Ritualvorbereitungen.
- Holt einen JadeanhÀnger unter ihrer Kleidung hervor.
- Im Boden öffnet sich eine Spalte und ein grob behauenes Wesen aus grĂŒner Jade tritt heraus.
- Das GerÀusch mahlender Steine durchdringt die Luft.
- Der Elementar hockt sich auf den Boden. Verschmilzt mit dem Boden.
- Kleine Steine beginnen um ihn herum zu kreisen.
- Masala gibt uns je eine Tonscherbe aus ihrem Korb.
- Sie beginnt ein Lied zu singen. Kaum melodisch. Ein Loblied an den Flussgeist Shiwos. Ein langes Lied.
- Eine nach der anderen fĂŒgt sie ein GefÀà aus den Scherben zusammen. Die Teile bleiben zusammen. Ein Krug.
- Sie bittet Quendan, seine Scherbe einzusetzen. Der Elementar gibt ihm einen Stein. Masala bittet ihn, einen Faden in den Stein zu weben.
Ich spĂŒre die Verbindung mit dem Erdelementar, spĂŒre das Ritual. Verbunden mit der Umgebung. Der Uferschlamm ist zwischen meinen Zehen, doch mein Auge kann reisen. Eine Herde Banlaâuren rast ĂŒber die sumpfigen Anhöhen.
Unser Blick wird angezogen von einem breiten Zustrom des Lunga-Meeres. Und zwei nahegelegene Inseln bewegen sich langsam aber unaufhaltsam in die Zufahrt hinein. Das Wasser tritt ĂŒber die Ufer, ĂŒberschwemmt das Grasmeer. Die Zeit verflieĂt. Dann ist der Zustrom versperrt. Nur noch kleinste FlĂŒsschen kommen noch hinein.
Die Steine um das Elementar fallen in das Wasser des Galanga und das Wesen aus Jade tritt zurĂŒck in eine Erdspalte.
Auf dem RĂŒckweg lassen wir die FĂ€den sich lösen. Dann zeigt Quendan ihr seinen Jadekristall in seiner Brust.
- Masala: ein Finger auf der Waage des Schicksals. Der Flussgeist kann durch dieses Amulett die Waage zu deinem Vorteil beeinflussen.
- Quendan: ich glaube, ich muss es irgendwie aufladen, aber ich weiĂ nicht, wie.
- Masala: wenn ich es richtig verstehe, kannst du bei deiner Magie etwas von der Kraft des Flussgeistes zu bekommen, wenn er glaubt, dass du es brauchst.
Die Sonne sinkt bereits, als wir wieder bei den Booten ankommen. Die Lahala entscheidet, dass wir in der Nacht noch feiern und sie ich am nÀchsten Tag verstreuen und das Treffen ausfallen lassen.
Ein bisschen Frieden
Die Nensora verstreuen sich und nur die Lahala (Eshora) und wenige weitere Boote bleiben hier. Sie laden uns ein, noch etwas bei ihnen zu bleiben.
Der Scout Ernâta trifft zu uns. Er wird mit seinem Banlaâur patrouillieren.
Der praktisch gekleidete Schwaâan trĂ€gt nun einen JadeanhĂ€nger um den Hals und einen Graskorb in den Armen.
- Schwaâan: ihr habt euch als Freunde des Nialls gezeigt, und ich möchte mich bei euch mit einer Gabe meiner Kunst erkenntlich zeigen. Ich habe diese GegenstĂ€nde selbst gefertigt und hoffe, sie werden euch etwas Freude bereiten.
Ungewöhnlich. Quendan wird sofort aufmerksam.
Eine Halskette aus zehn groĂen Perlen. Eine Art Gestein in der Farbe des Lehms. Sie nehmen stĂ€ndig die Gestalt verschiedener Tiere an, v.a. Schildkröten.
Zwei Armreife wie Ringe aus Wasser. Einer grĂŒn, einer blau, stĂ€ndig flieĂend, als wĂ€ren sie wirklich Wasser.
Zwei weiĂ-blaue Kugeln, als wĂ€re darin der Dunst ĂŒber dem Wasser im ersten Morgenlicht eingefangen. In der GröĂe einer Pflaume.
Ich berĂŒhre den blauen Armreif. Er ist kĂŒhl auf der Haut, wie Wasser.
Sambucus blickt auf die Kette, doch sie ist zu schwer fĂŒr Windlinge.
- Schwaâan: diese Kugeln bestehen zu einem GroĂteil aus elementarer Luft. Ihr könnt sie in den Mund nehmen zum Tauchen. Die Ringe helfen uns TâSkrang, wenn wir lĂ€nger auĂerhalb des Wassers sein mĂŒssen.
Targ greift nach der Kette. Die Steine wirken klein in seiner Hand.
Quendan fragt, wie Schwaâan diese SchmuckstĂŒcke erschaffen kann.
- Quendan: bist du Elementarist?
- Schwaâan: nein, es ist eine ĂŒberlieferte Kunst.
Die meisten Boote verschwinden tiefer im Lunga-Meer. AuĂer uns sind nur noch fĂŒnf TâSkrang, machen Musik.
Wir verbringen die zwei Tage Sicherheit in Meditation unserer Disziplinen. Ich beobachte Isaâa beim Schwerttanz und erinnere mich an das Ritual mit dem Erdelementar.
Die nÀchste halbe Stunde steigern wir.
- Nahkampf auf 6: 800 + 1300
- Fadenweben auf 5: + 1300 = 3400
- Hieb ausweichen auf 5: + 1300 = 4700
- Riposte auf 5: + 800 = 5500
- Lahala: wo wollt ihr als nÀchstes hin?
- Quendan: Ich möchte zu dem Fort NadâKaranji, sehen ob sie wirklich sicher sind.
- Chona: sollten wir nicht der Diebin Tia folgen?
- Quendan: vielleicht sollte sie uns nur hierher bringen? Sollten wir die Windlinge um Pâtrell suchen?
- Lahala: es wĂ€re gut, wenn ihr die Augen aufhalten könnten. Sie wissen vielleicht noch nichts davon. Ick könnte Ernâta bitten, euch zum Hauptarm des Flusses.
Ein GerĂ€usch reiĂt uns aus dem GesprĂ€ch. Ein Boot mit einer knatternden Feuermaschine am Heck. Der TrollhĂ€ndler Mahendo, mit freundlichem LĂ€cheln.
Er steigt an Bord und grĂŒĂt die Lahala.
- Mahendo: wohin wollt ihr?
- Chona: nach NadâKaranji, schauen, ob sie sicher sind, und falls nicht, sie sicher machen.
- Mahendo: es hat uns viel Zeit gekostet, aber jetzt schnurrt die Harmatan wieder wie ein Krokodil.
- Quendan (zu Sambucus): schnurren Krokodile?
Wir folgen Ernâta auf Schleichwegen zum Hauptarm.
Die Harmatan tuckert in die gewiesene Richtung hinein ins Lunga-Meer. Umsorgt von Joran trĂ€gt uns die Feuermaschine durch die KanĂ€le. Ernâta sprintet oft voraus und wartet an Abzweigungen auf uns.
- Quendan: sag mal, Sambucus, ist dein Vogel eigentlich wiedergekommen? Und das ist ja merkwĂŒrdig: ich mĂŒsste mich eigentlich nicht zurechtfinden können, aber ich weiĂ hier auf dem Boot, wie ich zum Ufer komme.
- Sambucus: Eigentlich sollte es eine Woche sein. Aber es sind doch erst drei Tage.
- Quendan: ich befĂŒrchte, dass sie jetzt gerade meinen Orientierungssinn nicht braucht. Und ihn sich spĂ€ter wieder nimmt.
- Verâjigor: vielleicht hat sie auch jemand abgemurkst? Nicht dass ich das möchte.
Quendan fliegt ein StĂŒck vom Boot weg, bis zur LĂ€nge der Schnur, die ihn mit Sambucus verbindet, und taucht die FĂŒĂe ins Wasser. Kann sich aber immernoch orientieren.
Dann fragt er Sambucus, ob er nicht seine geflĂŒgelte Freundin nach den Windlingen suchen lassen könnte.
- Quendan: Ich mache mir nur ein bisschen Sorgen, denn die Windlinge wissen noch nicht, dass die Mahakroda auf dem Kriegspfad sind.
Mahendo fĂ€hrt uns erst eine halbe Stunde flussaufwĂ€rts und nach einer halben Stunde taucht Sambucusâ blaugelber Ara Drana wieder auf.
- Sambucus: in welche Richtung, Drana?
Er fĂŒhrt uns zu einer Uferstelle an der ein Baum weit ĂŒber das Wasser hinausragt. Auf einem niedrig hĂ€ngenden Ast liegt ein Windling in einer geflochtenen Trage und wird von dem anderen aufmerksam beobachtet. Dann fliegt der zweite eilig zu uns. Sind Windlinge jemals nicht eilig?
Wilde gelbbraune HaarmÀhne.
- Quendan: bist du Bintrel?
- Bintrel: ja, könnt ihr uns helfen? Slipsplisnir gehts nicht gut.
- Sambucus: was hat sie denn?
- Bintrel: sie hat Pfeil, ganz schlimm Pfeil.
- Sambucus: das ist nicht gut.
Quendan verarztet Slipsplisnir (die kleine Schwester von Sleipnir).
- Sambucus: die Lahala lÀsst euch ausrichten, dass ihr euch in Sicherheit bringen sollt, weil der Nebel kommt.
- Quendan: in dem Nebel ist ein Boot!
- Bintel: das hab ich mir gedacht. Wir wollten da hinfliegen und ihn untersuschen und dann kamen da Pfeile raus. Wer macht den sowas?
- Q: genau, total gemein! Da drin ist ein Boot und da sind nie Mahakroda drauf.
- B: die Mahakroda waren schon immer langweilig, aber jetzt sind die langweilig mit Pfeilen?
- S: ich bin mal ganz nah an das Boot herangekommen und habe gesehen, die haben da ganz viele Waffen drauf, und auch krasse Waffen.
- Q: die Lahala von den Nennsora hat uns gesagt, dass ihr vielleicht kommmt, und dann hat sie uns geschickt um euch zu warnen.
- B: die Nennsora feiern immer so toll und wenn du zu viel von diesem Zeug trinkst, dann wird alles so schwummrig, das ist ganz lustig.
Bintrel fliegt zu Targ, verwechselt ihn mit Mahendo.
- Bintrel: ihr fahrt zu den Daiâkara runter wegen der pfeiligen Nebelwand. Wir kommen mal mit, ist das OK?
- Sambucus: Da mĂŒsst ihr Mahendo fragen?
- Mahendo: Ja.
- B: aber TerâLispling fehlt! Wie lange fehlt der denn schon? Der ist aber gut, im nicht gefunden werden. Fehlt, seit dem Boot. Aber macht euch keinen Kopf, der schafft das schon.
Slipsplisnir wacht wieder auf. Sie kennt Mahendo; wir anderen stellen uns vor.
Bintrel erzĂ€hlt immer wieder, was passiert ist. Immer weiter ausgeschmĂŒckt. Und Slipsplisnir schreibt immer wieder mit.
Dann nĂ€hern wir uns NadâKaranji.
Fried fertig
In der Morgensonne fahren Schiffe mit Bewaffneten um die drei TĂŒrme von NadâKaranji, der Wohnhöhlen des Niall Daikara. Viele Namensgeber sind auf den Stegen um die TĂŒrme.
Auch um die HĂŒtten auf den Uferstegen laufen Namensgeber durcheinander.
Viele der TâSkrang tragen BĂŒndel auf den Schultern oder fĂŒhren ihre Kinder ĂŒber die Stege, begleitet von TâSkrang des Niall Daikara.
Wachen bewegen sich aufmerksam durch die Menge.
Quendan fliegt zur nÀchsten Gruppe WÀchter. Sie ignorieren ihn.
- Quendan: Hallo, ihr da.
- WĂ€chter: Hm.
- Q: Ich wollt mal fragen, warum ist denn hier so viel los.
- W: Das hat mit den Mahakroda zu tun, sie haben die Nentilor ĂŒberfallen.
Sie sehen nicht aus, als seien sie wirklich auf die Mahakroda vorbereitet. Wir gehen den Schamanen Udan Apar in seiner HĂŒtte am Ufer suchen.
Auch in der Enklave am Ufer sind FlĂŒchtlinge, doch die HĂ€ndler sind v.a. miteinander beschĂ€ftigt, mit GetrĂ€nken GerĂŒchte auszutauschen.
Wir drĂ€ngen uns durch die viel zu eng gedrĂ€ngte Menge. Einige hundert Schritt weiter finden wir die HĂŒtte. Er meditiert im Uferschlamm.
Quendan fliegt eine Ewigkeit vor dem Schamanen hin und her. FĂŒr ihn. Nach einer halben Minute spricht er ihn an. Udan versucht sich weiter zu konzentrieren, dann gibt er auf und öffnet die Augen.
- Quendan: Wunderbar, ihr seid fertig mit Meditieren.
- Udan: Ich erinnere mich an euch. Ihr seid die, die dem Ruf des Flussgeistes folgen.
- Q: Wir haben die Nentilor gewarnt und sie sind geflohen. Und dann haben wir die Nennsora gewarnt, und dann sind die geflohen. Und wir glauben gar nicht, dass die Leute wissen, wie gefĂ€hrlich die Mahakroda sind und wollten fragen, mit wem wir sprechen mĂŒssen, um Informationen weiterzugeben.
- U: Ich glaube nicht, dass die Lahala gerade Zeit hat, will aber gerne nach ihr sehen und sie fragen, welcher ihrer Berater Zeit hat. In meiner HĂŒtte gibt es Tee und KrĂ€uter.
Er marschiert schlammbedeckt in Richtung der TĂŒrme.
Verâjigor schaut sich in der HĂŒtte um und holt sehr scharf riechenden Alkohol heraus.
- Chona: trinken wir doch erstmal Tee.
- Verâjigor: machen wir einen Tee mit Schuss draus.
Ich nehme drei gut riechende KrĂ€uter und brĂŒhe uns Tee auf. Irgendwas schmeckt etwas bitter, aber nur fast unangenehm.
Nach etwa einer Stunde kommt Udan in Begleitung einer TâSkrang zurĂŒck. GâSchosa, im Haushalt der Lahala tĂ€tig, wird uns zur Kalidasa Daikara bringen, der gewĂ€hlten Nachfolgerin der Lahala.
Sie fĂŒhrt uns zu den TĂŒrmen und ersteigt mit uns in den Turm Dai, den ersten der drei.
Im Inneren liegen Schriftrollen und Schreibpulte, Sitzkörbe um ein Feuer mit heiĂen Steinen mit einem Kessel.
Eine TâSkrang löst sich aus einem GesprĂ€ch mit zwei Angehörigne ihres Nialls. Dunkelgelbe, Ockerfarbene Haut. Hochwertige Kleidung und geschmackvoller Schmuck. Einiger aus hellgrĂŒner Jade.
- Kalidasa: mit Udan Apar habt ihr einen sehr guten FĂŒhrsprecher gefunden. Ich muss gestehen, ich wollte zuerst ein GesprĂ€ch zwischen euch und der Lahala ermöglichen, doch ihre Zeit ist im Moment sehr knapp bemessen. Ich hoffe, dass ihr auch mit meiner Wenigkeit vorlieb nehmt.
GâSchosa gieĂt der Kalidasa und dann uns einen Tee auf. Die Kalidasa schnuppert an dem Tee und wartet.
- Verâji: zumindest besser als die BrĂŒhe, die du uns serviert hast.
- Chona: wir sind ja hier, um von den Mahakroda zu erzĂ€hlen, nicht von meinen KochkĂŒnsten.
- Quendan: um keine Zeit zu verschwenden: was wisst Ihr denn schon?
Die Kalidasa erzĂ€hlt von den Geschichten der FlĂŒchtlinge.
- Kalidasa: ⊠und dieses seltsame Schiff, das sie haben, scheint ebenfalls ein sehr interessantes GefÀhrt zu sein.
- Quendan: ich weiĂ nicht, ob das Schiff selber so bemerkenswert ist, dafĂŒr kenn ich mich nicht genug mit Schiffen aus, aber ich weiĂ, dass sie einen Elementaristen haben, aber vielleicht steuert auch da Schiff die Nebelwand aber vielleicht fang ich besser von vorne an und ⊠und die KapitĂ€nin von dem Boot nannten sie die Gezeichnete.
- K: mir ist bekannt, dass es unter den Mahakroda eine mÀchtige Adeptin, Schwertmeisterin, gibt, die diesen Namen tragen soll.
- Quendan: ⊠schieĂt kein Feuer sondern Eis ⊠laufen ĂŒber das Wasser.
Wir erzÀhlen noch einiges mehr, erzÀhlen vielleicht etwas zu viel vom Lunga-Meer.
- Kalidasa: jeder, der sich mit uns anlegt, muss zwei Dinge wissen. Uns zu besiegen wird nicht einfach sein. Unsere Krieger sind nicht nur versiert mit ihren Waffen, sondern sie haben auch einen unbeugsamen Willen. Und die Kitenshin sind unsere VerbĂŒndeten. ⊠euch dabei zu haben, wĂŒrde Zweifel in unseren Reihen sÀÀen, darum muss ich euch um Vertrauen bitten.
Sie wollen erst Kontakt mit den Mahakroda aufnehmen.
- Kalidasa: lasst mich in Anbetracht dessen, was ihr fĂŒr die anderen Nialls getan habt, die Ăbernachtungskosten fĂŒr die nĂ€chsten NĂ€chte zu ĂŒbernehmen.
- Chona: dann hoffen wir, dass es fĂŒr euch nĂŒtzlich war und wollen euch auch nicht noch mehr eurer Zeit stehlen.
- Kalidasa: âŠ
- ? (kommt durch die TĂŒr): Es kam gerade ein FlĂŒchtlingsboot voller Nennsora!
Quendan meint, die Mahakroda waren schon immer als aggressiv bekannt, aber nie zu stark. Die Mahakroda wohnen auch irgendwo.
- Verâji: wenn das hier schief geht, sollten wir gehen.
- Chona: ich habe gesagt, ich wĂŒrde da sein, also werde ich da sein.
Die Daikara rufen gerade junge TâSkrang zu den Waffen. Bald wird die Lahala eine Ansprache halten. Wir sind dort allerdings nicht willkommen.
Wir gehen zur Enklave, zur Taverne zur GrĂŒnen Schlange, bei Wirtin Birsa. Sie weiĂ, dass wir GĂ€ste der Kalidasa sind und bietet uns ein Zimmer fĂŒr uns gemeinsam an; mit einer Wand zum Schankraum.
Ein Fenster geht nach drauĂen, mit verschlieĂbarem Laden, und die TĂŒr hat einen Riegel von innen.
An allen Tischen wird geredet. Die Daikara beordern wohl gerade ihre drei richtigen Kriegsschiffe zurĂŒck.
Wir machen es uns gemĂŒtlich, essen, trinken, und lernen Leute kennen. Quendan setzt sich zu einer Gruppe von Zwergen. Ihr AnfĂŒhrer, ein etwas Ă€lterer Zwerg, stellt sich als Hausvor Neumoney vor und unterhĂ€lt sich sehr interessiert mit Quendan. Fragt nach unseren Reisen und erzĂ€hlt, dass er fĂŒr seine Familie am Schlangenfluss handel treibt, weil er gern in der Gesellschaft von TâSkrang ist. Findet das aber etwas belastend, weil kein Schiff hier wegfĂ€hrt.
- Hausvor: Ihr und eure GefÀhrten seht mir wir kompetente Adepten aus.
- Quendan: glaub schon, dass ich kompetent bin.
- H: wĂ€hrt ihr bereit, fĂŒr ein bestimmtes Entgelt fĂŒr meinen Schutz zu sorgen.
- Q: Was habt ihr denn vor?
- H: Ich kann hier eh nicht viel tun. Aber wenn die Daikara das doch nicht unter Kontrolle haben, will ich ungern unter der Knute der Neuen leben.
- Q: Sollen wir euch in den Dschungel bringen?
- H: Möglichst auf ein Schiff, aber v.a. nicht von Primitiven mit einem Fischknochenspeer aufgeschlitzt werden.
Quendan erzÀhlt uns das.
- Quendan: ⊠aber genau dann, wenn die Daikara hier Hilfe brauchen, mĂŒssten wir dem Hausvor helfen.
- Chona: Ich habe versprochen, dass ich den Daikara helfen wĂŒrde, also kann ich ihm nicht versprechen, ihn zu schĂŒtzen.
- Verâjigor: ich glaube nicht, dass wenn die Daikara Probleme kriegen, wir diejenigen sind, die helfen können.
- Q: Wir können ja erstmal mit ihm reden.
Das machen wir.
- Hausvor: ihr wollt also einen Optionsvertrag schlieĂen. Wir können das mit einem Gewinnabschlag regeln. Ich wĂŒrde eine Tagesbasierte Entlohnung vorschlagen. FĂŒr Ihre Bereitschaftszeiten wĂŒrde ich jedem von Ihnen 30 Silber pro Tag anbieten. Ihnen Chona mit einem 50% Abschlag, weil ja andere ein Vorgriffsrecht haben. FĂŒr meine Verbringung an einen sicheren Ort âŠ
- Verâji: was ist die Definition eines sicheren Ortes?
- H: ein Ort unter der Kontrolle einer dritten Macht, die fĂŒr meine Sicherheit garantieren können, wie die KâTenschin, oder einen Ort, von dem aus ich einen Transport mit meinen eigenen Mitteln bewerkstelligen kann. FĂŒr das Eintreten dieses Falles wĂŒrde ich Ihnen einen Bonus von 300 Silber zahlen.
- V: es kann sein, dass das mit Unannehmlichkeiten verbunden sein kann. Eine SĂ€nfte im Wald haben wir nicht. Wir haben aber jemanden, der Essen zaubern kann. Wenn ihr aber etwas bestimmtes haben wollt, mĂŒsst ihr es ihm zu essen geben.
Ich habe nicht viel verstanden, aber es klingt, als hÀtten wir eine Aufgabe. Der Schreiber passt einen Standardschutzdienstleistungsvertrag nach den abgesprochenen Konditionen an. Wir unterzeichnen, Hausvor Neumoney zeichnet gegen. Quendan teilt seinen Lohn auf und gibt Sambucus, Targ und mir je 10 Silber.
Von dem Amulett, das er jetzt in der Brust trÀgt.
Ankunft
Wir essen mit Hausvor und Quendan erhĂ€lt dessen drei Lieblingsessen. Selbst Galanga-Stör-Eier. Zum GlĂŒck ist er kein Vegetarier. Die Besucher der Taverne sind bunt gemischt. Auch andere TâSkrang sind hier â die Daikara wollen wohl von niemandem Hilfe. Hausvor sorgt dafĂŒr, dass sein Tisch nicht eng besetzt ist.
Zwei TâSkrang setzen sich mit eigenen Hockern dazu: TâRisch und KâSuk, Nennsora-Bauern. Sie berichten, dass die Daikara ihre drei groĂen Kriegsschiffe zurĂŒckgerufen haben, um die Mahakroda zu stellen. Es wurden aber auch UnterhĂ€ndler entsandt, der Tradition zuliebe. KâSuk glaubt, dass sie das können. TâRisch ist skeptischer.
- KâSuk: Die Mahakröda wĂ€ren ja schön blöd, wenn sie sich auf den Kampf mit ihnen einlassen wĂŒrden.
Dann unterschreiben wir den Standard-Knochenbrecher-Kontrakt.
Einige Zeit spĂ€ter hören wir Gejohle vor der Taverne. Quendan und Sambucus fliegen gleich raus und ich folge ihnen. Zwei groĂe Schiffe steuern auf NadâKaranji zu: die Kriegsschiffe der Daikara Balista und die Javelin. NadâKaranji feiern auf den TĂŒrmen â die Moral ist also so gut, wie die Kalidasa es sagte.
Der Zugang zu den TĂŒrmen ist durch Daikara-Wachen versperrt. Leute, die hinein wollen, werden abgewiesen. Die Stimmung in der Enklave der Fremden ist gespalten. Einige haben groĂe Hoffnung, andere reagieren wie wir. Gerade die Nennsora sind besorgt. Die Nentilor haben mehr Hoffnung.
Aber Feuerkanonen o.Ă€. sehen wir an den Schiffen nicht. Es gibt je eine groĂe Balista, ansonsten sind v.a. viele Leute darauf und sie haben Feuermaschinen als Antrieb.
Irgendwie schwach.
Ich hole mir aus der Taverne etwas zu essen und zu trinken, dann sitzen wir zusammen um ein Fass vor der Taverne und schauen zu.
Quendan diskutiert auf dem Dach die VorzĂŒge von Hurk, das mit Löffel getrunken werden muss. Dann sieht er, dass TâSkrang um uns herum Waffen ziehen.
Er jagt im Sturzflug herab und eine EinflĂ€che ĂŒberzieht den Boden um uns und die TâSkrang stĂŒrzen. Alle. Ich rutsche direkt danach aus.
Sambucus wirft einen Dolch von oben auf einen Angreifer. Quendan erwischt einen mit Erdpfeilen. Dann schwinge ich mich auf das Fass und schlage einem Angreifer mit dem Schwanz den Speer aus der Hand ins Wasser.
Targ schlĂ€gt einen der Angreifer, Verâjigor gleitet ĂŒber die EisflĂ€che und schlĂ€gt mit der Streitaxt zu. Zwei Angreifer springen ins Wasser, um zu entkommen.
Ich springe von dem Fass zu einem weiteren und schlage ihm mit dem Schwanz den Speer aus der Hand.
Am Ende ist einer tot, zwei OhnmĂ€chtig (Quendan hat ihn ĂŒber Wasser gehalten, bis ich ĂŒber das Eis gerutscht bin, um ihn rauszuholen) und zwei sind durch das Wasser geflohen.
Dann benachrichtigt Quendan die Wachen wÀhrend ich nach Hausvor schaue.
- Hausvor: Ich glaube, ich habe das Interessanteste verpasst. Seid ihr OK?
- Chona: Wir sind unverletzt, bis auf unsere Ehre nach dem Rutschen auf der EisflÀche.
Zwei Wachen holen die Bewusstlosen ab und sagen, wenn wir sie verhören
wollen, sollen wir mit der Kalidasa sprechen. Sambucus fleddert
durchsucht den Toten. Er trĂ€gt ein paar MĂŒnzen und ist ansonsten
unauffĂ€llig. Die Waffe ist solide gearbeitet. Throalâsche Stangenware.
- Sambucus: Es sah schon aus, als hĂ€tten die gezielt euch angegriffen. Jetzt wĂŒrde mich interessieren, warum die uns angreifen. Tauchen noch mehr davon auf, wenn wir sie nicht erwarten?
- Chona: Vielleicht weil wir den HĂ€ndler unterstĂŒtzen?
- S: Aber wer weiĂ denn schon, dass wir ihn unterstĂŒtzen. Gehen wir doch zur Kalidasa.
Leider werden wir wohl kaum einfach durchgelassen. Wir lassen eine Nachricht an GâSchosa ausrichten, die bei der Kalidasa arbeitet. Sie soll die Kalidasa fragen, ob wir mit den Gefangenen sprechen dĂŒrfen.
Dann stellen wir eine Wache vor dem Zimmer von Hausvor auf und beobachten, was passiert.
Abschiede
Zum FrĂŒhstĂŒck gibt es Flusskressepfannkuchen. Als wir gerade angefangen haben, betritt GâSchosa das Gasthaus. Sie braucht eine Weile, uns im engen Gasthaus zu finden.
- GâSchosa: es tut mir Leid, dass ihr ĂŒberfallen wurdet. Es wurde ja niemand verletzt. AuĂer von den anderen. Ihr könnt die Kalidasa heute Mittag zum Tee treffen.
Als sie gegangen ist, Ă€ndert sich die Tonlage der GesprĂ€che drauĂen. Die Windlinge fliegen ĂŒber die Menge nach drauĂen, ich drĂ€nge mich hinterher.
Die Flotille der Daikara macht sich auf den Weg den Fluss hinauf. Nur noch wenige bleiben auf den TĂŒrmen.
Die Nennsora unter den FlĂŒchtlingen wirken unsicher. Finden den offenen Kampf leichtsinnig.
- Ein TâSkrang: dich kenn ich doch, du bist doch dieser Chona. Ich hab dich am GrĂŒnen See getroffen. Ihr habt doch der alten geholfen.
- Sambucus: wie ist es denn euch ergangen?
- ET: es ist schade, dass wir unsere Feier nicht haben können, aber jetzt haben wir sie ja auch hier irgendwie.
- Quendan: am sichersten wĂ€re es wohl, zu KâTenschan zu gehen. Aber ich weiĂ nicht, ob die so begeistert sind.
- ET: ein Abgesandter will nicht viele FlĂŒchtlinge.
- Chosa: wie heiĂt du eigentlich?
- KâSilahan: KâSilahan
- Q: ich wĂŒrde gern wissen, was die Mahakroda dazu gebracht hat, mit dem Nebelschiff rumzufahren.
- K: frĂŒher waren sie nur etwas komisch, aber nicht so aggressiv. Wenn ihr das rausgefunden habt, kommt ihr auf jeden Fall am GrĂŒnen See vorbei. MĂŒsst ihr weitererzĂ€hlen.
- C: Bei euch war ja auch schön.
- K: Aber ich will euch nicht aufhalten. Ihr habt ja sicher wichtiges zu tun.
- Q: wir mĂŒssen auf den Kunden aufpassen.
- C: und unsere Pfannkuchen werden kalt.
Sie sind kalt. Und Quendan will keine neuen zaubern. Sambucus findet sie schrecklich zÀh. Und hat Recht.
Bis Mittag passiert nicht viel. Dann gehen Targ, Quendan und Verâjigor zur Kalidasa. Sambucus und Verâjigor bleiben bei Hausvor. Ihn zu bewachen ist schlieĂlich unsere Aufgabe.
Hausvor gibt Quendan noch ein versiegeltes Schreiben fĂŒr einen Schmied Kunus mit. Ein Angebot. âWenn ihr schon zu den TĂŒrmen kommt.â
Ein WĂ€chter lĂ€sst Quendan, Targ und Verâjigor durch. âVerlauft euch nicht.â
Heute ist auf dem Weg weniger los. Dann kommen wir wieder in die VerwaltungsrĂ€ume. GâSchosa kommt ihnen entgegen.
- GâSchosa: Schön, dass ihr da seid. Die Kalidasa hat gleich Zeit fĂŒr euch. Darf ich euch schon einen Tee anbieten?
- Quendan: Sehr gern.
- G: Dann nehmt doch bitte Platz.
Nach ein paar Minutes ist die Kalidasa da. Kennt ihre Namen.
- Kalidasa: was fĂŒhrt euch zu mir?
- Quendan: es war ja gestern so, dass wir angegriffen wurden von diesen Fremden, die haben wir dann ja den Wachen ĂŒbergeben. Wir wĂŒrden gern wissen, ob ihr schon wisst, wer die sind, und warum sie uns ĂŒberfallen haben.
- K: Bisher haben sie noch niemandem etwas gesagt. Wir können sie ja zu einem spÀteren Zeitpunkt noch befragen.
- Q: deswegen wollten wir fragen, ob wir sie befragen könnten, wir wĂŒrden schon gerne wissen, warum sie uns angegriffen haben.
- K: Wenn ihr warten wollt, kann ich mit der Wache reden, dass sich jemand findet, der euch begleitet.
Sie erhebt sich und kehrt nach etwa 10 Minuten in Begleitung einer weiblichen TâSkrang-WĂ€chterin zurĂŒck.
- Kalidasa: Alara wird euch zu dem GefĂ€ngnis fĂŒhren, in dem wir die Gefangenen untergebracht haben. Ich wĂŒrde euch nur bitten, wenn Alara euch Anweisungen gibt, denen auch Folge zu leisten.
- Alara: Wollt ihr mir folgen.
Sie bringt sie in einen der anderne TĂŒrme, einige Etagen hinab. An den AuĂenwĂ€nden sind Zellen angebracht. Alara schlieĂt ein Schloss auf.
- Alara: tretet zurĂŒck, ihr habt Besuch.
Quendan und ich treten hinein und Targ faltet sich dazu.
Die beiden sind unruhig.
- Quendan (von Targs Schulter): Warum habt ihr uns angegriffen? Was sollte das?
- Gefangener: ihr seht aus wie wohlhabende Abenteurer. Dann können wir eure AusrĂŒstung verkaufen.
- Q: aber da drin gibt es Leute, die reicher sind.
- G: die Leute wollen jetzt Waffen. Und Artefakte.
- Chona: und dass wir euch töten könnten habt ihr nicht bedacht?
- G: deswegen wollten wir euch ja ĂŒberfallen.
Wir verhören sie.
- C: Ihr habt schon genug gesagt. Jetzt könnt ihr auch den Rest sagen.
Sie stĂŒrzen sich auf mich. Einer will mich festhalten, der Sprechende will meine Waffe ziehen. Ich ziehe die Waffe und ramme sie dem ersten gegen den Kopf.
Nachdem einer auf dem Boden liegt, spricht der andere. Leute, die ihn geschickt haben. Will nicht noch mehr sagen. Sein Eivater hĂ€tte ihm gesagt, dumme Leute wĂŒrden ihn Dinge fragen. Und er diene etwas gröĂerem. Und wenn mir mein Niall etwas wert wĂ€re, wĂŒrde ich hier nicht fĂŒr meinen Ruhm durchs Land ziehen. Irgendwie hat er schon Recht.
Die Wache meldet es GâSchosa.
Wir kommen beim Schmied vorbei.
- Chona: was will er denn kaufen?
- Kunus: Du bist ein Schwertmeister. Ich zeig es dir. Du kannst es vielleicht verstehen.
Er zeigt uns in einem Schrank ein groĂes, offenes Fach in der Mitte. Auf einem StĂ€nde steht eine RĂŒstung, Schuppen, magisch, aus wahrem Wasser. Sie hat einen Namen.
Quendan betrachtet ihre Aura.
- Kunus: Ich mach dir einen speziellen Preis. Ich wĂŒrde sie dir abgeben fĂŒr 3000.
- Chona: Wenn ich so viel finden sollte, hoffe ich, dass sie noch da ist.
- Quendan: Hast du ihn gefertigt?
- Kunus: Mein Meister hat ihn geschaffen.
Ich frage ihn, ob ich die RĂŒstung nutzen kann, falls ihre Verteidigung zusammenbricht. Nachdem ich ihm von meinen Sorgen erzĂ€hle, wird er doch offener. Mit einem Bluteid, dass ich ihn niemand anderem sage, stimmt er zu, mir den Namen weiterzugeben.
Bluteid:
- Kunus: Ich bin bereit, dir den Namen der RĂŒstung zu verraten und dir erlauben, die RĂŒstung zu nehmen und an dich zu binden, zum Schutz des Nialls Daikara, in Form der Lahala Daikara. Sie ist der Kern. Ich verpflichte mich, dir den Namen zu sagen, damit du sie ohne mich an dich binden kannst, und du schwörst, den Namen nicht weiterzugeben und die RĂŒstung nur zu nehmen, wenn die Verteidiger der Daikara zu unterliegen drohen, du wirst ihn auf keinen Fall diesem Zwerg weitergeben, und sie zurĂŒckgeben, wenn die Gefahr abgewendet ist. Der Eid endet, falls du die RĂŒstung kaufst. Wenn der Eid endet, vergisst du den Namen, es sei denn, du hast die RĂŒstung bis dahin gekauft.
Er holt einen Dolch aus dem Schrank. Er liebt ihn offensichtlich.
Wir schneiden uns in die Stirn und ĂŒber dem Herz und schwören gemeinsam den Bluteid.
- Kunus (leise): sie heiĂt Shivoams Schuppen.
- Sambucus: Wer hat schon wieder einen Bluteid geschworen? Euch kann man echt keine Minute alleine lassen.
Quendan sagt Hausvor, dass Kunus ihm was er wollte nicht verkaufen will.
- Hausvor: mir hat er ja gesagt, ich darf mich nicht mehr blicken lassen, deswegen kann ich ihm nur schreiben und Boten schicken.
SpĂ€ter bringen die UnterhĂ€ndler die Forderung der Mahakroda mit: die Daikara sollen sich ergeben und ihre TĂŒrme ĂŒbereignen.
Die Stimmung der Daikara stört das nicht, aber die FlĂŒchtlinge der Nenntilor und Nennsora beginnen VorrĂ€te einzupacken.
Ein Bild des Elends gezeichnet mit Kreide an einem regnerischen Tag auf Pflaster.
Motivation
Ein Schiff nĂ€hert sich NadâKaranji. Ein Schiff im Stil derer, die heute morgen aufgebrochen waren, um die Mahakroda zu stellen. Wir beobachten es vom Steg und die Stimmung der Daikara wird noch besser.
- Quendan: die sind irgendwie nur noch am Feiern!
- Sambucus: haben irgendwie nichts besseres zu tun.
Sambucus fliegt wieder aufs Dach.
- Sambucus: Jetzt sollen die mal hinne machen. Das ist schon etwas langweilig. Schiffe rein und raus fahren habe ich die letzten Tage schon genug gesehen. Ich find ja total faszinierend, dass die jedes Mal so ein Brimborium da machen. Mir ist das schon nach zwei Tagen langweilig, die Schiffe da rein und rausfahren zu sehen und die machen jedes Mal so ein Brimborium darum.
- Targ: hier ist ja auch etwas langweilig.
- Sambucus: Die mĂŒssen einfach mit uns kommen, da passiert immer was.
Es wird hektisch Ladung ausgetauscht, dann fÀhrt das Schiff in Richtung der restlichen Flotte los.
Die Stimmung ist gedrĂŒckt. Die Anspannung ist greifbar.
Ein neuer Morgen bricht mit Rufen an. Chaotisch. âSie sind zurĂŒck! Sie sind wieder da!â
DrauĂen sehen wir ein Schiff â vermutlich die Kinjal â das sich beschĂ€digt auf die TĂŒrme zuschleppt. Ăberladen mit TâSkrang. Ein Loch klafft in der Bordwand und viele schöpfen Wasser.
Es macht an einem der TĂŒrme fest. Stille liegt ĂŒber den TĂŒrmen. Die Daikara in den TĂŒrmen strömen heraus und kĂŒmmern sich um die Besatzung. Die Verletzten werden in die TĂŒrme gebracht. Viele. Aber sie sind nur ein Bruchteil derer, die aufgebrochen sind.
- Quendan: ich denke, wir sollten sie jetzt in Ruhe lassen. Sie haben gerade andere PrioritÀten und wir können nichts beitragen.
Quendan fliegt in Richtung der Schiffe. Niemand beachtet ihn. Sie sind gut organisiert. Hilft, Verletzte zu verbinden. Sie wirken katatonisch.
Sambucus fliegt in den Turm, um zu sehen, ob KrÀuter helfen können. Die Kalidasa ist unterwegs, lenkt den Strom der Verletzten.
- Sambucus: wie sieht es mit eurem Vorrat an Heilpflanzen aus? Wenn ihr Hilfe benötigt, kann ich mit meinen Mitstreitern losziehen und eure VorrÀte etwas aufstocken.
- Kalidasa: das ist ein guter Vorschlag. Danke. Wir brauchen etwas, um Blutungen zu stillen.
Targ meint, dass das Schiff vermutlich nicht so schnell von dem Steg kommen wird.
Verâjigor und ich begleiten Sambucus auf der Suche nach KrĂ€utern. Wir treffen uns wieder bei der GrĂŒnen Schlange. Quendan hilft inzwischen in den TĂŒrmen. Wir treffen uns wieder, als die Kalidasa uns die KrĂ€uter abnimmt.
Die Kalidasa bedankt sich nach ein paar Stunden bei Quendan.
- Kalidasa: wir können hoffentlich spĂ€ter sprechen. Ich habe gehört, die Lahala möchte spĂ€ter noch eine Ansprache beim Turm halten, die sich auch an Namensgeber auĂerhalb der Daikara richtet.
Die GrĂŒnen Schlange ist fast leer. Vielleicht einer von 10 ist noch da. Die meisten Nennsora und Nenntilor sind verschwunden. Hausvor geht nervös in der Taverne auf und ab. Er spricht mit Targ.
- Hausvor: du. Wie kommen wir hier weg?
- Targ: falls wir angegriffen werden?
- Hausvor: das ist jetzt wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Auf dem Weg von den TĂŒrmen treffen wir (Chona, Sambucus, Quendan, Verâjigor) auf eine Gruppe aus vier TâSkrang. Eine davon hat vierfarbige Schuppen. Eshora, die Lahala der Nennsora. Und Isaâa, die Schwertmeisterin.
- Eshora: Ich hatte gehofft, wir sehen uns noch
- Chona: Wir hatten gehofft, ihr wÀrt sicher.
- Eshora: Ich wollte mich mit meiner Freunden Lahala Daikara beraten. Die StĂ€rke der Daikara war dann doch nicht so groĂ, wie ich gehofft hatte.
Wir gehen zusammen zur GrĂŒnen Schlange. Sie fragt, wer von ihrem Niall noch da ist. Sie wollen bald zusammen verschwinden.
Die Lahala spricht mit einigen ihrer Leute. Hausvor ist nervös und kommt zu uns. Will wissen, wie lange wir brauchen. Verâjigor geht von zwei Wochen aus.
- Sambucus: wir gehen jetzt mal hoch und besprechen das ohne den Herrn Hausvor.
- Verâjigor: könnten wir ein Schiff bekommen?
- Quendan: können wir die Lahala Nennsora fragen?
Quendan fliegt wieder nach unten. Die Lahala spricht mit Joran und Mahendo mit der Harmatan.
- Joran: wir haben uns gefragt, ob ihr einen Weg hier weg braucht.
- Quendan: könnt ihr jemanden mitnehmen? Fahrt ihr zu KâTenschin?
- Joran: Die Harmatan fÀhrt nicht dorthin. Könntet ihr sie mitnehmen?
- Lahala: Kann er Musik machen?
- Quendan: Nein.
- Lahala: kann er singen?
- Quendan: ich glaube nicht.
- Lahale: Wir können ihn mitnehmen. Aber vielleicht solltet ihr wissen, die KâTenshin werden bald hierher kommen. In naher Zukunft ist der Besuch eines ihrer Schiffe fĂ€llig, die zweimal im Jahr kommen, um Tribut abzuholen von den Daikara. Mit einem Kriegschiff.
- Quendan: ist die Frage, ob die Mahakroda das auch wissen.
- Lahala: wir sollten davon ausgehen.
- Quendan: also wollen die Mahakroda die Eroberung vielleicht abschlieĂen und dann den Tribut statt der Daikara zu bezahlen und hoffen, dass die KâTenshin sie akzeptieren.
Die TĂŒrme heiĂen Dai, Raha und Nika.
Quendan kommt wieder zu uns hoch.
- Sambucus: wenn das nicht morgen ist oder ĂŒbermorgen, ist der Meister Hausvor hier, wenn der Krieg ausbricht.
- Quendan: wir können dem Hausvor leichter verkaufen, dass er sich von der Lahala verschiffen lĂ€sst, weil dann die KâTenshin hier sind und dann ist er in Sicherheit.
- Chosa: wann wĂ€ren die Daikara besiegt? Wenn ihr Lahala entfĂŒhrt oder getötet wird?
- Quendan: ich glaube, daran denken die Mahakroda nicht. Sie wollen nur erobern.
- Sambucus: und sie mĂŒssen eine Lahala nicht fĂŒrchten.
- Verâjigor: sie mĂŒsste auch die Erinnerungen ĂŒbergeben. Mit dem KâSoto Ensherenk.
Quendan bietet das Hausvor an. Das Schiff von Mahendo oder von der Lahala.
- Quendan: ⊠das einzige Problem ist, dass keiner von beiden nach KâTenshin fahren möchte. Aber sie werden an einen Ort fahren, an dem die Mahakroda sie nicht finden. Aber die KâTenshin werden bald ein Kriegsschiff schicken, um den Tribut einzutreiben, und dann wird sich die Situation klĂ€ren.
- Hausvor: stimmt. Das Tributschiff mĂŒsste in ein bis zwei Wochen hier sein. Mir gefĂ€llt euer Vorschlag. Könnt ihr mich dieser Lahala der Nennsora vorstellen?
- Quendan: selbstverstÀndlich.
- Quendan (leise): aber seid bitte höflich. Sie ist eine Lahala.
- Quendan (zur Lahala): das ist der Zwerg, von dem ich gesprochen habe. Hausvor Neumoney.
- Hausvor (verbeugt sich): ⊠ich danke Ihnen vielmals fĂŒr diese Möglichkeit.
- Lahala: ihr spielt nicht zufÀllig ein Instrument?
- Hausvor: ich wĂŒrde es nicht spielen nennen.
- Lahala: vielleicht können wir daran arbeiten.
- Lahala (zu Quendan): Ich hoffe wir sehen uns. Gebt auf euch acht.
- Quendan: gebt bitte auf euch acht.
Sie fragen, was ich machen wĂŒrde. Ich bleibe.
- Chosa: Ich habe einen Bluteid geschworen, und einfach wegzugehen wÀre ehrlos.
- Sambucus: und es wÀre langweilig.
Beim Turm Nika klingt ein Gongschlag und alle verbleibenden sammeln sich, um die Lahala zu hören. Trotz der Unsicherheiten flieĂt das Wasser des Galanga. Wie gestern, aber doch nicht wie gestern.
Auf einem Balkon stehen die Lahala, die Kalidasa und ein weiterer TâSkrang. Die Lahala wartet, bis sich die EinzelgesprĂ€che auflösen. Nach einiger Weile spricht sie. Schwer.
- Lahala: Liebe Schwestern. BrĂŒder. Meine Daikara.
Dann kippt sie nach vorne und stĂŒrzt 5 Schritt von dem Balkon in die Menge. Der dritte TâSkrang hĂ€lt sein Schwert in der Hand und kĂ€mpft mit einer Gestalt auf dem Balkon. Die Kalidasa versucht sich zurĂŒckzudrĂ€ngen. Wird ĂŒber die BrĂŒstung gestoĂen und hĂ€ngt am GelĂ€nder.
Targ rennt durch die Menge. Wir folgen ihm und halten den RĂŒckweg frei. Dann springt er aus dem Stand zum Balkon und landet mit der Kalidasa wieder zwischen uns.
Quendan fliegt zum Balkon. Sambucus erstarrt.
Auf dem Balkon kĂ€mpft ein TâSkrang im dunklen Umhang. Der Daikara ist unverletzt und wĂŒtend. Nicht in Gefahr. Dann fliegt er zur Lahala.
Sie ist umringt von Angehörigen ihres Nialls. Wird gestĂŒtzt. Halb bei Bewusstsein. Hat die Augen geschlossen. Bewegt den Kopf langsam von links nach rechts.
- Lahala: bringt die Kalidasa. Wo ist sie?
Quendan ruft uns und Targ bahnt sich den Weg zur Lahala. Auf dem Balkon wird Der Angreifer erstochen.
Die Kalidasa sagt Targ, dass sie nach unten möchte. Rennt dann zur Lahala. Legt ihren Mund fast an ihre Lippen. Ruft einige der Umstehenden, ihr zu helfen, die Lahala in ihre GemÀcher zu bringen.
- Kalidasa: wir mĂŒssen sofort das KâSoto Ensherenk beginnen.
- Kalidasa (zu uns): es ist eine seltsame Bitte, aber wĂŒrdet ihr das Ritual bewachen?
- Chona: wie lange dauert es?
- Kalidasa: ich kann es dir nicht sagen. Einige Stunden.
- Kalidasa (zu einem der Anwesenden): Bitte verbreitet die Nachricht, wenn das Ritual abgeschlossen ist, werde ich mir eine Stunde Zeit nehmen und dann entscheiden, ob wir den Niall evakuieren.
Mit uns im Raum sind nur Upani Shaidn, der Daikara, der den AttentĂ€ter getötet hat, KapitĂ€n der Kinshal. Dazu ein TâSkrang mit den Insignien des Hauses KâTenshin, der sich aber zurĂŒckzieht. Dazu zwei alte TâSkrangfrauen, die sie unterstĂŒtzen.
Der Raum wird versiegelt.
Die Kalidasa und die alten TâSkrang stimmen ein gutturales Lied an. Dann nimmt die Kalidasa gegenĂŒber der Lahala Platz. Sie sitzt auf einer Matte mit Mustern aus Gras eingeflochten. Eine der alten Frauen stĂŒtzt die Lahala, damit sie sitzen kann. Die vierte Frau reicht ihr, was sie braucht.
Ein Tee, den sie beide trinken. Zwischen ihnen baut sich Spannung auf.
Nach einiger Zeit beginnen sie in monotonem Gleichklang Laute zu intonieren. Wir können nicht unterscheiden, von wem welcher Ton stammt.
Die Assistentinnen betrachten die Lahala, deren Kraft schnell schwinden. Schmerzen. Es fÀllt ihr schwer, aufrecht zu bleiben.
Stunden vergehen.
Als der letzte Ton aus den beiden Kehlen der alten und der neuen Lahala verklingt, vergeht das Leben im Körper der alten Lahala. Eine der Assistierenden fÀngt sie sanft auf und legt sie auf den Teppich.
Die Lahala geht zu ihr. Legt ihren Kopf an den ihrer VorgÀngerin. Verharrt einige Minuten. Steht auf und kommt zu uns. Spricht mit Quendan.
- Lahala: ich danke euch, dass ihr euren Schutz gewĂ€hrt habt, wĂ€hrend dieses fĂŒr uns so wichtigen Moments. Ich muss jetzt mit dem Wissen, das ich bekommen habe, versuchen, die beste Entscheidung fĂŒr meinen Niall zu treffen.
Ich beobachte Upani Shaidn. Und er mich. Wir wissen beide, dass das der gefÀhrlichste Moment ist.
Die TĂŒren werden geöffnet und die Alten legen den Körper der alten Lahala auf ihre Schlafdecken, wĂ€hrend die Lahala sich in einen Nebenraum zurĂŒckzieht.
Upani Shaidn reicht mir die Hand.
- Upani: Danke, dass ihr da wart.
- Chona: wisst ihr, wie es passieren konnte?
- Upani: der AttentĂ€ter war ein Adept. Er rammte ihr einen vergifteten Dolch in den RĂŒcken.
- Quendan: was ist denn passiert, als die Kinshal und eure zwei anderen Schiffe ⊠ich nehme an, ihr habt gegen die Mahakroda gekÀmpft.
- Upani: ich weiĂ gar nicht, gegen wen wir gekĂ€mpft haben. Wir haben die Flotte gar nicht mehr erreicht, stieĂen nur auf einige FlĂŒchtlinge. Die Ballista und die Javelin wurden beide versenkt. Wir hatten mit diesem Nebelschiff zu tun, aber wir konnten uns absetzen, nachdem uns diese Eiswaffe getroffen hatte. Ich vermute, sie lieĂen uns dann entkommen. Ich hoffe, dass die Feuerkanone hier hilft.
- Chona: wenn sie dann nicht sabotiert ist.
- Quendan: Vielleicht sollte jetzt jemand nach der Feuerkanone schauen. Und vielleicht könnt ihr niemanden treffen.
- Chona: ihr könnt nicht durch den Nebel sehen. Sie können es.
- Upani: ich werde mich beraten.
- Quendan: mein Freund Sambucus hat sich schon einmal an das Schiff angeschlichen. Dann könnte er vielleich ein Leuchtfeuer zĂŒnden.
- Sambucus: ich hab es einmal gemacht âŠ
- Quendan: das heiĂt doch, dass du es immer kannst!
- Ara (auf Sambucusâ Schulter): Gurr, Urr, Gâara.
Upani stellt Leute ab, um die Feuerkanone zu bewachen.
Dann warten wir, was die Lahala entscheidet. Ob sie die Festung aufgeben oder nicht. Mit nur einem Schiff wird selbst das Entkommen gefĂ€hrlich. Sie mĂŒssen ihr Gelege mitnehmen.
Es gibt das Schiff der Lahala Nennsora und das von Mahendo.
PlÀne
Die Sonne ist kaum aufgegangen, als uns ein Bote der Lahala erreicht. Am Ufer findet die Beisetzung der Lahala statt.
Sambucus fragt noch den Boten, was wir anziehen sollten.
- ??: Es wird alles etwas improvisiert heute.
Es bleibt noch Zeit zum FrĂŒhstĂŒcken. Wenn die Lahala dem Fluss zurĂŒckgegeben ist, ist die Kalidasa offiziell Lahala an Stelle der Lahala.
Am Ufer des Galanga steht bereits fast der gesamte gesamte Niall bei der HĂŒtte des Schamanen Udan Apar. Auf seinen Körper hat er Symbole von Geistern des Flusses gezeichnet.
Der Körper der alten Lahala ruht auf einer Bahre am Flussufer. Vor ihr ist ein Loch im schlammigen Ufergrund. Nach ein paar Worten von Udan Apar legen der Schamane und die neue Lahala den Körper der alten Lahala in das Loch. Sie legt ihren Mund an das Ohr der alten Lahala und spricht etwas in ihr Ohr.
Als sie sich aufrichtet, bewegt sie sich anders als vorher. Der Klang ihrer Stimme hat sich geÀndert. Bedankt sich bei einigen.
Upani Shaidn sagt sie âmein Treuer Upani, dir hinterlasse ich die Aufgabe, Nadkarangi zu verteidigen. Du wirst nicht zulassen, dass Feinde es besetzen.â
Neben ihm steht ein gelbgeschuppter TâSkrang mit roten Schuppen auf dem RĂŒcken: Amba, dir ĂŒbertrage ich die Aufgabe, die Mahakroda so lange zu bekĂ€mpfen, bis keiner von ihnen mehr lebt. Ihr Blut muss den Galanga reinigen.
Sie wendet sich Udan Apar zu, bedankt sich, bitten ihn der Lahala zur Seite zu stehen.
Zu uns:
- Ich weiĂ nihct, warum ihr hier seid. Ich weiĂ nicht, wer euch gerufen hat. Ich weiĂ nicht, ob man euch trauen kann. Die Lahala Daikara wird Antworten auf diese Fragen finden mĂŒssen. FĂŒr mich ist es jetzt Zeit zu gehen. Vertraut der Lahala.
Sie knieht wieder neben der toten Lahala nieder. Eine Welle geht durch ihren Körper und etwas verlÀsst sie. Als sie sich wieder aufrichtet, Àhneln ihre Bewegungen und ihre Stimme wieder der Kalidasa.
Fast alle des Niall Daikara haben wieder den festen Blick, als wĂŒssten sie, was zu tun ist.
Amba scheint erleichtert, als die Lahala zu ihrem eigentlichen Selbst zurĂŒckkehrt. Er beobachtet die anderen im Niall skeptisch.
Verâjigor meint, Upani wirkt, als sei er erleuchtet worden.
- Lahala: Ich bin noch nicht zu einem abschlieĂenden Ergebnis gekommen und werde noch einen Rat abhalten. Ich möchte euch zu diesem Rat einladen, wenn ihr gewillt seid, eure Perspektive einzubringen. Ich schicke euch GâSchosa.
Bewaffnete begleiten sie zu den TĂŒrmen.
Eine halbe Stunde spĂ€ter bringt uns GâSchosa zum Rat in den Turm Dai. Hochwertig bestickte Sitzkissen liegen um einen Tisch in der Mitte. Kannen mit Tee lassen Dampfspiralen in die Luft aufsteigen.
In erster Reihe sitzen Upani, Amba und ein grĂŒnschuppiger TâSkrang in gepflegter RĂŒstung sitzen um den Tisch. Der Neue trĂ€gt das Emblem des Hauses KâTenshin. Er wird als Katori vorgestellt.
In zweiter Reihe sind Sekarin, eine der Beraterinnen der Lahala Nenntilor, und Isaâa, die Schwertmeisterin der Nennsora.
- Upani: was sollen die hier? Sie haben hier nichts zu suchen, das ist eine Beratung under VertrauenswĂŒrdigen und VerbĂŒndeten der Daikara.
- Lahala: Ich habe sie eingeladen, sie haben schon einiges an Erfahrung im Kampf mit den Mahakroda und ihre Perspektive ist mir wichtig.
Upani setzt sich wieder. Schaut uns nicht an.
GâSchosa weist uns Sitzkissen in der zweiten Reihe zu und zieht sich dann zurĂŒck.
- Lahala: nachdem nun alle hier sind. Vor mir liegt eine schwierige Entscheidung. Sollen wir unser Heil den Mahakroda hinterlassen und unser Heil in der Flucht suchen oder es verteidigen. Vertrauen in die WiderstandsfĂ€higkeit unseres Zuhauses. Auch mit der Weisheit unserer Vorfahren bin ich noch zu keinem Schluss gelangt. Daher habe ich euch als wichtige Ratgeber zusammengerufen. Ich werde euch der Reihe nach aufrufen und bitte euch auch, die ĂŒbrigen Angehörigen, auch wenn ihr ihre Sicht nicht teilt, ihre Sicht darlegen zu lassen. Einer meiner Ă€ltesten Freunde: Amba, duhast das Wort.
- Amba (wirkt unsicher): Ich denke, wir sollten Nad Karangi auf jeden Fall evakuieren. Wir haben mehr zu gewinnen, wenn wir es aufgeben, als wenn wir hier bleiben und möglicherweise auch noch die Kinshal verlieren. Ich wĂŒrde vorschlagen, mit der Kinshal zu den Nennsora fahren und uns dort im Lunga-Meer zu verstecken, und dort alle Nialls zu vereinen und gemeinsam zurĂŒckzuschlagen.
- Lahala: dir ist bewusst, dass die Nenntilor und die Nennsora bis auf die beiden Gesandten bereits beschlossen haben, von hier zu fliehen. AuĂerdem habe ich den Lahalas der beiden Nialls bereits angeboten, Nad Karangi zusammen zu verteidigen. Aber sie haben abgelehnt. Nad Karangi ist noch nie erobert worden, aber wenn es den Mahakroda gelingt, es einzunehmen, wird es fĂŒr uns noch schwieriger, es einzunehmen, wenn sie es erst besetzen.
- Katori (lehnt sich feurig auf den Tisch nach vorne): Mein Vorschlag ist folgender: ich habe die Taktiken studiert, kenne Strategien aus unzĂ€hligen Schlachten, unseren eigenen und vielen anderen, die gelehrt werden. Wir nehmen die Kinshal und verstecken sie in einem der Nebenarme. Wir zerstören die Plattformen um die TĂŒrme und verteidigen die TĂŒrme mit Blut, bis die VerstĂ€rkung aus KâTenshin hier eintrifft. Bei unserem Zollschiff handelt es sich um ein Kriegsschiff der KâTenshin. Das ist ein Gegner, dem die Mahakroda noch nie gegenĂŒberstanden. Wenn die Mahakroda mit ihrem Schiff unser Kriegschiff angreifen, fĂ€llt ihnen die Kinshal in den RĂŒcken und mit diesem Zangenangriff werden wir sie erledigen. Ich weiĂ, das verlangt viel Einsatz, aber wir sind durchaus willens, mit HandelsgefĂ€lligkeiten und Entgegenkommen mit den Zöllen dafĂŒr zu sorgen, dass sich euer Niall erholen kann. Es darf hier kein zweites Te Kambras geben.
Te Kambras ist ein junges TâSkrang Haus, das Teile des Territoriums der KâTenshin ĂŒbernommen hat. Teile des Dschungels, die am Westrand nach Norden lĂ€uft, fast bis nach Travar. GefĂŒhrt von der Nachfahrin eines TâSkrang-Helden.
Die Lahala wendet sich uns zu. Upani springt wĂŒtend auf. Wir reden vor ihm. Die Lahala wechselt zwischen Widerstreitenden Emotionen. Als wĂ€re in ihr noch die alte Lahala mit einer anderen Meinung.
Quendan beginnt damit, dass er bei T'Skrang lebt und erklĂ€rt, dass er findet das die Alten und Verletzten und die Eier mit der Kinjal flĂŒchten sollten. Und dass eine Gruppe starker KĂ€mpfer losziehen könnte, um das Schiff der Mahakroda zu versenken.
- Chona: Ihr mĂŒsstet eure TĂŒrme selbst zerstören, sonst realisiert ihr die Gefahr. Der Niall wird mit Sicherheit bereits durch VerrĂ€ter beobachtet. Der AttentĂ€ter kam unbemerkt rein.
- Verâjigor: unsere Motive. Ich habe eine Prophezeihung bekommen, dass ich einer Person nach NadâKarangi folgen soll. Was ich tun soll, sagt sie nicht deutlich. Das ist die Motivlage. Könnt ihr glauben, könnt ihr nicht glauben. Und die hier sind quasi mein AnhĂ€ngsel.
- Targ: Der Eindruck, den ich von euren Leuten erhalten habe ist nicht, dass sie diesen Ort so einfach aufgeben wĂŒrden.
- Sambucus: der Eindruck, den ich von den Mahakroda hisher erhalten habe ist, dass man ihnen entschlossen entgegentreten muss. NadâKarangi den Mahakroda zu ĂŒberlassen steht nicht zu Frage. Das wichtigste ist, eure Eier zu retten, bevor hier etwas schlimmes passiert. Warum ich hier bin? Weil unser Weg uns immer dahin gefĂŒhrt hat, wo Namensgeber unsere Hilfe brauchten.
- Lahala: Ich sehe Weisheit in euern Worten. Mein lieber Upani, du sollst das letzte Wort haben.
- Upani: Ich sehe Weisheit in den Worten der alten Lahala. Sie weis, wie wichtig NadâKarangi fĂŒr uns ist. Aber nicht nur fĂŒr uns. Wenn wir unsere Feuerkanone effektiv einsetĆșen, ihre ⊠benutzen, so dass die Angreifer nicht an unseren TĂŒrmen anlegen können, haben wir eine gute Chance, sie aufzuhalten. Ich glaube, Amba ist so weit, dass er das Kommando ĂŒber die Kinshal ĂŒbernehmen kann. Ich werde hier bleiben. Ich glaube, das ist die beste Strategie, die wir verfolgen können.
- Lahala: ich finde diesen Vorschlag sehr gut. Amba, du solltest die FĂhrung der Kinshal ĂŒbernehmen. Ich danke euch fĂŒr eure RatschlĂ€ge. Ich werde noch einige letzten Entscheidungen treffen mĂŒssen und mit Upani die Verteidigung besprechen mĂŒssen.
Isaâa fragt uns nach den Windlingen.
- Quendan: oh, ja, die sind mit Mahendo gekommen, genauso wie wir.
- Isaâa: ich habe mitbekommen, dass ihr verlorener Freund inzwischen wieder da ist. Er ist mit Slipsplisnir und Bintrel auf meinem Boot. Ich glaube er hieĂ TerâLispling. Was werdet ihr jetzt tun?
- Quendan: braucht ihr unsere UnterstĂŒtzung fĂŒr irgendetwas?
- Isaâa: am liebsten wĂ€re es mir, wenn wir eine Methode finden wĂŒrden, dieses Schiff lahmzulegen oder zu zerstören. Aber wisst ihr was: wir stehen hier auf dem Flur. Lasst uns auf mein Boot gehen.
Das bunte Boot von Isaâa ist an den TĂŒrmen festgemacht, und die Windlinge fliegen uns direkt entgegen. Bintrel sieht schon wieder gut aus.
- Slipsplisnir: ihr mĂŒsst mit TerâLispling reden. Der war auf dem Boot. Hat das ganze Boot ausgekundschaftet.
Sie schieben Targ an beiden Schultern auf das Boot.
- TerâLispling: die Mahakroda waren total blind. Aber auch total irre. Die haben da drin so ein Ding, das ist wie Eis. Ein riesen Ding, total kalt. Da sind aber immer irgendwie so zwei Mahakroda um das Ding rum und die sind da immer am machen. Die machen so den Eindruck, als ob die die ganze Zeit so Dinge machen mĂŒssen, damit das Ding fĂ€hrt.
- Sambucus: ja genau, Zauber.
- TerâLispling: ich war mal auf einem Schiff mit einer Feuermaschine und da hat der Maschinist die ganze Zeit daran rumgeschraubt. Und die haben so eine Eismaschine. Und das war viel komplizierter. Und das war schon hier aber auch wo anders. Wisst ihr, was ich meine. Als ob da drin so ⊠stell dir vor, du siehst nen Baum und in dem Baum da ist ein Loch und in dem Loch da ist ein Bienenschwarm drin, und da sind echt saure Bienen drin, und du musst aufpassen, dass die nicht stechen, aber du kannst sie auf andere schicken, und das Ding das ist auch so, und du kannst beliebig viele Bienen da rausholen.
- Quendan: So wie eine Verbindung in eine andere Welt.
- T: die mĂŒssen die ganze Zeit gucken, dass das Eis irgendwo hin geht. Weil wenn die das nicht machen, macht das Puff. Jetzt ĂŒberlegt mal, wenn wir die zwei TâSkrang, ich habe ĂŒberlegt, ob wir die auf einen Singwettbewerb …
- Q: wenn die das nicht mehr machen, dann wird ja alles zu Eis. Man muss die nicht nur ablenken, sondern auch das Loch zumachen. Wenn sie es aber erschaffen haben, zerfÀllt es wahrscheinlich. Kannst du uns einen Plan des Schiffes zeichnen?
- T: klar, ich mal voll gerne!
Er malt mit den Fingern mit Beerensaft.
- Isaâa: wenn wir irgendwie sowas abziehen möchten, mĂŒssten wir uns diese Elementaristen zu einem Zeitpunkt schnappen, wenn ein GroĂteil der Kampftruppen der Mahakroda anderweitig beschĂ€ftigt sind.
- Chona: dann sollten wir das niemand anderem sagen auĂer der Lahala.
- Quendan: Beim Angriff auf NadâKarangi. vielleicht haben die da ja UnterstĂŒtzung. Die zurĂŒckbleibt.
- TerâLispling: da gibt es Mahakroda, die sehen total doof aus, da sind aber auch welche, die sehen gar nicht so doof aus. So welche so wie der Chona, und welche, die können ganz fies mit Pfeilen schieĂen, und mit Pfeilen schieĂen, das ist voll Kotze.
- Quendan: ja, Pfeile schieĂen ist voll doof. Vielleicht haben wir fĂŒnf da ja schon eine Chance. Vielleicht erzĂ€hlen wir das niemand anderem mehr. Isaâa, wĂŒrdest du uns helfen?
- Isaâa: das muss ich mit meiner Lahala besprechen. Ich muss mich vor allem um ihren Schutz kĂŒmmern.
- Quendan: vielleicht können wir ja auch Sekarin fragen. Die arbeitet auch bestimmt nicht fĂŒr die Mahakroda. Aber die hat wohl die gleichen EinwĂ€nde.
Tat
Es ist Nachmittag.
- Isaâa: wahrscheinlich ist der beste Zeitpunkt, wenn sie beim GroĂangriff sind.
- Joran: Mahendo kennt jeden Seitenarm, und die meisten halten sie nicht fĂŒr befahrbar. Wir können uns verstecken. Ich könnte euch aber auch ein paar Kernchen wahres wahres Feuer bringen.
- Quendan: Das ist vielleicht ein guter Plan B, aber ich glaub, wenn wir grad hingehen und das machen, fliegt uns das Ding komplett um die Ohren und dann kann man uns nur noch im Dschungel einsammeln.
- Sambucus: Wo mĂŒsste man das reinwerfen?
- Quendan: Man mĂŒsste ihn in die Maschine werfen.
- Verâjigor: am vielversprechendsten wĂ€re es wohl, zu warten und dann alle ĂŒbriggebliebenen zu bekĂ€mpfen.
Ich spreche mit dem Schmied Kunus und frage ihn nach der RĂŒstung. Er antwortet âdas ist nicht der Schwur. Ich sehe nicht, wie es die Lahala schĂŒtztâ. Er gibt mir aber ein von ihm geschmiedetes Breitschwert.
- Kunus: Wenn du gehst, um Mahakroda zu töten, sollst du es mit einem unserer Schwerter tun.
Die anderen haben derweil TerâLispling nach dem Boot der Mahakroda gefragt. Ăber dem Raum mit dem Eisportal ist der Schlafraum, und darĂŒber das Oberdeck. Wir mĂŒssen durch diesen Schlafraum.
Wir folgen der tuckernden Harmatan und die TĂŒrme von Nad Karanji werden hinter uns kleiner. Mahendo fĂŒhrt uns vom Hauptarm des Flusses weg in einen ĂŒberwucherten Nebenarm. Schleppt das Boot noch tiefer hinein und dann warten wir.
Sambucus und ich suchen uns einen Platz am Ufer. Es dauert viel zu kurz, bis eine Nebelwolke den Fluss herunterkommt. Um sie herum fahren Einbaum-Kriegsboote der Mahakroda.
Sie fahren auf Nadkaranji zu. Ich renne zurĂŒck zu Isaâa, um die anderen zu warnen. Sambucus bleibt am Fluss.
Die Nebelwolke kommt weiter in Richtung Nadkaranji und die Kanone feuert auf den Turm Dai. Auf die Feuerkanone. Die Geschosse der Feuerkanone reichen nicht bis zum Schiff. Bei ihrem dritten Schuss komme ich zurĂŒck zu Sambucus.
Beim fĂŒnften Schuss funktionieren die Feuerkanonen von Nadkaranji nicht mehr richtig. Die Eiskanone feuert weiter.
Sambucus schickt Drana zu dem Schiff, die ihr nach dem RĂŒckflug zeigt, wie viele TâSkrang auf dem Schiff sind. So viele wie Beeren an einem Baum.
Es wird dunkel. Der Nebel leuchtet durch Lampen im Inneren – und durch die Entladungen der Eiskanone. Beim 13. Schuss gibt es kein Gegenfeuer mehr. Beim 14. Schuss stĂŒrzen Teile der Turmspitze herab.
Der Tross bewegt sich weiter den Fluss herunter, kreisförmig um Nadkaranji. Dann feuern sie auf die Eingangsplattformen um die TĂŒrme.
SpĂ€ter bewegt sich im Licht des Mondes eine EisflĂ€che um die TĂŒrme. Die Boote der Mahakroda werden auf das Eis gezogen und sie greifen an.
Targ legt sich auf einen Baumstamm, Verâjigor meckert etwas, dann ziehen wir ihn zusammen zum Boot der Mahakroda. Sambucus und Quendan fliegen in etwas Abstand.
Die EisflĂ€che um das Boot herum zieht sich langsam zurĂŒck. In den TĂŒrmen wird gekĂ€mpft.
Quendan und Sambucus erreichen die Reling, Sambucus wirft einen Blick auf das Deck. Dort ist niemand zu sehen. Aber in dem Aufbau auf Deck stehen zwei TâSkrang. Wir diskutieren, wie wir auf Deck kommen. Dann steht Targ auf seinem Baumstamm auf und zieht ein Tau herunter.
Targ rollt geschmeidig auf das Deck. In einem Aufbau auf Deck stehen zwei Mahakroda. Die Windlinge fliegen durch die TĂŒr von vorne, wir anderen springen durch die Fenster. Die beiden Mahakroda können nicht mehr reagieren, bevor wir sie niederschlagen.
Bruch
Eine Luke fĂŒhrt nach unten. Geschlossen. Targ packt ihren Griff und zieht sie auf. Die Scharniere kratzen kaum. Gut gepflegt. Eine Leiter fĂŒhrt nach unten.
Quendan flattert nach unten in Zwielicht.
- Quendan: Da sind ein halbes Dutzend Schlafende.
Sambucus Bingel folgt ihm nach unten. Wir warten oben, bis sie den Schrei eines Roten Fliegensteppers nachahmen.
Zwei Stockwerke unter uns schwebt in einem Metallgestell eine eisblaue SphĂ€re. Daneben steht ein TâSkrang, voll konzentriert. Rohre kommen aus der Kugel hervor und gehen ĂŒber die Decke zu verschiedenen Orten des Schiffes. Auf der anderen Seite des Gestells schwebt ein Wasselelementar.
Auf dem Zwischendeck ist eine der KabinentĂŒren offen.
Verâjigor schleicht sich nach unten. Quendan und Sambucus fliegen hinterher. Ich klettere auch die Treppe herunter und auf dem halben Weg stoppt ein leises GesprĂ€ch. Ich halte das Schaufelrad zwischen zwei Kriegern und mir, die suchen kommen.
Dann sehen sie Targ, der durch die Luke lugt. Einer packt den Speer. Und Targ springt ihm mit seiner Axt entgegen. Aber der Krieger bleibt stehen.
Ich renne um das Schaufelrad in ihre Richtung, ziehe das Schwert. Der zweite KÀmpfer lÀutet eine Glocke und die Schlafenden erwachen. Ich steche auf einen der Erwachenden. Der KÀmpfer schlÀgt an mir vorbei, ich drehe mich um und schlage ihn zu Boden. Einer springt ins Wasser, ein anderer geht in einen Raum.
Unten greift der Elementar Sambucus an und nagelt ihn mit einem Eisspeer an die Wand.
Der Elementarist fÀllt und der Elementar verschwindet.
Auf dem Mitteldeck sammeln sich die Gegner in engen GĂ€ngen, fallen Targs Axt und meinem Schwert zum Opfer, lassen die Waffen fallen und zĂehen sich zurĂŒck als die HĂ€lfte gefallen ist.
Explosion
Ich klettere die Leiter zu den anderen hinunter. Sie stehen vor der KajĂŒtentĂŒr. Recht inaktiv.
- Verâjigor: Mach mal auf.
Ich stoĂe die TĂŒr auf und uns fliegt ein Feuerball entgegen. Er explodiert zwischen uns und wirft mich gegen die Wand.
Quendan schleudert kleine Erdpfeilchen in die Kabine, die an einem TâSkrang zerschellen. Verâjigor springt durch die TĂŒr und rammt dem TâSkrang die Axt in den Körper. Sambucus fliegt hinterher und grĂ€bt seine Krallenhand tief in sein Fleisch. Der TâSkrang sinkt zu Boden.
- Chona: Nehmen wir ihn mit?
- Verâjigor: Wieso sollen wir ihn mitnehmen?
- …
Ich ersteche ihn. Alle GrĂŒnde, ihn leben zu lassen, wurden widerlegt.
Verâjigor und Sambucus durchsuchen die Truhen und sammeln Glitzerkram ein. Und zwei BĂŒcher. Ich durchsuche die Kleidung des Toten. FarnrĂŒstung ĂŒber einer Elementaristenrobe. Ein Messer in einer Scheide. Am linken Handgelenk ein Armband mit verschiedenfarbigen Perlen. Ich nehme ihm das Armband ab. Sambucus sieht noch einen Stab vor ihm auf dem Boden.
Ich laufe zum anderen. Seine AusrĂŒstung ist Ă€hnlich.
- Chona: das wird sicher instabil. Wir sollten schnell raus.
- Sambucus: seh ich auch so.
Quendan betrachtet das schimmernde Tor. Eine Verbindung zur Ebene der Luft. EntlÀdt sich wahrscheinlich binnen einiger Stunden.
- Quendan: können wir das nicht beschleunigen?
- Chona: Wenn wir einen Elementaristen reinwerfen?
- Q: ich glaube, ohne dass ein Elementarist, der sich damit auskennt, das Ding aufrechterhÀlt, wird das von selbst kaputtgehen. Ich glaub wir können jetzt gehen.
- Sambucus: dann können wir jetzt gehen. Kommt, gehen wir.
- Chona: ist das nicht etwas zu langsam?
Quenda liest die BĂŒcher quer, aber da steht nichts zum Tor.
- Chona: Geht es schneller, wenn ich den Elementaristen da reinwerfe?
- Quendan: vielleicht schon. Probier es doch. Löst doch mal Targ mit der Wache ab.
Ich klettere nach oben. Verâjigor testet die AuĂenwĂ€nde mit der Axt, aber sie sind hart wie Stein.
Quendan liest in den BĂŒchern. Den Grimoires der Toten. Er will wohl was daraus zaubern.
Verâjigor klettert ganz nach oben. Ich bleibe bei Targ. Von unten flucht Quendan. Minutenlang. Und dann noch lĂ€nger.
- Quendan: Verdammt, dann halt roh!
Das hört sich nicht gut an. Irgendwas brutzelt unten. Und blitzt. Und fizzelt.
Die WĂŒrfel rollen verdeckt.
- Quendan: ich weiĂ nicht, wieviel Effekt das hatte, aber wir sollten trotzdem machen, dass wir wegkommen.
Targ und ich stellen noch eine Kiste auf die Luke, dann schwimmen wir weg, mit Targ auf dem Einbaum.
Und erreichen ohne Probleme die Harmatan in einem Seitenarm.
Als wir unsere Wunden lecken, gibt es eine riesige Explosion auf dem See. Die Tristar schleudert Holzteile bis in den Dschungel. Eine EisflÀche breitet sich um das Wrack herum aus, schmilzt dann aber schnell wieder. Die Reste des Schiffes versinken schnell.
Dann schwimmen wir nach Nadkaranji, um den Daikara zu helfen. Targ nimmt den Einbaum, wir schieben ihn. Als er gegen etwas im Wasser stöĂt, kann Verâjigor den Einbaum gerade so halten.
- Quendan: Da, da drĂŒben ist es ganz still geworden in Nadkaranji. Da scheint niemand mehr zu kĂ€mpfen.
- Sambucus: wir fliegen mal vor und prĂŒfen die Lage. Haltet euch nahe am Strand.
Auf halbem weg geht Sambucus die Kraft aus und er stĂŒrzt ins Wasser. Seine Ara Drana fliegt zu ihm herab und hilft ihm wieder in die Luft.
Dann erreichen sie die TĂrme. Auf dem Turm der Feuerkanone ist Licht. Aus einigen der Fenster scheint der Schimmer von Lichtquarzen.
Ein paar Rufe und Wortfetzen von Unterhaltungen dringen heraus.
Das sichtbare Tor ist von innen verbarrikadiert. Etwas platscht im Wasser. Ein verletzter Daikara liegt auch einem schwimmenden Korb, versucht sich unter dem Steg ĂŒber Wasser zu halten.
Der Einbaum hĂ€ngt fest. Ich versuche, ihn wegzudrĂŒcken. Targ stĂŒrzt fast vom Einbaum. Ich hĂ€nge in irgendwas fest, kann mich mit MĂŒhe wieder befreien. Es ist dunkel und wir treiben immer weiter ab. Es dauert lange, bis wir endlich das Ufer erreichen. Verâjigor sucht den Weg zurĂŒck. Wir sind weit lĂ€nger unterwegs als wir sollten.
Quendan und Sambucus konnten den Daikara bis zum Ufer ziehen. Er kĂ€mpft sich auf den Schlamm und lĂ€sst sich auf den RĂŒcken fallen. Atmet flach und schnell. Quendan beginnt ihn zu verarzten.
- Quendan: Was ist passiert? Was ist passiert?
- ?: Ăberrannt ⊠glaube sie haben ⊠die Lahala.
- Q: Wo war die Lahala zuletzt?
- ?: Dai
Er legt sich zur Seite, schlieĂt die Augen und atmet ruhiger.
Quendan fliegt etwas höher, um uns zu finden.
- Quendan: Ich bin sicher, die anderen kommen irgendwann.
- Sambucus: Ich wĂŒrde mich trauen, ins Fenster zu lugen.
Die Kanone stand auf Raha. Sambucus fliegt an Raha empor in Richtung Feuerkanone. Nahe an der Wand, um nicht zu leicht zu sehen zu sein.
Er fliegt langsam höher. Auf den Turmzinne stecken Fackeln. Sie lugt ins erleuchtete Fenster. Eine Gruppe Mahakroda-KĂ€mpfer steht an einer Treppe, die nach oben fĂŒhrt. Ruhen sich aus. Er fliegt weiter.
Als er fast die Zinne erreicht, den Kopf langsam ĂŒber den Rand der Zinne schiebt, leise wimmert, als die Speerwunde des Elementars wieder weh tut, die wieder aufgestellte Feuerkanone mit KĂ€mpfern darum sieht, blickt ihm einer der Mahakroda direkt in die Augen.
Als er sich fallen lĂ€sst, stöĂt der Speer nur eine Haaresbreite ĂŒber ihm durch die Luft. Er fĂ€ngt sich tiefer in der Luft wieder und fliegt zu Quendan.
- Sambucus: jetzt mĂŒssten wir kurz irgendwo anders hin, sie haben mich gefunden.
- Quendan: dann gehen wir woanders hin.
- S: Wohin sollen wir?
Sie decken den TâSkrang mit seinem Korb zu, dann verstecken sie sich im Dschungel. Und sehen uns kommen.
Nass
Die MorgendÀmmerung ist nicht mehr weit.
Die Lahala war zuletzt im Turm Dai. Die nicht KĂ€mpfenden mit den Eiern sind seit einem Tag auf der Flucht.
Wir wissen noch nicht, wie wir weitermachen. Können wir uns reinschleichen?
Die Harmatan ist bereits auf dem Weg zum Sammelpunkt beim Niall Nennsora.
Verâjigor holt den verwundeten Daikara vom Ufer. Der KĂ€mpfer schleppt sich ihm hinterher. Dann ziehen wir uns in den Dschungel zurĂŒck, lagern in einem Jagd-Unterschlupf der Daikara und schlafen schnell ein, als Quendans Essen unsere MĂ€gen fĂŒllt und die Erschöpfung des letzten Tages zuschlĂ€gt.
Verâjigor schlĂ€ft auf der Wache ein und wir wachen alle gut erholt wieder auf.
Im Licht des Tages sieht der TâSkrang wie TelâDain von der Schelonida aus. Er ist bereits vor uns aufgewacht.
- Quendan: Oh, das ist ja TelâDain!
- TelâDain: Ob das wirklich noch TelâDain ist, weiĂ ich nicht, aber gestern war ichâs noch.
- T: Wie komm ich hier her?
- Q: Die Mahakroda haben angegriffen, dann haben wir ihr Schiff versenkt, dann haben wir dich gefunden.
- T: Meine Erinnerungen sind ziemlich durcheinander. Ich weiĂ, dass ich irgendwann im Kampf gesehen habe, wie sie die Lahala ĂŒberwĂ€ltigt haben.
- Q: Ist sie getötet worden?
- T: Sie war auf jeden Fall am Leben.
- Q: Sie haben die Lahala gefangengenommen und dann die anderen gezwungen, aufzugeben.
- T: Es stand schon ziemlich schlecht fĂŒr uns.
- Q: Hast du eine Idee, wo sie die Lahala gefangenhalten könnten?
- T: In Raha gibt es Gefangenenzellen unter der WasseroberflÀche.
- Q: Kennst du da einen Zugang?
- T: Wenn mich das jemand anders fragen wĂŒrde, wĂŒrde ich nein sagen.
Quendan macht FrĂŒhstĂŒck. Drana fehlt gerade.
Nach dem wunderbaren FrĂŒhstĂŒck erzĂ€hlt TelâDain weiter.
- TelâDain: Ihr habt gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, unentdeckt in den Turm zu gelangen. Die gibt es tatsĂ€chlich. Im Boden des Turmes ist ein unter Wasser liegender Tunnel, der in einen Lagerraum im Turm fĂŒhrt.
- Quendan: Kannst du uns eine Karte zeichnen, wie man von dort zu den Zellen kommt?
Er zeichnet einen groben Plan in die lockere Erde. Wir kommen binnen Minuten vom Lagerraum zu den Zellen.
Sambucus sucht mit den Augen immer wieder die Baumwipfel nach Drana ab.
- Sambucus: Hat von euch heute schon jemand Drana gesehen?
Sie pfeift plötzlich laut. Ein Ruf antwortet. Drana flitzt ĂŒber das Lager hinweg, verfolgt von einem dunklen Schatten. Sambucus fliegt plötzlich nach oben durch das BlĂ€tterdach.
Federn eines Zoak sind durch die LĂŒcken zum Himmel sichtbar.
- Sambucus: Das ist kein Essen!
Sambucus plustert sich auf und der Zoak bremst vor ihm in der Luft. Flattert und setzt sich auf einen nahen Ast.
- Sambucus (zu Drana): Geh und ruh dich aus.
- Sambucus (zum Zoak): Was soll das? Wieso grade sie? Findest nichts anderes zu fressen?
Wirft dem Zoak Essen aus einem Beutel zu. Er frisst es und beobachtet.
Drana setzt sich neben Sambucus, einen Fetzen Fleisch im Maul. Sie hat offenbar dem Zoak Futter geklaut.
- Sambucus: Weil du ja bei mir nichts bekommst. Musste das jetzt sein? SchÀmst du dich nicht?
- Drana: Musste das jetzt sein? Musste das jetzt sein?
- S: DafĂŒr bekommt er jetzt deine Futterportion.
- D: Musste das jetzt sein?
Der Zoak bleibt sitzen.
Nach einer Weile kommt Sambucus wieder nach unten und macht das FrĂŒhstĂŒck fĂŒr Drana.
- Sambucus: Das war unnötig. Das weiĂt du auch selber.
- Drana: Musste das jetzt sein?
- S: Tschuldigung. Ich musste Drana nur kurz davor bewahren, gefressen zu werden. Aber jetzt bin ich wieder voll da!
Die Zellen sind von auĂen mit Riegel und Schloss gesichert.
Als wir fertig geplant haben, bricht wieder die DĂ€mmerung an.
Verâjigor und ich schwimmen zum Turm Raha, um die Senke zu finden, in der der Eingang zum Tunnel sein soll. Zumindest Verâjigor schwimmt zum Turm und findet eine Ăffnung am Grund des Flussbetts.
Ich verliere die Richtung und den Blick auf Verâjigor. Treibe in der Strömung. Ein Schatten ist vor mir. Mit Schuppen und Schwanz. Noch erkennt es mich nicht. Aber die Strömung drĂŒckt mich nĂ€her. Ich komme noch hoch an die Luft, dann fĂ€hrt es herum.
Ein riesiges Maul. Ich komme gerade so zur Seite. Der zweite Biss rauscht durch das Wasser und schnappt kurz vor mir zusammen. Dann drehe ich mich um und schieĂe durch das Wasser davon zum Ufer.
Ich habe fĂŒr zweifaches Ausweichen und die Flucht 10, 20 und 40 gewĂŒrfelt; 40 war 4x6 nachwĂŒrfeln und 1x8 nachwĂŒrfeln. Vorher waren fast alle WĂŒrfe 2 oder 3.
Wir kennen jetzt den Weg, um die Lahala Daikara zu retten.
Zellen
WĂ€hrend wir wieder planen, bemerkt Rana einen Zoak, der zum Turm Raha zurĂŒckfliegt.
Wir verstecken uns in der Dunkelheit des Waldes. Dann hole ich eine Rolle Tau aus den Docks des Dorfes. Quendan hatte sich an sie erinnert.
Wir versuchen einen Weg zu finden, Targ in den Gang unter Wasser zu bekommen.
- TelâDain: WĂŒrde es euch helfen, wenn euer Freund einen Luftkristall hĂ€tte, um eine Weile unter Wasser atmen zu können?
Udan Apar hatte in seiner HĂŒtte einige. TelâDain fĂŒhrt uns durch den Dschungel zu der SchamanenhĂŒtte. Udan Apar schlĂ€ft dort auf einer Schilfmatte. Quendan stupst ihn an.
- Quendan: Udan, Udan, wach auf. Ich bin Quendan.
- Udan: Ich glaube, ich kenne euch.
- Q: Das ist Sambucus, den kennst du, das ist CHona, den kennst du, âŠ
- Sambucus: Wir mĂŒssen die Lahala befreien und du kannst uns helfen, hat TelâDain gesagt.
- Q: TelâDain hat uns gesagt, dass es einen geheimen Tunnel in Raha gibt. Ich hoffe, das wusstest du schon, sonst habe ich es jetzt ausgeplaudert. Aber Targ kann leider nicht so gut schwimmen. Und TelâDain hat gesagt, dass du vielleicht einen Luftkristall hast, mit dem Targ vielleicht unter Wasser atmen können könnte.
- U: Das ist richtig. Ich habe ein paar dieser Kristalle fĂŒr bestimmte Riten und falls nicht-TâSkrang in die TĂŒrme wollen.
Er taucht in den Galangar und kommt kurz darauf mit einem Korb mit Steinen wieder an die OberflÀche.
Targ spitzt die Troll-Lippen und kann durch einen Stein atmen. Die Windlinge bekommen sie mit MĂŒhe in den Mund.
- Quendan: vielen, vielen Dank! Wir geben sie zurĂŒck, wenn wir die Lahala gerettet haben.
- Udan: Ich wĂŒnsche euch viel GlĂŒck und dass der Segen der Schlange mit euch sei.
Sambucus bröselt noch etwas Brot ins Wasser. Und nimmt einem Karpfen die Sicht, um selbst unter Wasser zu sehen.
Verâjigor schwimmt vorraus bis zur Ăffnung. Ich ĂŒbernehme das Seil und zeige damit den Windlingen den Weg. Quendan fĂŒhrt Sambucus durch die Luft.
Targ grĂ€bt Steine aus dem Uferboden, um sich zu beschweren, und lĂ€uft ĂŒber den Boden zu uns.
Nach einigen Minuten sind wir alle an der Luke. Quendan taucht vorraus.
Das Wasser war hier viel ruhiger, bis Quendan Panik bekam. Er springt fast aus dem Wasser und spuckt den Stein in die Ecke. Sambucus folgt kaum langsamer.
Und sehen die zwei Krokodile zu spÀt. Quendan wird komplett gegriffen und steckt im Maul des Krokodils. Sambucus wird heftig gebissen.
Targ passte gerade so in den Tunnel. Verâjigor und ich können erst dahinter kommen.
Das Krokodil mit Quendan im Maul gleitet unter Wasser. Targ schlÀgt das andere Krokodil in den Boden.
- Sambucus: Spuck ihn aus!
Quendan ist wieder frei. Sambucus steckt ihm den Stein in den Mund.
Verâjigor und ich schlagen von beiden Seiten auf das Krokodil ein.
Quendan flattert aus dem Wasser in die Luft. Und sieht eine Mahakroda.
Das Krokodil schleudert Verâjigor mit einem brutalen Biss zur Seite. Verâjigor schlĂ€gt zurĂŒck und das Krokodil erlahmt. Ich durchbohre sein Gehirn. Targ schlĂ€gt das andere Krokodil erneut in den Boden.
Sambucus hebt Quendans Stein auf.
Die Mahakroda greift Targ an, trifft aber nicht. Targ schlÀgt ihn zu Boden. Sambucus schlÀgt seine Krallenhand in die Brust der Mahakroda. Quendan schleudert Erdpfeile hinterher und die Mahakroda bleibt liegen.
Verâjigor tötet das verbliebene Krokodil.
Rettung
Wir hören tiefer im Gang WĂŒrfel fallen.
- Quendan: jetzt gehen wir und machen sie platt.
Das Krokodil scheint ihn noch in den Knochen zu stecken. Wir schleichen nach rechts durch den Gang und als wir vor der HolztĂŒr stehen, unterhalten und wĂŒrfeln sich Leute dahinter immernoch.
Sie wĂŒrfeln um irgendwelche Tiere, wirken entspannt.
Quendan und Verâjigor blicken durch das vergitterte Fenster in der TĂŒr.
Zwei Mahakroda und ein Daikara sitzen gemeinsam. Der Daikara trĂ€gt ein rotes Band am Arm an seiner RĂŒstung.
Targ bricht die TĂŒr aus den Angeln und wirft sie in Richtung des Tisches. Verâjigor, Sambucus und ich springen um Targ herum und greifen an. Der erste geht nach meinem Treffer zu Boden. Quendan wirft von hinten Erdpfeile. Sambucus schlĂ€gt die KrallenhĂ€nde durch den nĂ€chsten. Verâjigor köpft den Daikara.
Die beiden Mahakroda ergeben sich.
Eine TĂŒr fĂŒhrt in den Mittelteil des Turms. Dahinter sind die Zellen.
Quendan blickt in die Zellen. KĂ€mpfer der Daikara und die Lahala.
Der SchlĂŒssel hĂ€ngt an einem Haken. Quendan schlieĂt der Lahala auf, dann ihren fĂŒnf KĂ€mpfern.
- Lahala: lasst uns schnell verschwinden.
Wir laufen zurĂŒck zum Gang, die Geretteten springen ins Wasser, wir folgen. Verâjigor zieht Quendan mit, ich ziehe Sambucus.
Die Daikara und die Lahala schwimmen zielgerichtet davon. Einer kommt noch zurĂŒck und zeigt uns jeweils den Weg.
Als wir in Sicherheit sind, reicht uns die Lahala jeweils die HĂ€nde.
- Lahala (erleichtert): jetzt können wir PlĂ€ne schmieden, wie wir die elenden Echsen aus unseren TĂŒrmen vertreiben können. Wisst ihr wo Lahala Nenntilor und Lahala Nennsora sind?
- Quendan: sie wollten sich im Lunga-Meer treffen.
- L: dann sollten wir sie treffen. Aber sagt, wo ist das Schiff?
- Q: es ist explodiert!
- L: das sind sehr gute Neuigkeiten. Ich wage es kaum zu Fragen: wĂŒrdet ihr mitkommen?
- Q: Lahala, Telâdain muss auch noch hier sein. Er hat uns gesagt, wo der Gang ist.
- Lahala: ich könnte eine meine Kriegerinnen abstellen, ihn zu suchen, und ins Lunga-Meer zu kommen.
- Q: Wisst ihr wo die Harmatan ist?
- Sambucus: wir mĂŒssen nur etwas warten. Drana ist bereits unterwegs.
Eine der Kriegerinnen der Lahala wird zum Schamanen Udan Apar geschickt, um danach zu einem Tempel im Dschungel zu gehen. Eine zweite wird nach Nenntilor geschickt, um die Lage zu beobachten.
Dann kommt Drana zurĂŒck.
- Sambucus: lecker Krokodilfleisch.
- Drana: Kra, kra.
Bei der Harmatan begrĂŒĂt uns Joran sehr fröhlich, aber Mahendo ist etwas wortkarg.
Irgendwas stimmt nicht. Ich ziehe Verâjigor zur Seite.
- Chona: das geht mir alles zu leicht. Irgendwas stimmt hier nicht.
- Verâjigor: wir sollten die Augen offenhalten. Wissen sie, dass es VerrĂ€ter gab?
Verâjigor geht zur Lahala.
- Verâjigor: darf ich noch kurz etwas anmerken. Einer von denen, die wir im Keller beseitigt haben, war ein Daikara mit einem roten Band. Anscheinend ein VerrĂ€ter. Ist euch bewusst, dass es die gibt?
- Lahala: ich habe mitbekommen, dass die Mahakroda-Wachen sich mit diesem Daikara unterhalten haben.
- V: seid ihr euch der LoyalitÀt der Anwesenden sicher?
- L: ja. Einige Daikara scheinen aufgrund der Niederlage einem Angebot der Mahakroda gefolgt zu sein. Da hat auch ihr mĂ€chtiges Schiff fĂŒr sie gearbeitet. Sklave oder Krieger der Mahakroda. Einige scheinen sich wohl entschieden zu haben, ihre LoyalitĂ€t dem Niall der Mahakroda zu schenken.
- V: ihr werdet aber verzeihen, wenn ich sie im Auge behalte.
- L: ich werde euch kaum davon abhalten können. Danke, dass ihr mich darĂŒber in Kenntnis gesetzt habt.
Quendan und Sambucus fĂŒhren alle zur Harmatan, dann bringen uns Mahendo und Joran flussaufwĂ€rts zur Zusammenkunft der Nialls im Lunga-Meer.
Die verschiedenen Niall sind hier, und sogar die Kinjal. Sie sind sehr erleichtert, als die Lahala Daikara ankommt. Die Mahakroda hatten Drohbriefe geschickt.
WĂ€hrend der Beratungen sitzen wir bei den wichtigen Personen der Nialls.
Wir kommen mit 60 kampffĂ€higen TâSkrang bei den TĂŒrmen an, aber sie sind bereits verlassen. In Nenntilor sind sie ebenso verschwunden und konnten in ihrer Eile nur einen Teil der Sklaven mitnehmen. Verletzte, Alte und Kranke sind noch da.
Doch es bleiben viele Fragen. Warum wollten die Mahakroda die Kontrolle ĂŒber den Galanga? Wie konnten sie das Schiff konstruieren?
Die Nialls verabreden sich zu einem neuen Treffen in NadâKaranji ein paar Tage spĂ€ter, aber erstmal machen wir eine Verschnaufpause.
Und dann wollen wir herausfinden, was dort am Oberlauf des Galanga stattfindet.
Schritte
Die Lahalas der drei Nialls beschlieĂen, dass Zeit fĂŒr eine ordentliche Bestattung ist. Danach werden wir uns im Niall Nentilor treffen und das Ăberleben feiern.
An den Anlegern von NadâKaranji und in den GĂ€ngen der TĂŒrme hören wir Gewisper eines dauerhaften BĂŒndnisses der drei Nialls.
Daikara, Nenntilor und Nennsora trennen sich fĂŒr die Bestattungen.
Ich mache mir Sorgen wegen der Mahakroda.
Doch der Troll Mahendo mit seinem Dampfboot Harmatan fehlt uns.
Wir lassen Bitten zu den Lahalas bringen. Die Lahala Daikara antwortet, dass sie sich mit den anderen Lahalas beraten hat und sich der stumme M'Tar von den Nennsora bereiterklÀrt hat, uns mit seinem Boot zu begleiten.
Dann sind wir einige Zeit unterwegs, den Strom des Galanga hinauf. Nach zwei Tagen waren wir in Nenntilor, dann ging es weiter Richtung GreifenfĂ€lle. MâTar steuert uns gut durch die VerĂ€stelungen des immer unwegsameren Flusses.
Nach insgesamt fĂŒnf Tagen erreichen wir den Niall der Mahakroda. In einem Seitenarm stoppt MâTar das Boot.
Bei den Mahakroda lebt niemand.
Zwei dutzend Leichen von Ă€lteren TâSkrang. Getötet mit den Schwertern von Mahakroda, wie von denen, die uns angegriffen hatten. Entsorgte Sklaven.
- Sambucus: aber warum haben sie sie getötet?
- Quendan: Vielleicht mussten sie schnell reisen und wollten die SchwÀchsten nicht mitnehmen.
- S: aber man hĂ€tte sie einfach zurĂŒcklassen können.
- Chona: Oder sie wollten nicht, dass sie entkommen.
Die nicht getöteten Bewohner haben das Niall schon vor einigen Tagen nach Nordwesten verlassen.
Dort findet Verâjigor eine Stelle, an der ein Teil der Spuren verschwindet und ein anderer weiter am Fluss entlanglĂ€uft.
Dann folgt er der Spur ĂŒber das Wasser, MâTar bringt das Boot und wir folgen seinen Sinnen.
Die Spuren fĂŒhren StromaufwĂ€rts durch einen 50 Schritt breiten Arm des Flusses. Nach vier Stunden paddeln den Fluss hinauf verschwindet die Spur vor seinen Augen.
Wir landen am Ufer und Verâjigor findet die Spuren der ĂŒber Land reisenden Gruppe. Aber sie wechselten sind nach kurzer Strecke aufs Wasser.
Den Rest des Tages paddeln wir den Seitenarm hinauf. Dann sieht Verâjigor die Spur durch einen Ăberhang aus Ăsten.
Wir landen an und schleichen ans Ufer, um hinter den Vorhang aus Baumwerk sehen zu können. Dahinter sind einige Stege, eingebettet ins Ufer. Dahinter eine Reihe von Behausungen. Aber keine Mahakroda. Keine TâSkrang.
StĂŒrze
Das Boot ist vertĂ€ut. Verâjigor sucht den schlammigen Boden ab, ich komme aufs Trockene und sehe Behausungen. Sambucus wirkt nicht zu nervös. Quendan flattert am Ufer entlang und folgt den Spuren von Elementarmagie. VerĂ€nderungen des Flusses und des Ufers. Die Vegetation gibt dem Fluss mehr Raum, als sie sollte. Das Wasser flieĂt seltsam.
- Quendan: Hier ist irgendwas komisch. Guckt mal, die Pflanzen, die sehen aus, als wĂŒrden sie irgendwie Platz geben am Ufer, und die sind so gewachsen, und das Wasser ist irgendwie auch komisch. Als hĂ€tte jemand was am ganzen Dschungel geĂ€ndert.
- Sambucus: Am ganzen Dschungel geÀndert?! Hast du sowas schonmal gesehen?
- Q: ich hab von Elementaristen gehört, die ganz groĂe Dinge gemacht haben. Auch so hier.
- Verâjigor: wie fĂŒhlt sich denn der Astralraum hier an?
- Q: ich glaubâ hier hat jemand einen Zauber gewirkt, um diese ganze Gegend hier leichter bewohnbar zu machen und angenehmer, so wie ichs immer Abends am Lager mach. Aber ganz groĂ.
- S: So groĂ, aber warum?
- Q: wenn ich das könnte, wĂŒrde ich es auch ĂŒberall machen. Stell dir vor, du könntest einfach einen Zauuber machen und dann wĂ€ren ĂŒberall Wege im Dschungel und das Wasser wĂ€re âŠ
- S: ja Quendan, warum kannst du das eigentlich nicht?
- Q: weil ich erst im vierten Kreis bin.
Der Astralraum sieht ganz OK aus. Aber mit den Auren wurde irgendwas gemacht. Ăberall sind dezent sichbare Spuren von Elementarmagie am Ufer, an den gröĂeren Pflanzen. Wasser blockiert die Astralsicht.
Drana kehrt aus dem Uferbewuchs zurĂŒck und krĂ€chzt Sambucus ins Ohr.
- Sambucus: ja Drana, was ist los?
- S: kommt ihr mit? Irgendwas will sie wohl von mir.
- Chona: ja klar.
Wir folgen durch das Unterholz. Nach einigen Schritt öffnet sich der Dschungel auf eine weitere FlĂ€che mit einigen HĂŒtten. WasserlĂ€ufe flieĂen zwischen Abschnitten festen Unterholz.
Behausungen wie im Hauptsitz der Mahakroda, aber viel kleiner. Sonst vielleicht 20 bis 30 TâSkrang. Im Moment aber verlassen. Drana fliegt auf eine der HĂŒtten und krĂ€chzt stolz.
Ich schaue in die nĂ€chste HĂŒtte. Verlassen und leergerĂ€umt.
- Sambucus: Quendan, fÀllt dir auf, dass das Dorf nicht verÀndert ist? Im astralen Bereich sieht es ganz normal aus, nicht wie am Fluss.
Verâjigor sucht nach Spuren. Vor einigen Tagen sind die Bewohner gemeinsam gegangen. Sie folgen einem Pfad entlang der Uferlinie.
- Sambucus: das ist auch ein Muster. Dörfer, in denen die Bevölkerung den Abgang gemacht hat.
- Verâjigor: was sagt das ĂŒber uns aus?
Wir rasten die Nacht ĂŒber in dem Dorf, dann folgen wir den Spuren einen Pfad entlang.
Zwischen den BĂ€umen ragt eine Palisade empor. Ohne gerodeten Bereich davor. Der Pfad wendet sich an der Palisade nach rechts Richtung Ufer. Etwa drei Meter hoch.
Sambucus und Quendan fliegen darĂŒber. Ein gerodetes Areal, innerhalb der Palisade, eine Sammlung HĂŒtten, anders als die bisherigen Behausungen. Es laufen keine Namensgeber. Aber anders als in den anderen Dörfern gibt es Brandspuren an zwei GebĂ€uden. Weiter hinten liegt ein lebloser Körper. Dahinter eine Anhöhe hinter einem zweiten Palisadenzaun. Ein etwas kunstvoller gestaltetes GebĂ€ude steht darin.
Jenseits der Palisade fĂŒhrt ein breiter Durchgang zu einem HĂŒgel.
Die Windlinge erzĂ€hlen, was sie gesehen haben. Verâjigor klettern ĂŒber die Palisade. Targ greift mich und springt darĂŒber.
Ein breiter Pfad fĂŒhrt an GebĂ€uden vorbei in Richtung auf ein HauptgebĂ€ude. GebĂ€ude mit Brandspuren sind auf der anderen HĂ€lfte.
Die Windlinge ĂŒberfliegen das Areal. Quendan erreicht die Leiche bei einem der verbrannten GebĂ€ude. Die anderen Leichen sieht er erst, als Blitze von einer der Leichen in seine Richtung schieĂen. Sie verkohlen die Wand des GebĂ€udes neben ihm.
Echsen, gröĂer als ein Windling, knapp zwei Meter von Nase bis Schwanzspitze. Eine gelbgrĂŒne Schuppenhaut, bei drei von ihnen zucken elektrische Entladungen ĂŒber die Schuppen.
Sambucus erkennt sie: Blitzechsen fressen gerne Aas. Wenn sie schon gefressen haben, sind sie ungefĂ€hrlich. Aber wir haben sie gestört. Und die Rudel können bis zu 13 Tiere umfassen. Und sie haben eine groĂe Reichweite. Und ihre Blitze können auch sie selbst schĂŒtzen.
Blitze schieĂen aus den Augen der Echse, verfehlen Quendan aber erneut.
Verâjigor schieĂt einen Pfeil auf eine der Echsen. Die Echse schieĂt einen Blitz zurĂŒck und Verâjigor geht zu Boden.
Der Dritte Blitz auf Quendan trifft, aber er bleibt mit zuckenden FlĂŒgeln stehen. Fliegt ein StĂŒck weg und wirft einen Erdpfeil auf die Echse.
Targ springt den Echsen entgegen.
- Sambucus: ihr habt die beim Essen gestört! Dann werden die eklig! Also so wie ich! Geht einfach weg!
Sambucus gestikuliert zur Echse. âFriss weiter!â Die Echse bleibt stehen.
Die hinterste Echse wirft einen Blitz Richtung Targ. Der Blitz versackt. Die Echse daneben trifft ihn. Verwundet ihn aber nicht.
Quendan wirft Erdpfeile, die in der Luft zerbröckeln.
Ein Dritter Blitz zuckt Richtung Targ und futzelt in den Boden. Verâjigor geht in Deckung. Targ springt ein kleines StĂŒck auf die Echsen zu.
Der Pogotroll auf dem Weg ins Blitzechsenmoschpit.
Die gebÀndigte Echse geht zur anderen Leiche.
Ich ziehe mich zu Verâjigor hinter einen Baum zurĂŒck.
- Chona: Wir ziehen uns zurĂŒck!
Eine der Echsen wirft einen Blitz auf Sambucus. Targ springt von den Echsen weg in Deckung.
Die Echsen beĂ€ugen uns kritisch. Wir sind in Deckung. Ziehen uns langsam zurĂŒck.
- Chona: Sambucus, kannst du uns einen weiten Kreis um sie rum finden?
- Sambucus: natĂŒrlich kann ich das. Ich habâ auch keine Lust, gegrillt zu werden!
Mit Sambucusâ Leitung bleiben wir auf Abstand und durchsuchen das GelĂ€nde. Die brandgeschwĂ€rzten HĂŒtten sind wohl SklavenunterkĂŒnfte.
Die Leichen sind wenige Mahakroda, weitere TâSkrang, zwei Zwerge und einen Ork.
Alle anderen HĂ€user wurden geordnet hinterlassen. Selbst zwei Lager.
Das GebĂ€ude innerhalb der zweiten Palisade war wohl das der Lahala und ihrer Berater. Dekorationen sind noch dort, BesitztĂŒmer fehlen.
Die Leichen zeigen Kampfspuren. Ein Kampf Sklaven gegen Mahakroda. Es gab wohl mehr Sklaven als Leichen. Der breite Pfad zum HĂŒgel – mit Sambucus als RĂŒckendeckung – fĂŒhrt zu einigen TĂŒren in den HĂŒgel. Eine TĂŒr, breit genug fĂŒr einen Karren, bringt uns in den HĂŒgel, und wir stehen in einer Flussschiffwerft. Ein groĂes Becken mit KrĂ€nen und Halterungen. NebenrĂ€ume mit WerkstĂ€tten. Leitern fĂŒhren auf eine erhöhte Plattform mit ausschwenkbaren BrĂŒcken. GroĂ genug fĂŒr ein riesiges Schiff.
Targ meint, dass das neuste Schiff wohl in Eile herausgelöst wurde.
Die Echsen sind inzwischen vollgefressen und schlafen langsam ein.
Irgendwo aus dieser Höhle hören wir ein schmerzerfĂŒlltes Stöhnen.
Leid
Wir durchsuchen die Werft. Es gibt noch mehr Leichen. Vor allem TâSkrang. Wohl Sklaven. Zwischen ihnen liegt ein Zwerg. Und regt sich noch.
Quendan fliegt zu ihm. Der Zwerg hat eine Platzwunde am Kopf und eine eitrige Wunde am Bein. Und starkes Fieber. Quendan kĂŒmmert sich um die Wunden.
Verâjigor und Sambucus gehen KrĂ€uter suchen. Ich schaue hier nach Gefahren. Wir sind im Eingangsbereich vor den Schmieden. Ich finde keine Gefahren, aber ich höre etwas ĂŒber mir. Es gibt zwei weitere TĂŒren auf einem Balkon. Dahinter ein Raum mit einem Tisch und Schreibgriffel. NĂŒchterne Schreibstube. Zwei leergerĂ€umte Regale und ein dunkler Lichtquarz in der Decke.
Die GerĂ€usche scheinen vom anderen Raum zu kommen. Hinter der TĂŒr liegt ein magisches Labor. Im glatten Holzboden sind Runen eingraviert und von der Decke hĂ€ngt ein Gittergestell, zu breit und tief wie der Raum. Im Hinteren Bereich ist ein KĂ€fig, teils durch ein grobes Tuch verdeckt. Vielleicht ein Tier. Ich gehe zu Quendan zurĂŒck und warte auf Sambucus. Wenn ich zum KĂ€fig gehe, gibt es nur blutvergieĂen.
Sambucus und ich gehen zum KĂ€fig. Sambucus fliegt ĂŒber den KĂ€fig und zieht das Tuch hoch, wĂ€hrend ich zurĂŒckgehe und das Schwert ziehe.
Im KĂ€fig liegt auf einem Bett aus Stroh ein Tier mit weiĂgrauem Fell. Wie ein Affe. Aber mit FlĂŒgeln.
Sambucus: Eisflieger.
Eher in den Gebirgen heimisch. Normalerweise in Gruppen von 12 bis 20 Tieren. Haben eine natĂŒrliche AffinitĂ€t zu elementarer Luft und können KĂ€lte- und Eismagie wirken. Sehr hungrig und krank.
Ich laufe raus, um Wasser zu holen.
- Sambucus: lass dich nicht blitzdingsen.
Sambucus spricht mit dem FlĂŒgelaffen. Er ist so groĂ wie ich und viel krĂ€ftiger.
Wir suchen ein Lager fĂŒr den Verwundeten und uns und bestatten die Leichen. Sambucus kĂŒmmert sich um den FlĂŒgelaffen. Wir richten uns in der Schreibstube daneben ein.
Die Nacht ist ruhig.
Dem Zwerg geht es besser. Er blickt mĂŒde blinzelnd in unsere Runde.
- Quendan: guten Morgen guten Morgen, wie geht es ihnen.
- Zwerg: ein Windling ⊠guten Morgen.
- Q: obwohl sie eine Wunde am Kopf genommen haben, hat ihr Verstand keinen schaden genommen.
Er heiĂt Todur und fragt, ob er der einzige ist, der ĂŒberlebte.
- Quendan: wir haben sonst nur Leichen gefunden.
Er schlĂ€ft bald wieder ein. Der FlĂŒgelaffe wirkt auch langsam fitter. Quendans Essen schmeckt ihm. Targ und ich errichten einen Scheiterhaufen.
Mittags erwacht der Zwerg wieder. Spricht mit Verâjigor.
- Todur: du siehst auch nicht aus wie ein Mahakroda.
- Verâjigor: ich bin Verâjigor MâKiller aus dem Haus Sirtis.
- T: man nennt mich Todur. Ich stamme aus Uruga.
- V: was treibt euch hier in den Dschungel am Arsch der Welt.
- T: die Arbeit.
- V: wie seid ihr ĂŒberhaupt in die Gefangenschaft der Mahakroda hineingeradet.
- T: ich weiĂ nicht, wie ihr dazu steht. Ich war kein Kein Gefangener, sondern ein Vertragsarbeiter.
- V: wie ihr seht, hab ich nicht unbedingt eine positive Haltung zu den Mahakroda, muss aber nicht fĂŒr euch gelten.
- T: als dieser bleiche TâSkrang bei uns auftauchte und erzĂ€hlte, was er vorhatte zu bauen, war ich von seinem Vorhaben Ă€uĂerst fasziniert.
- V: ein bleicher TâSkrang ist sehr ungewöhnlich.
- T: Haut wie die Farbe schlechtgewordener Milch. Sein Name ist Sanderkaâar.
- V: was war sein Projekt?
- T: er wollte ein Schiff bauen, wie es in Barsaive noch nie gebaut worden ist.
- V: ich glaube ich kenne das Ergebnis.
- T: ihr seid der Tristar begegnet?
- V: warum lagt ihr jetzt hier unter den ganzen Leichen?
- T: als die Nachricht kam, dass der Angriff fehlgeschlagen ist, kamen die verbliebenden Mahakroda hierher um sich zu sammeln, und dann kam es zu einem Aufstand. Sie beschlossen, dass auch dieser Ort nicht mehr sicher sind. Aber bei diesem Aufstand habe ich einiges abbekommen und sie haben mich fĂŒr Tod gehalten.
- V: wollt ihr noch was trinken?
Er trinkt durstig. Quendan schaut ihn wieder an.
Von bleichen TâSkrang weiĂ niemand von uns etwas. Rote Augen hatte er nicht, also kein Albino.
Todur erzĂ€hlt immer wieder. Ist kein groĂer Freund von Sklaverein und hat keine Sklaven befehligt (da kann er keine Leute brauchen, die es nicht verstehen). Er war mit den nichtmagischen Teilen des Antriebs der Tristar befasst und sie war schon vor einigen Jahren fertig. In der Zeit seither hat Sandarkaâar immer wieder die Lahala der Mahakroda vom Eingreifen abgehalten. Er ist seither aber immer wieder weggeblieben und so hat die Ungeduld der Lahala Mahakroda ĂŒberhand gewonnen.
- Todur: Vielleicht hĂ€tte sie doch mehr auf die Worte des bleichen TâSkrang hören sollen.
Sandarkaâar war der leitende Elementarist. Hat wohl Hintergrund beim MilitĂ€r, nicht bei den Mahakroda. War auch kein Einheimischer. Wollte die Waffe benutzen, es aber vorher an ein anderes Ereignis binden. Es war nicht lange her, dass eine Gesandschaft aufgetaucht ist. Keinen Mahakroda.
- Todur: diese sanften TâSkrang.
Er hat Leute aus dem Niall schonmal in Rupa gesehen. Beschreibt uns KleidungsstĂŒcke
Targ und Verâjigor und Quendan meinen, dass es KâTenshin sind – Targ meint, es waren eindeutig mehrere KapitĂ€ninnen dabei.
Die Lahala und der Bleiche haben ihnen das Schiff gezeigt und waren ein paar Tage da.
- Chona: die Hoffnung, dass die KâTenshin helfen wĂŒrden, war also trĂŒgerisch.
- Quendan: weiĂt du, wo sie hin sind?
- Todur: nein, ich habe keine Ahnung. Ich habe nur mitbekommen, dass sie sich tief in den Tunnel zerstreuen wollten, solange bis alles ruhig ist.
- C: warum bist du jetzt noch da, wenn das Schiff lÀngst fertig war?
- Sambucus: er wollte halt noch eins bauen.
- T: wir haben noch eins gebaut.
Er ist stolz auf das Schiff und die Waffen des zweiten sind vielleicht einsatzbereit.
- Quendan: die Natur hier sieht etwas prÀpariert aus.
Vielleicht kann das Schiff dadurch hier rausfahren.
- Quendan: war Sandakaâar da auch dabei?
- Todur: Sandakaâar habe ich die Tage vor dem Aufstand nicht gesehen. Und so lange ich hier lag ⊠ich kann gar nicht sagen, ob es zwei oder drei oder mehr Tage waren.
- Q: warum genau haben die hier eigentlich einen Aufstand gemacht?
- T: vielleicht Gelegenheit.
- Q: wenn ich Sklave wĂ€re, wĂŒrde ich auch gleich Aufstand machen, wenn meine UnterdrĂŒcker von einem Versagen geschwĂ€cht sind. Welchen Namen hatte das Schiff eigentlch?
- T: es hatte noch keinen Namen bekommen.
Und was machen wir jetzt?
Darf ich den Eisflieger behalten?
- Sambucus: den nehm ich mit.
Anhang
Namen
- der plappernde Windling Skreet
- hustender Zwerg Wyven
- HĂ€ndler Jorkan
- Diebin Tia
- KapitÀnin Amak lÀsst sich erschöpft mit einem Krug Bier auf die Bank
- Nibbs, die jĂŒngste in der Crew
- KapitÀn Averes
- Ein Adept mit zwei Schwerten ThâArt
- FischÀndler Dalei
- Schiff Schelonida
- Schamane Udan Apar
- TelâDain, Ein TâSkrang mit dunkelgrĂŒnen Schuppen
- Stumme Flusspiraten Henjoke
- Steuerork Kraut
- TâSkrang TelâDain aus der Besatzung
- Der Ara von Sambucus: Drana
- Lahala Nentilor
- eine TâSkrang Sekarin. Nentilor.
- Nalun, jung, trainiert die KĂ€mpfer.
- Finscha, TâSkrang.
- TrollhÀndler Mahendo mit dem Schiff Harmatan
- Joran, Maschinist der Harmatan
- Lunga-Hexe
- Eshora, Die Lahala Nensora. Vierfarbige Schuppen. Kunst.
- Isaâa, wĂŒtende Schwertmeisterin der Nensora.
- wirklich alte TâSkrang, Mesala mit grĂŒnen, mystisch bemalten Schuppen
- Schwaâan, praktisch gekleideter, blaugeschuppter
- Pâtrell, Windling.
- Ernâta, Scout.
- Slipsplisnir, Windling, die kleine Schwester von Sleipnir
- Bintrel, Windling
- GâSchosa, im Haushalt der Lahala Daikara tĂ€tig
- Kalidasa Daikara, jetzt Lahala Daikara
- etwas Àlterer Zwerg, Hausvor Neumoney, HÀndler, muss sich von Kunus fernhalten
- TâRisch, TâSkrang, skeptisch
- KâSuk, TâSkrang
- Kunus, Schmied der Daikara
- Upani Shaidn, Daikara, KapitÀn der Kinshal.